Das Weltentor
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Autor Thema: [Orihime] Ein paar leere Seiten eines Buches  (Gelesen 5370 mal)
Regenbogenfisch
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« am: 08. Februar 2009, 11:20:52 »

Die erste Seite eines Buches, unbeschrieben und rein. Nichts ist darauf zu sehen, nur die winzigen Fasern die das Pergamentpapier durch ziehen. Es brauch nicht viel um diese erste Seite mit den ersten Tupfern Tinte zu beschreiben und doch ist es immer wieder etwas neues. Ein Anfang. Ein Anfang von etwas, das vielleicht sehr schön, oder sehr schlimm sein kann. Das hat nur der Autor selbst zu entscheiden...
Es waren die Worte Orihimes Mutter gewesen, als sie ihr zu ihrem sechsten Geburtstag ein feines, rotes Buch schenkte. Keine einzige Seite beschrieben, nur ein verzierte roter Einband und ein geflochtener Faden als Lesezeichen. Es war vollkommen unbenutzt.

Orihime saß am Meer. Sie hatte sich in Weilersbach an die Klippen gesetzt und sah lächelnd in die Ferne hinaus. Es war bereits dunkel, die Nacht war schon vor einigen Stunden eingebrochen. Einige Zeit war sie nun in Seldaria, hatte so manches erlebt, das ihr nie zuvor passiert war, wovor man sie geschützt und bewahrt hätte.
Doch war es nicht schlecht, es waren kostbare Erfahrungen. Erfahrungen, die sie tief in ihrem Herzen einschließen würde. Es war wie mit den vielen verschiedenen Menschen die sie hier schon getroffen hatte. Ein gütiges, sanftes Lächeln legte sich auf ihre Lippen. Sie nahm ihr Buch heraus und legte es auf ihren Schoß. Fast zärtlich schlug sie eine Seite, in der Mitte des Buches auf und las einige der Zeilen.
Nach einem kleinen Augenblick sah sie wieder auf. Sie dachte an die Menschen, die ihr hier schon begegnet waren, die sie bewunderte, mochte, mit denen sie lachte, vor denen sie Angst hatte. Herrin Mai Lin, Herrin Sturmwind, Fräulein Faeryllian, Fräulein Aria, Herr Alcandor und noch einige mehr.

Einen Kohlestift zog sie mit einer ruhigen Bewegung aus einem extra dafür geschneiderten Beutel. Rosa, mit weißen Rüschen. Sie begann in der Schrift ihrer Heimat zu schreiben.

Es ist eine wunderschöne Nacht, der Himmel sternenklar und die sanfte Brise, die vom Meer heran zieht, streicht zärtlich über meine Haut. Das Mondlicht erlaubt mir, auch zu so später Stunde noch ein paar Zeilen in dieses Buch herein zu schreiben. Weilersbach, dies ist der Ort an dem ich gerade sitze. Klippen, die das Geräusch des dagegen schwappenden Meeres zu mir herauf tragen, ein Fluss, der zu einem Wasserfall ins Meer hinein plätschert, grüne Wiese und der Duft vom vergangenen Abendessen. In diesem Moment um gibt mich all das.
Kaum einen schöneren Ort hätte ich mir für heute Nacht aussuchen können, obwohl hier in Seldaria, die schönen Orte wie die Grashalme im Morgentau aus dem Boden hervor kommen und glänzen.
Weilersbach ist ein Dorf so voller Freude und Herzlichkeit, das es meine Seele immer wieder hier her trägt. Halblinge und Gnome, die lachen, arbeiten, tanzen und essen, soweit das Auge reicht. Es ist eine friedliche Gegend, die kein Wässerchen zu trüben vermag und es scheint so, als wären alle kleinen Bewohner hier, eine große Familie. Niemand lässt irgendjemanden im Stich und jeder kennt sich. Sie begrüßen sich liebevoll, essen zusammen und helfen sich, wo sie nur können. Es ist ein Anblick, den ich niemals vergessen werde. Diese Reinheit der Herzen und das gütige Lachen auf ihren Gesichtern, wenn sie miteinander reden, fast erinnert es mich an zu Hause.


Sie sah mit einem liebevollen Lächeln zum Himmel hinauf und die Erinnerungen, an eine so schöne und wundervolle, behütete Zeit überkamen sie wie die Sonne die Welt beim Sonnenaufgang.
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*Orihime Manami Hanako* - *schwärmende Träumerin, Schneiderin der Flinkschere, freiwillige Heilerin im Tempel Fürstenborns*

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« Antworten #1 am: 11. Februar 2009, 23:05:26 »

Mit einem sanften Rütteln wurde sie geweckt. Das erste was ihre jungen Augen sahen, war das liebevolle und stets gütige Lächeln ihrer Mutter, das von den ersten, warmen Sonnenstrahlen des Morgens in sanftem Schimmer erschien.

„Hime-chan, es ist Zeit aufzustehen. Der Morgen bricht an und wir haben doch heute viel vor.“

Selbst die Stimme ihrer Mutter, so melodisch und schön, das sie fast wie ein stetiges, warmes Lied klang.
Die 4-jährige Orihime gehorchte ihrer Mutter auf das Wort. Sie lächelte sie mit großen Kinderaugen glücklich an und stand auf, gab ihrer geliebten Mutter einen Kuss auf die Wange und trat von ihrem Futon herunter. Zusammen, Tochter und Mutter falteten sie es zusammen und legten es ordentlich, wie es sich gehörte in den Schrank.

„Mache dich schnell fertig, dann kannst du mir beim Frühstück helfen, wenn du magst.“

Die Tür wurde aufgeschoben und ihre Mutter verließ lächelnd den Raum. Hime zog sich sehr schnell an, wusch sich und kämmte sich die langen Haare. Mit einem glücklichen Lächeln, das immer auf ihren Lippen lag, lief sie zu ihrer Mutter die bereits dabei war ein großes Frühstück zu zu bereiten.

„Honoka! wie weit bist du mit dem Frühstück? Takehiko, Nobuyuki und Minoru sind bereits wach. Sie kommen gleich wieder. Wir müssen uns etwas beeilen.“

Es war Orihimes Großmutter. Kaum graue Strähnen zierten ihre Haare. Falten, die ihre Schönheit nicht verdeckten und kaum zu sehen waren. Ein Gesicht, wie man es von einer gütigen, liebenden Großmutter erwartet, die alles für ihre Familie tun würde.
Mit ihrem sanften Ausdruck im Gesicht sah sie zu Orihime.

„Hime-chan, mein Herz. Sei so lieb und decke für deine Mutter und mich bereits den Tisch.“


Sie schenkte ihr ein Lächeln, wie sie es nur bei ihr tat und half daraufhin das Essen zu zu bereiten. Auch hier gehorchte das junge Kind. Schnell waren Schüsseln, Stäbchen, Trinkbecher, Teetassen und Untersetzer auf dem Tisch. Alles hatte seinen Platz und seine Ordnung, so wie es ihr Vater, Takehiko, ihr beigebracht hatte.
Ihre Mutter und ihre Großmutter servierten das Frühstück. Reis, der in einer Schüssel warm gehalten wurde, Miso-suppe die ebenfalls warm gehalten wurde, etwas geräucherter Fisch, eingelegtes und frisches Gemüse, das bereits in verzierten Schälchen auf dem Tisch wartete.
Sie mussten nicht lange darauf warten, das Orihimes Vater, Onkel sowie Großvater zum Haus zurück kehrten. Ihr Vater war ein hübscher junger Mann, dessen Blick immer eine Kühle und Distanz behielt. Wie eine Blume die im Eis eingefroren ist, sagte ihre Großmutter immer. Mittelgroß und leicht muskulös. Sein jüngerer Bruder, Nobuyuki, sah ihm recht ähnlich. Er hatte das selbe Gesicht, seine Haare waren nicht ganz so lang wie die seines Bruders, er lächelte auch mehr als dieser. Zuletzt betrat Minoru, Orihimes Großvater das Haus. Die Jahre, die er auf dieser Welt verbracht hatte, konnte man in seinem Gesicht erkennen. Gekämpft hatte er für seine Familie und seine Stadt.
Mutter und Großmutter halfen den Männern aus ihrer Kleidung und legten sie sorgfältig gefaltet zur Seite. So wie es sich gehörte. Respektvoll, mit einer Verbeugung begrüßte Orihime ihren Vater, ihren Onkel und ihren Großvater. Ihr Vater ging mit einem Nicken an ihr vorbei, ihr Onkel wuschelte ihr durch die Haare und ihr Großvater legte ihr kurz, aber liebevoll die Hand auf die Schulter.
Es wurde gewartet, bis die Männer saßen. Orihime durfte ihnen den Tee eingießen, während ihre Mutter den Reis verteilte und ihre Großmutter die Suppe holte und servierte. Es war ein ruhiges Frühstück. Die Männer saßen bequem, die Frauen in formeller Sitzhaltung und stets dazu bereit, aufzustehen und Nachschlag zu holen, so danach verlangt wurde. Geredet wurde nur von den Männern, sie erzählten über ihr Training, neue Übungen und von neuen Stoffen, die sie gekauft hatten. Es war so, wie es sein musste. Wie es sich gehörte.


Etwas riss Orihime aus ihrer Träumerei. Sie sah über die Schulter, nur ein vorbei rennender Hase, der aus Weilersbach heraus huschte.

„Sowas..“

Lächelnd drehte sie sich zurück und sah hinaus auf das Meer. Einige Zeit lang dachte sie nichts, sie genoss die Umgebung und die Ruhe. Anfangs war es ihr hier so vorgekommen, als hätte es gar keine Sitten, Bräuche und Handlungen gegeben, die immer und immer wieder auftraten. Das es keine Dinge gab, die einfach so sein mussten, weil es sich einfach so gehörte. Sie lag falsch.
Auch hier gab es ganz einfache Dinge, an die sich fast jeder hielt, oder zumindest halten sollte. Da war der Respekt der Wache gegenüber, das halbwegs höfliche Benehmen gegenüber Fremden, oder neuen Bekanntschaften. Das man gute Taten anerkannte und schlechte Bestrafte. Es war nicht viel, aber es war etwas, wonach sie sich auch etwas richten konnte. Es war eben doch eine ganz normale Stadt, mit vielen verschiedenen und sehr interessanten Persönlichkeiten.

Sie saß eine Weile ruhig so dar. Erinnerte sich langsam an ein Ereignis, das ihr immer noch tief in den Knochen saß, das sie als eine Art Begrüßung auf einer ganz neuen Ebene betrachtete.
Ihre erste Tat, bei der sie ganz ohne nachzudenken gehandelt hatte.

Es war in Fürstenborn gewesen, ein ganz normaler Tag. Die Sonne schien, der Himmel war leicht bewölkt. Sie erinnerte sich, wie sie ohne irgendwelche trüben Gedanken über die Straßen ging und auf eine Truppe stieß. Fräulein Faeryllian war dabei gewesen, sie wollte sich auf die Suche nach Herrn Flink machen, der irgendwo im Wald steckte. Ohne groß nachzudenken, kam sie, das wusste sie noch, einfach mit. Sie wollte suchen helfen. Nun wusste sie nicht mehr, ob dies in diesem Moment die beste Entscheidung gewesen war.
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« Antworten #2 am: 13. März 2009, 11:23:44 »

Kurz danach trafen sie auch die gesuchten Personen, alles ging recht schnell. Die Situation eskalierte, Herr Peritus tötete einen der Männer und der, der eigentlich gesucht wurde floh. Natürlich folgte die Gruppe dem Geflohenen, doch ohne den grobschlächtigen Mann, dieser ging seinen eigenen Weg.
Am Pass trafen sie ihn, umzingelt von drei Dunkelbrunnern. Sie bedrohten ihn, hielten ihn gefangen. Es war das totale Chaos.


Wieder war irgendwo hinter Orihime, das sie aus ihren Gedanken riss.

„Ich sollte wohl besser nach Hause..“


Sie lächelte leicht, stand auf und ging zum Tempel. Einige Wochen schrieb sie nichts mehr in das Buch. Vieles geschah, vieles verwirrte sie dabei. Jetzt endlich, an einem sonnigen Tag, kam sie wieder zur Ruhe. In der Schneiderei hatte sie sich die nächsten zwei Tage frei genommen um zur Ruhe zu kommen. Sie hustete.
Mit ruhigen Schritten führte sie ihren Weg aus dem Tempel hinaus, sah sich lächelnd im Fürstenvirtel um und ließ sich auf einer Bank, nahe der Blumenkästen nieder. Einmal atmete sie noch durch, bevor sie erneut leise hustete und sich zurück lehnte.
Orihime zog ihr Buch aus der Tasche, holte den Kohlestift heraus und schlug das Buch auf. Sie las einige der Zeilen noch einmal lächelnd durch, bevor sie den Stift ansetzte, ein Datum hin schrieb und anfing etwas zu überlegen.

Längere Zeit habe ich nun nicht mehr hier hinein geschrieben. Zumindest nicht über Gefühle. Über meine Gefühle.
Es ist einiges passiert. Vieles, über das ich eigentlich mit meiner Mutter geredet hätte.


Kurz erinnerte Orihime mit einem warmen, herzlichen Lächeln an ihre geliebte Mutter, schrieb aber im nächsten Moment weiter.

Ich kann es immer noch nicht glauben, mein Herz rast immer noch wie verrückt. Mir hat jemand die Liebe gestanden. Das ist zwar nichts ungewöhnliches, zu Hause kam dies auch öfters vor. Jedoch raubte er mir meinen ersten Kuss dabei.

Orihime lief rot an bei ihren eigenen aufgeschriebenen Worten.

Zyrus Foltest. Ein, er nennt es selbst Mutant – ich nenne ihn Mensch, sehr begabter Kämpfer, 9 Jahre älter als ich. Er ist ein unnahbarer Mann, der sich mir aber langsam öffnet, zumindest habe ich dieses Gefühl.
Er macht mir Komplimente, schenkte mir eine selbst geschnitzte Flöte. Seine Hände sahen furchtbar aus. Denn noch, er hat sich viel Mühe gegeben und mir eine große Freude gemacht.
Ich weiß nicht was ich tun soll, ich bin derzeit einfach so unentschlossen. Da ist auch noch Herr Lyram. Auch er liegt mir sehr am Herzen, jedoch ist es mit ihm, wie mit einem Eisblock.
Jedes mal wenn ich versuche aus mir heraus zu kommen, reagiert er als wäre nichts. Aber vielleicht bilde ich mir das alles ja auch nur ein.
Ich würde gerne mit jemandem darüber reden, jedoch sind die einzigen, denen ich mich dort richtig anvertrauen würden Herrin Sturmwind, die aber so viel zu tun hat, das ich sie nicht noch mehr belasten möchte, mit so unwichtigen Dingen, Mairi – aber ich fürchte, das ich ihr damit langsam auf die Nerven gehe und Fräulein Faeryllian – ich kenne sie nicht gut genug, schätze sie aber sehr, aber auch sie hat so viel zu tun und ich sollte ihr damit ebenfalls nicht unnötig zur last fallen. Nicht noch einmal.
Alles in allem ist es ziemlich schwer, aber ich komme sicher damit klar. Ich muss dem ganzen nur die nötige Zeit geben.
Jetzt sollte ich mich erstmal wieder mit meinem Zensoku beschäftigen, ich weiß immer noch nicht wie es hier heißt. Zyrus verlangt, dass ich damit zu Herrin Sturmwind gehe, aber das kann ich unmöglich tun.
Ich will ihr doch einfach nicht zur Last fallen, sie soll nicht auch noch denken ich sei nutzlos. Ich befürchte sowieso schon, dass sie das längst tut.

Ein seufzen kam ihr über die Lippen. Der Blick wanderte umher. Über die Adeligen, die in ihren prachtvollen Gewändern durch die Straße gingen, die Gardisten, die streng patrouillerten, hektische Arbeiter die immer wieder zur Stadtverwaltung rannten.
Orihime begann wieder zu Lächeln. Das war das Stadtleben. Wesen die Tag ein Tag aus ihren Arbeiten nach gingen, sich gegenseitig halfen und Aufgaben erfüllten, ohne die wohl möglich jede Menge Chaos entstehen würde.

Ich frage mich, an was diese Leute, die an mir hier so hektisch vorbei laufen wohl denken. Was sie gerne tun, was sie nicht mögen. Genießen sie den Sonnenschein? Beachten sie den Wolken am Himmel? Die aussehen wie eine Herde kleiner Schmetterlinge, die mit ihren wunderschönen geschmückten Flügeln über uns hinweg fliegen und das Glück auf uns herab werfen.


Sie sah lächelnd zum Himmel. Ja, das würde vielleicht doch noch ein toller Tag werden. Sie hustete noch ein paar mal, bevor sie das Buch zu schlug und die Sonne ihre Nase kitzeln ließ.
« Letzte Änderung: 13. März 2009, 11:30:42 von Regenbogenfisch » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 15. März 2009, 23:34:02 »

Ein paar Tage waren ins Land gezogen, Orihime hatte wieder eine Menge Geld verdient und würde bald noch mehr bekommen, dessen war sie sich sicher. Bis jetzt hatte sie immer nur Zuspruch zu ihrer Kleidung bekommen und die Kunden waren begeistert gewesen, besonders in letzter Zeit.
Erst vorhin hatte sie Ninnia ihr schwarzes Kleid her gestellt und sie war voller Begeisterung gewesen. Orihime war froh.
Sie hatte sich in die Räumlichkeiten für Bedienstete im Tempel zurück gezogen und ihr Buch wieder zur Hand genommen. Lächelnd schlug sie es auf.
Den Kohlestift zur Hand genommen und das Datum in die Ecke oben rechts geschrieben. Fein säuberlich setzte sie den Stift an und begann in ihren geliebten Schriftzeichen los zu schreiben.

Es sind wieder einige Tage verstrichen. Mir geht es heute wieder gut, halbwegs zumindest. Ich habe heute einiges erlebt. Wenn ich recht bedenke, wäre nur eines für andere erwähnenswert, aber ich schreibe doch lieber einmal alles mit auf.
Ich habe Kleidung an Fräulein Lia verkauft, sie war sehr zufrieden und möchte nur eine Änderung haben. Ich muss nur etwas einfärben, es ist so schön leicht. Herr Arillio, oder Angelo, ich weiß nicht wie genau er nun heißt, bestellte neue Schulterteile, auch das wird recht einfach.

Sonst war der Tag recht ruhig, zum Abend hin begegnete ich Fräulein Faeryllian im Fürstenvirtel. Sie hat etwas gegen meine Anfälle gefunden, sie ist mir wirklich eine große Hilfe – nicht nur dabei. Auch erkundigte sie sich wieder nach der Lage zwischen mir und Zyrus. Es hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel geändert. Wir redeten ein wenig über alles, sie sagte, ich solle mich nicht immer für alles entschuldigen und auch für Zyrus nicht, wenn er etwas tat, auch wenn ich vielleicht der Auslöser dafür war. Sie hat bestimmt recht. Ich hoffe, es ändert sich bald dass ich mich immer schuldig fühle.

Später kam auch Aria dazu, es ist schön zu sehen dass es ihr besser geht. Ihre Lungenentzündung klingt derzeit gut aus. Wir redeten über das Bardenfest, ich fürchte, sie will mich zwingen dorthin zu gehen und auf zu treten, aber nein. Das kann ich nicht. So etwas schaff ich nicht. Ich würde auf der Stelle, noch auf der Bühne umkippen und zusammen brechen. Es wäre eine riesige Schande und ich könnte sofort danach durch das Portal springen.  Ich hoffe, Aria wird nicht sauer auf mich sein. Ich werde dort lieber durch meine Kleidung auffallen und wie gut sie an den anderen aussieht. Vor raus gesetzt, dass die anderen bei mir die Kleidung bestellen werden.

Fräulein Faeryllian verließ uns leider, als Fräulein Winterfall dazu stieß und sie alleine sprechen wollte und Aria und ich gingen nach Weilersbach um ihren Hut zu holen.
Wir setzten uns mit Hasumo-san an einen großen Tisch und ich erzählte Aria von Zyrus, Lyram und dem Chaos in meinem Kopf.
Ich weiß nicht genau was mich ritt, doch wir kamen auf seine ehemals Verlobte zu sprechen und suchten kurz danach jemanden im Turm auf, der einstmals ihre beste Freundin gewesen war – das  erfuhr ich leider erst zum Schluss.
Sie erzählte mir einiges über die beiden, auch dass sie glaubt, dass Zyrus sie noch liebt. Ich fürchte, dass sie recht hat. Er war verlobt mit ihr, so eine Bande zwischen zwei Menschen kann nicht einfach spurlos verschwinden und aus dem Kopf und dem Herzen gehen.
Ich bin nun noch verunsicherter und entmutigter, als zuvor. Zyrus kommt mir nun genau so vor wie Herr Lyram. Unnahbar und distanziert. Jetzt habe ich bei beiden Angst, dass ich dort irgendwann vor eine Mauer renne, gegen die ich niemals ankommen werde. Ich bin zu schwach dafür.


Kurz setzte sie den Kohlestift ab und seufzte leise. Sie lehnte den Kopf an die Wand hinter sich und schloss die Augen. Es hatte sie inzwischen in ihr Bett verschlagen, in dem sie schlief. Der Blick ging kurz durch den Raum hindurch, einige der Tempelmitarbeiter schliefen schon lange und sprachen leise im Schlaf.
Die junge Schneiderin mochte es diesen Menschen zu zu hören. Es war interessant und witzig zu hören, was andere Personen im Schlaf sprachen. Es verriet etwas über sie, ohne dass sie es wussten.
Ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, als sie jemanden von Essen reden hörte und sie setzte den Stift wieder auf die Zeilen im Buch.

Zyrus war sauer auf mich. Er hat gesagt, ich hätte ihm auf dem Marktplatz einen Korb gegeben, als ich mit Lyram redete. Dabei stimmte es nicht, er hatte es falsch verstanden. Wir müssen diesen Abend lang den anderen sehr schwer auf die Nerven gegangen sein. Herrin Sturmwind sah zumindest so aus.
Solche Erlebnisse machen mich immer unsicherer. Nun hält sie mich noch mehr für ein Kind, dabei ist sie die letzte, bei der ich in so einem Bild erscheinen möchte. Ich bewundere sie einfach so sehr. Sie ist so weise, man kann ihr immer vertrauen, sie ist intelligent, gebildet und hübsch. Sie kann heilen, ist mächtig und kann sich alleine wehren. Ich wünschte mir, dass ich das auch einmal soweit schaffe.
Aber natürlich ist sie nicht die einzige, die ich so bewundere. Sie ist nur diejenige, die ich am meisten bewundere.
Fräulein Faeryllian, ich erwähnte sie ja schon, auch sie ist sehr zu bewundern. Sie führt ihren eigenen Laden, ist immer freundlich und gefasst und steht mit Rat und Tat zur Seite. Sie hat sich sogar bereit erklärt, als Bürgin für meinen Bürgerschaftsantrag bereit zu stehen und wollte Herrn Flink fragen, ob er die zweite Bürgschaft übernimmt. Ich bin wirklich froh, so jemanden zu kennen.
Aber ich möchte auch Aria nicht vergessen, als sie mit der Lungenentzündung im Tempel saß, hatte ich trotz der Krankheit viel Spaß mit ihr. Auch so ist sie immer munter und immer gut gelaunt. Sie zieht einen richtig mit. Sie ist immer für Scherze bereit, sehr tapfer, sehr mutig und mit viel Selbstbewusstsein.
Mairi darf ich auch nicht vergessen, ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Sie ist mir ein wenig ähnlich und doch ganz anders. Sie glaubt, sie könne nichts, dabei tut sie so viel. Sie ist auch sehr mutig, würde ohne zu zögern immer ihre Hilfe anbieten und auch in die schrecklichsten Situationen mit kommen. Sie würde sich für eine Gruppe, die sie nicht einmal richtig kennt opfern. Ich bin mir nicht sicher ob sie es weiß, doch sie hat mir schon sehr oft geholfen seid ich sie kenne.

Ich glaube aber, ich sollte nun erst einmal schlafen. Morgen muss ich zu Fräulein Faeryllian in den Laden und mir meine Medizin holen. Es ist etwas zum inhalieren. Ich bin schon sehr gespannt.



Nach diesen letzten Zeilen klappte sie das Buch zu und legte es unter ihr Kopfkissen. Sie lächelte breit und zog ihr Nachthemd an und schlüpfte unter die Deck. Es dauerte nicht lange, bis sie einschlief und in sanfte Träume fiel.
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« Antworten #4 am: 20. März 2009, 06:54:34 »

Es war nun recht schnell gegangen, 2 Tage waren erneut vergangen und Orihime hatte wieder Zeit gefunden. Sie hatte sich im Pavillion im Park des Turmvirtels nieder gelassen und beobachtete mit einem funkelnden Lächeln die Spaziergänger.

Es ist ein so wunderschöner Tag. Der Glanz der Mittagssonne am Himmel, lässt die Blumen im vollen Glanze Erblühen und ihre Blüten öffnen. Der Wind, der als einziger noch recht kühl ist, erinnert daran, dass noch keine Frühlingsmonate oder Sommermonate sind.

Eigentlich ist nicht viel passiert in den letzten zwei Tagen, aber es war trotzdem sehr schön. Wir waren auf der Suche nach Fräulein Faeryllian, als wir im Wald von ein paar Orks überrascht wurden. Zyrus, Herr de Sibur, Mairi und ich. Zyrus bekam eine Axt in den Rücken, verteidigte uns aber sonst mit allen Mitteln, die er hatte.
Es wäre fast schief gegangen, wenn nicht unsere Rettung, Herr Deriaer, gekommen wäre.
Riqual Deriaer, er ist ein doch sehr beeindruckender Geselle. Er kommt aus der gleichen Welt wie Zyrus und die beiden kennen sich auch schon eine kleine Ewigkeit. Waffenbrüder, sagte Zyrus einmal.
Herr Deriaer ist sehr einmalig und besonders, was seine Verwandlungen betrifft. Von einer kleinen Fledermaus bis hin zu einem riesigen Troll.

Das ist nicht alles, was ich über ihn schreiben kann. Seine anfängliche


Hier machte Orihime eine kurze Pause und überlegte, was wohl am besten zu ihm passen würde.

abgrenzende Art, erscheint mir nun nicht mehr vorhanden. Zumindest nicht mehr vollkommen. Zyrus hinterließ ihm eine Nachtricht, dass er auf mich aufpassen müsse. Ich hoffe, dass mir Herr Deriaer das nicht übel nimmt. Er ist viel freundlicher, als ich zu Anfang dachte.

Orihime sah lächelnd zu ein paar Kunden von ihr, die durch den Park gingen und nickte ihnen freundlich zu.

Herr Peritus hingegen macht mir seid dem gestrigen Tage etwas Angst. Ich hielt ihn eigentlich für einen

Auch hier zögerte die junge Schneiderin bei ihrer Wortwahl wieder.

Gardisten, der seinen Beruf ernst nimmt. Ich glaube zwar, dass er das selbst, für sich sehr gut tut, aber nach Außen hin erscheint er mir doch eher wie jemand, mit dem ich nicht länger als nötig alleine sein möchte. Es liegt nicht nur daran, dass er ständig mit wechselnden Frauen immer alleine sein möchte, auch ist er wohl sehr blutrünstig und wirkt recht schnell abwesend, sobald ihm eine Frau keine Aufmerksamkeit mehr schenkt und er umgeben von Männern ist.
Ich bin mir aber auch sicher, dass Fräulein Sturmkind sich bald darum kümmern wird und er sich an ihre Worte anpasst.

Fräulein Sturmkind ist ebenfalls bei der Garde, sie ist eine beeindruckend große Frau. Sie ist eine Anhängerin Tymoras und segnete zwei Steine mit Tymoras Glück. Bis jetzt kenne ich sie leider nicht sehr gut, aber ich bin mir sicher das ändert sich mit der Zeit noch.

Nun  habe ich nicht viel geschrieben, aber meine Pause ist nun um und ich sollte wieder arbeiten.


Das waren die letzten Worte die sie schrieb. Sie schlug das Buch zu und steckte es weg, erhob sich lächelnd und begab sich, spazierend durch den Wald zurück zur Arbeit.
« Letzte Änderung: 20. März 2009, 07:02:28 von Regenbogenfisch » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 05. April 2009, 17:43:33 »

Es war ein neuer Tag, heute würde die Fürstin ihren Dank wegen der Befreiung feiern. Orihime hatte im Tempel alle Schichten der anderen übernommen und konnte nun nicht hin. Sie war einfach zu nett und hatte keinem etwas abschlagen können.
Sie wachte in ihrem Tempelbett auf und rieb sich kurz die Augen. Die anderen waren alle an der Arbeit oder im Aufenthaltsraum. Sie brauchte nicht lange um klar und wach zu werden und nahm sich ihr heiß geliebtes Buch wieder.

Es ist ein wunderschöner Morgen. Ich höre die anderen im Aufenthaltsraum lachen und reden. Sie scheinen auch alle wunderbare Laune zu haben.
Ich hatte einen wundervollen Traum. Ich war in Kara-Tur in dem Wald, in dem meine Mutter früher immer oft mit mir Spazieren ging und mit mir lernte. Es war ein wunderschöner Fleck im Wald. Ein kleiner See, lauwarmes Bergwasser und ein Wasserfall, der mit beruhigendem Plätschern auf das Wasser fiel. In meinem Traum war es Herbst. Ich konnte es daran sehen, das die Blätter des Baumes unter dem ich saß, den Boden rot gefärbt hatten.


Sie lächelte während sie dies schrieb.

Es war ein unglaublicher Ort. Alles um den See war rund herum grün und nur dieser eine, wunderschöne rote Baum leuchtete strahlend heraus.

Sie nahm sich die Farbstifte dazu, setzte sich auf und begann zu zeichnen.



Als sie fertig war, betrachtete sie das Bild zufrieden und lächelte.

Genau so sah es aus, nur in richtig. Auch hier gibt es solche schönen Orte, aber ich selbst finde sie im Wald nicht. Vielleicht sollte ich einmal jemanden Fragen, aber vielleicht darf ich ja gar nicht an diese Orte im Wald, logisch wäre es auf jeden Fall.
In Kara-Tur gab es so viele wunderschöne Orte im Wald, oder an den Teehäusern. Ich vermisse meine Heimat, aber würde ich zurück kehren, würde ich Fürstenborn genau so vermissen.
Vielleicht schaffe ich es ja, ein wenig meiner Kultur zu verbreiten, auch wenn ich nun schon ein paar mal gegen Wände lief. Der Schrei Fräulein Faeryllians, als ich meine Schlangenkunst vor Mairi vorführte, war dies wohl noch das harmloseste, aber als Fina mein Volk als brutal bezeichnete wurde ich doch ein wenig wütend. Es ist kein offener Angriff auf mich gewesen und sie sagte, es wäre keine Beleidigung, aber es hat mich trotzdem verletzt. Fräulein Yasminas Worte waren jedoch die, die mir die meisten Schmerzen bereiteten. Es kam mir vor, als würde sie mir sagen wollen das die Frauen meines Volkes langweilige Mauerblümchen seien und alle Herren, sobald sie aus Kara-Tur gehen würden, sich nur noch andere Frauen suchen weil diese ja viel interessanter wären.
Was soll ich davon denken? Soll ich etwa zu einer Frau werden die mit jedem Herren flirtet? Ihm zu zwinkert? Sich knapp oder aufreizend kleidet und anderen Honig um den Mund schmiert?
So wurde ich nicht erzogen und so möchte ich nicht sein. Ich finde es gut, wie ich erzogen wurde. Streng, höflich und kultiviert. Es ist mir egal, wenn die anderen denken, das Frauen in meinem Land weniger wert wären als die Männer.

Es folgte eine kurze Pause.

Zumindest hoffe ich, dass es mir irgendwann egal wird, mich nicht mehr verletzt und verunsichert.

Danach stand sie auf, legte das Buch unter ihr Kopfkissen und zog sich an. Ging lächelnd zu den anderen Tempelmitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
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« Antworten #6 am: 25. Juli 2011, 13:04:49 »

Wo fange ich nur an..?

Ich habe gerade dieses wunderbare kleine Buch wieder gefunden, ich hatte es auf meiner Reise nicht dabei und hier im Tempel liegen lassen. Ich hoffe, es hat keiner gelesen..
Aber das ist es gar nicht, was mich im Moment beschäftigt. Da hätten wir ganz viele verschiedene, kleinere Dinge die zu einem großen, hässlichem Sorgenklumpen werden.
Fangen wir aber mit den kleinen Dingen an, da wären:
Gestern. Erstmal diese Aktion im Tempel. Ich kam mit Lyllithen hinein und wollte sie eigentlich behandeln, doch dann kam ein Notfall. Eine Frau, bei der man durch Säure sogar die Rippen sah. Höchst interessant und wirklich sehenswert. Das ist nur nicht das Problem gewesen. Kurz nachdem die Dame.. (ich weiß nicht mal mehr wie sie heißt, so angefressen war ich danach) auf der Trage lag, kam Na'riel .. bis dahin alles kein Problem. Jedoch hatte ich das Gefühl dass man mich einfach mal eben zur Seite geschoben hätte und man überhaupt nicht mehr daran dachte, das ich auch schon ewig in diesem Tempel gearbeitet hatte. Das Gefühl wurde nur noch stärker als ich dann durch Alleria ersetzt wurde - so kam es mir vor.
Ich bin kurzerhand aus dem Tempel gegangen, weil ich einfach nur noch frustriert war. Meine Behandlung für diese Dame hätte zwar eine längere Heilung bedarft, aber ich hätte auch nicht irgendeine Magie dazu verwenden müssen, obwohl ich es kann.

Soweit so gut. Meine kleine Frustration zog mich etwas hinauf in Richtung Berge, doch wirklich lange hielt das nicht an und auf meinem Rückweg nach Weilersbach lief ich wieder in Na'riel hinein.
Na'riel hatte vor einen kleinen Rundgang durch den Wald zu machen, ich sah darin meine Chance in sicherer Begleitung zumindest bis zum Sumpf zu kommen und vielleicht etwas zu hoffnungsvoll zu erwarten dort Kjara zu sehen. Dazu aber später mehr, ich möchte ja ersteinmal bei den kleinen Dingen bleiben.

Wir kamen nach Weilersbach zurück und neben der Brücke saß Herr Vico. Herr Vico ist Leiter der nun umbenannten Schwarzwasser in die schartigen Klingen. Meine ersten Eindrücke von ihm waren etwas zweifelhaft und ich muss gestehen, ich habe mir doch Zyrus zurück gewünscht. Zyrus - er ist wohl auch über alle Berge.
Wieder zu Herrn Vico zurück. Ich werde ihn hier nicht mehr "Herrn" Vico nennen, es kommt mir ein wenig seltsam vor.
Meine zweiten Eindrücke von ihm waren, dass er nicht richtig sprechen kann, oder zumindest mit der Aussprache einiger Wörter schludert. Er hat keine Tischmanieren, ist aber der charakteristische Söldner.
Gestern jedoch, muss ich sagen habe ich einige neue Seiten an ihm entdeckt. Nette und sehr liebevolle und gefühlvolle Seiten und das nur durch reine Erzählungen von ihm. Allerdings endete das ganze etwas seltsam und abrupt. Ich dachte, ich hätte wirklich wunderbar mit ihm geredet, jedoch sagte er irgendwann nur "Ihr seid gefährlich" und einen kurzen Augenblick später ging er.
Ich bin verwirrt. Ich muss gestern etwas furchtbares an mir gehabt haben.
Nicht nur Vico floh vor mir, auch dieser kleine rothaarige ... Gnom oder Halbling. Was an mir war nur so schrecklich? Der Gnom hielt sogar einen riesigen Abstand zu mir. Oder Halbling.
Was habe ich also falsch gemacht?

Wir kommen dem größeren ganzen langsam etwas näher.
Von meinem Streit mit Lenarius, seiner Flucht in den Süden und diesem ganzen Drama aus dem Kloster werde ich auch jetzt noch nicht schreiben. Das sitzt mir noch zu schwer im Magen und überschattet meine Laune doch des öfteren noch.
Ich hatte vor einigen Tagen jedoch einen wunderbaren kleinen Lichtblick, bei dem ich wirklich dachte dass ich das ganze vergessen könnte und wieder als freie, fröhliche Orihime weiter machen könnte. Falsch!
Ich verbrachte zwei wunderschöne Tage mit einem Herrn namens Yassir. Ich hatte wirklich das Gefühl, auf Händen getragen zu werden ohne wirklich etwas getan zu haben. Ich war sehr geschmeichelt. Wir wissen aber alle, dass uns das Schicksal manchmal genau in solchen Momenten zurück auf den Boden der Tatsachen holt und uns mit einem Stock niederschlägt.
Lenarius ist aufgetaucht.
Yasmina, Yassir und ein Herr ... der mit S anfing, ich müsste sein Gesicht sehen um seinen Namen zu schreiben. Es war eine schöne, kleine Runde und dann das. Seine ersten Worte an mich waren ein herzloses "Wie geht es dir?"
Ich bin wahrhaftig explodiert. Es gab einen riesen Streit und nur Dank Yasmina haben wir uns darauf geeinigt, das wir es nocheinmal "versuchen" werden.
Aber was soll das bitte heißen? 'Versuchen' - will ich es denn? Sollte ich es überhaupt müssen? Sollte ich nicht lieber einen anderen Weg einschlagen?
Ich möchte nicht, das dies falsch verstanden wird, Lenarius ist der Typ Mann den Frauen einmal heiraten wollen. Gutherzig, treu, ein festes einkommen und man kann sicher gehen, dass er in jeder Notlage seine Familie retten würde- auch wenn es vielleicht nicht ganz seinem Kodex entspräche.. oder doch nicht? Nicht mal das kann ich bei ihm noch einschätzen.
Ich weiß nur nicht, ob ich jetzt schon mit dem Mann zusammen sein sollte, den ich einmal heiraten könnte.. oder ob ich nicht besser erst Erfahrungen sammele?
Dabei rede ich nicht nur von Geschlechtsverkehr, sondern von einer richtigen Beziehung. Wenn ich hier doch schon die Möglichkeit dazu habe.

Was soll ich tun? Bin ich noch die Frau die mit den wilden Männern flirtet? Oder werde ich zu der, die mit dem Netten nach Hause geht?


Nicht doch.. ich habe wieder diese Kopfschmerzen. Ich muss aufhören zu schreiben und das Licht dimmen.. ich brauche Dunkelheit.
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« Antworten #7 am: 29. Juli 2011, 13:59:20 »

Orihime saß in der Abenddämmerung auf der Band, an der Brücke in Weilersbach und öffnete das Büchlein. Wieder begann sie in ihrer Heimatschrift zu schreiben.

Es sind einige Tage vergangen und es scheint nichts besser zu werden.
Was die Malariten betrifft bin ich noch kein Stück schlauer. Es ist .. frustrierend.

Zu Herrn Vico? Ich weiß es nicht, ich habe ihn noch nicht wieder gesehen, dafür aber Lyllithen.
Sie hatte vor einigen Tagen eine Begegnung mit einem Wesen, welches sich Skugga nennt. Eine Schattenkreatur, zumindest gebraucht sie Schatten.
Es hat Lyllithen mit Säure im Gesicht erwischt und die Arme ist nun leicht entstellt. Ich habe in den letzten Tagen über vielen Büchern gesessen und nach möglichen Behandlungsmethoden gesucht, die ihr Augenlicht schneller wieder herstellen werden und ihr Gesicht heilen lassen.
Sie war so hübsch, ich kann sie nicht mit so einem furchtbaren Gesicht herum laufen lassen.

Auch ich bin dem Skugga inzwischen begegnet, doch entgegen so vielen anderen konnte ich ihm unversehrt entkommen. Licht, ein herbei gezauberter Eber und leichte Panik scheinen doch eine eigentlich ganz gute Mischung zu sein. Das ich daraufhin, in der Höhle am Plateausee beinahe an einem meiner Atemnotanfälle mein Leben gelassen hätte, muss jedoch nicht näher erwähnt werden.
Lyllithen liegt in der Höhle dort.
Nachdem sie aus dem Tempel gegen die Empfehlung Na'riels verschwand, wusste ich dass ich sie an der Maar finden würde. Das war einen Tag nachdem sie von jenem Skugga angegriffen wurde. Es gab erst eine Diskussion darüber, ob es nicht besser wäre sie in den Tempel und in die Stadt in Sicherheit zu bringen.. es wurde aber dagegen entschieden und so brachten eine scheue Elfe und ich sie nur zur Höhle am See.
Der Grund war Lyllithens Freund. Jener, dessen Abstammung hier kaum, bis nirgends geduldet wird. Er hat ihr das Leben gerettet, zwei mal. Er ist gut zu ihr und beide haben eine Bindung zueinander, die ich nicht verstehen werde.
Auch er war verletzt und auch, wenn es nicht ganz dem entspricht was mir der ein oder andere im Tempel raten würde, habe ich ihn versorgt. Natürlich auch Lyllithen zu Liebe.
Es ist in Ordnung - niemand wird davon jemals erfahren außer uns dreien.

Ich habe mit Lyllithen ein wirklich tolles Gespräch geführt, nachdem ihr Freund los zog um noch einige Sachen zu besorgen.
Es ging erst nur um kleinere unbedeutende Sachen, aber mit der Zeit wurden sie und ich offener und sprachen vertrauenswürdig miteinander.
Sie erzählte mir von ihrer Situation, welche ihren dunklen Freund und Vico betrifft, diesen Herzschmerz den sie empfindet und das sie darunter zu leiden hat.
Es tut mir sehr leid, dass es ihr so geht... jedoch würde ich an ihrer Stelle wohl ihren Nachtbegleiter wählen. Er gibt ihr das Gefühl geliebt zu werden, er tut alles für sie und würde vermutlich Berge versetzen einfach nur damit es ihr besser geht.
Vico hingegen scheint ihr keinesfalls gut zu tun. Ich frage mich, ob der Schmerz den sie empfindet nur daher rührt, das sie sich inzwischen "gleichgültig" behandelt vorkommt, oder ob sie immer noch etwas für ihn empfindet.
Wer kennt das nicht?
Man beginnt jemanden zu mögen und glaubt, dass es der andere auch tut. Dinge entwickeln sich weiter und man hatte sich schon wirklich schöne Dinge ausgemalt.. aber dann.. dann werden die Vorstellungen und die Träume und Wünsche von der Realität gepackt und kaputt geschlagen und alles was zurück bleibt ist ein gesplittertes Herz und die Hoffnung, dass sich jene Träume vielleicht doch noch irgendwann erfüllen.

Meine Lage was Lenarius betrifft ist unverändert. Ich weiß noch immer nicht was ich wirklich will.
Momentan ist es einfach nur anstrengend und ich will gar nicht darüber nachdenken, dass ich mich in einer Gefühlslage befinde in der ich mich zu Lenarius genauem Gegenteil-Charakter hingezogen fühle. Würde man mich jetzt fragen, ob ich eher Lenarius oder Zyrus wählen würde, würde ich wohl .... das muss ich nicht wirklich ausschreiben.

Ich habe weiterhin Kopfschmerzen, der Grund lässt sich aber noch immer einsperren.
Ich hoffe, Lyllithen sieht bald wieder damit unsere Reise ins Schattenreich beginnen kann.
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« Antworten #8 am: 30. Juli 2011, 11:08:27 »

Sie hatte sich auf dem Baumstamm in Weilersbach niedergelassen und seuftze nur schwer.


Ich bin so doof, so unendlich doof! Ich hab doch wirklich nicht alle Tassen im Schrank! Ich bin viel zu impulsiv und einfach nur total vertrottelt! Am besten ich gehe zur Garde und lasse mich gleich selbst einkerkern.

Warum dieser Ausbruch? Warum?!
Gestern war eine einzige Katastrophe!
Nachdem ich die Nächte kaum geschlafen habe, weil ich entweder darüber nachdachte wie ich Lyllithen helfen konnte oder bei ihr war, wünschte ich mir einen ruhigen Abend am Humpen.
Anfangs sah es so aus, als würde ich diesen ruhigen Abend sogar bekommen. Clara, Vico, Herr von Hirschental und ein Herr, bei dem ich mich nicht einmal vorgestellt habe und auch seinen Namen nicht weiß.
Orihime, arbeite an dir!
Clara fragte nach meiner Müdigkeit und ich erzählte durch die Blume und nicht direkt von Lyllithen.
Ich habe wirklich nur von einem Mann erzählt. Einem Mann der einen Unfall mit Säure hatte und wegen seiner Frau, die Angst vor der Stadt habe, nicht in den Tempel kommen dürfte. Woher sollte ich denn ahnen das Vico bereits bei Lyllithen gewesen war?
Wirklich! Ich ging davon aus, dass ihr Freund viel zu oft bei ihr wäre und das sie gerade aus diesem Grund nicht wollte, das IRGENDJEMAND davon weiß.
Wieso dann Vico?!
Ich und er führten ein kurzes Gespräch über Salben, bei dem ich im Nachhinein erst verstanden habe dass er mich unter vier Augen sprechen wollte.

Achtung! Die Katastrophe beginnt.
Ich versuchte zu lügen und stammelte mir eine Lüge zusammen, das da niemand wäre, das es nur erfunden war um der Geschichte einen schönen Sinn zu geben. Vico ist allerdings kein Idiot. Aus meinem „Er hat Angst vor der Stadt“ und meiner wirklich minder guten Lügerei, wusste er schnell um was für eine Kreatur es sich bei Lyllithens Freund handelt.
Ich wünschte, ich hätte im Hintergrund immer jemanden stehen der anfängt mich auf zu halten, bevor ich Fehler begehe.
Ich versuchte mein Bestes ihn zu beruhigen und nicht zu Lyllithen zu gehen und ihr direkt zu sagen, was er von diese Sache hielt.. oder hält.
Ich wollte nur das er einfach Schweigen bewahrt und wenn man es genau betrachtet, so auch gleich das er lügt. Ich bin wirklich furchtbar.
Wir standen noch eine Weile da und redeten über diese ganze Sache, bis ich ihm sagte dass ich Lyllithen heute noch aus dem Wald holen wollte, weil es einfach nicht mehr ginge.
Erst sah es so aus, als würde Vico einfach gehen und seinem Zorn an ein paar anderen Gegenständen oder Wesen freien Lauf lassen, aber er wollte wirklich mitkommen. Er sprach zwar davon, dass er mich nicht alleine durch den Wald hopsen lassen könne, aber ich denke es war nur wegen Lyllithen und er brauchte einen Grund um es sich nicht ein zu gestehen.
Der Weg dahin war nett. Ich war nervös, fühlte mich aber durch Vico auch in Sicherheit. Was dann an der Höhle geschah.. ich versteh es einfach nicht.

Lyllithen saß auf einem der Baumstämme, Yasmina war dabei sie zu umarmen und am Höhleneingang stand wer? Richtig. Lyllithens Freund.. verwandelt. Seine Züge waren minimal anders, seine Haut und sein Haar hatten andere Farben, aber diese wunderschöne Augenfarbe. Ich werde sie immer wieder erkennen.
Ich konnte meine Anspannung nicht zurück halten, mir wurde richtig, richtig schlecht. Ich konnte keinen mehr von den Anwesenden ansehen und stand kurz davor meinen Mageninhalt auf dem Boden zu verteilen.
Als er und Lyllithen dann auch noch sagten „WIR wissen ja nichts davon, das Lylli heute zur Stadt soll“, dachte ich kurz daran mich einfach im Meer zu ertränken. Von diesen Sätzen kamen noch mehr und ich war heilfroh, als Vico bis dahin noch nichts getan hatte. Als beide jedoch noch zusammen in der Höhle verschwanden, konnte er wohl an meiner Reaktion sehen WER Lyllis Freund wirklich war.
Ich wollte ihn aufhalten, es ging nicht, ich lief in die Höhle.. fasste mir Lyllis Freund und .. machte ihn unsichtbar. Ein Fehler? Vermutlich!
Er konnte entkommen.
Yasmina und Vico voller Wut, Lyllithen ebenso nur aus anderen Gründen und ich? Nur verzweifelt.
Yasmina verschwand aus der Höhle und ich folgte ihr, ließ Vico und Lylli alleine.
Als Lylli sich wohl mit einem Teleportationszauber weg gebracht hatte, kam auch Vico wieder heraus und ich durfte mir anhören, was ich falsch gemacht hatte.
Ich seh es auch alles ein. Yasmina und Vico hatten recht, denn noch würde ich Lyllithen auch jetzt nicht verraten, sollte sie jenen einen Dunkelelf wieder und wieder sehen.
Ich werde mich bei Yasmi und Vico entschuldigen müssen. Noch heute am besten.
Lyllithen kam schließlich am Ende wieder zu uns zurück und jetzt liegt sie hoffentlich in der Halle und bleibt erst einmal da.

Es gab da aber noch etwas.
Etwas, im Gespräch von mir und Vico, als wir über Lyllithen sprachen.
Ich will es gar nicht weiter vertiefen und es mehr als unausgesprochene Erinnerung hier hinterlassen. Es ging um eine Frage die ich ihm gestellt hatte, auf die er mir eine Gegenfrage stellte und ich bei der Antwort, als mir selbst klar wurde wieso die Frage überhaupt mit aufkam, mir am liebsten ein dicker, dicker Hammer auf den Kopf gefallen wäre.

Orihime – Pass auf was du tust.

Ich nehme jetzt etwas gegen meine Kopfschmerzen.
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« Antworten #9 am: 01. August 2011, 00:58:37 »

Sie hatte sich im Tempel im Bad in der Wanne breit gemacht und schrieb in das kleine Buch hinein.



Ich bin so unglaublich müde... ich kann einfach langsam nicht mehr gerade schreiben.
Lyllithen wird mich hassen, wenn sie es jetzt eh nicht schon tut. Nicht nur das mit der Spritze, nein - ich habe sie auch als Patientin abgegeben. Ich kann einfach unmöglich gerade mit ihr arbeiten.
Es ist nicht nur das permanent schlechte Gewissen, nein - ihr Schatten zerrt an mir. Ich spüre wie er um sie herum schwirrt und merke, wie es auch das Dunkle in mir hervor holt.
Ich bin mit meiner Kraft und Weisheit am Ende. Wenn sie erfährt, was gerade eben passiert ist.. dann ist es aus mit mir.
Ob ihr Drow-Freund mich wohl wirklich umbringen will? Wenn er davon hört, vielleicht weniger?

Del'aila - auch mit ihr sollte ich eigentlich reden. Gerade sie sollte wissen, was dort in mir vorgeht.
Aber was würde sie tun? Mir wahrscheinlich helfen, aber vielleicht auch nicht mehr im Tempel arbeiten lassen.
Noch habe ich aber alles unter Kontrolle.

Es wird dringend Zeit Lenarius zu sehen, ich muss einfach irgendwas wissen. Nur einen Anhaltspunkt will ich haben. Ich will irgendwas von ihm, dass mir zeigt wie die Zukunft aussieht, wenn es eine gibt. Ich will Klarheit! Ich will, dass er auftaucht und alles herum reißt und alles wieder so hinstellt, das es ist wie früher! Dann gibt es keine schlechten Gewissen gegenüber Lyllithen, Vico oder am meisten - gegenüber ihm selbst. Dann wären all diese Zwischenmenschlichen Sachen gar nicht von Nöten.

Wo steckst du nur?
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« Antworten #10 am: 04. August 2011, 12:35:01 »

Sie saß in der Schneiderei, sticke gerade eine kleine Blume zu Ende in ein Oberteil und legte es kurz darauf weg. Ein durchatmen, ein Schluck aus der Teetasse, ein Blick ob Clara und Amanda in nötiger Entfernung waren und sie begann erneut in jenes kleine Buch zu schreiben.


Es ist aus mit Lenarius.
Ich gestehe - ich bin traurig und ich fühle mich nicht unbedingt gut, dass ich ihn verlassen habe. Er war und ist immerhin der, der am meisten von mir weiß.. denke ich. Ich mache mir Sorgen um ihn, frage mich wie es ihm geht und wo er wohl steckt.
Ist das normal? Ja, ich denke schon. Er hat mich schließlich die ganze Zeit begleitet und auch wenn meine Gefühle zurück gegangen sind, heißt es nicht das er mir nicht auf andere Art und Weise noch viel bedeutet.
Für mich klingt das sehr plausibel.
Ich habe Leon gebeten, einmal mit ihm zu reden wenn er ihn sieht.... warum nur Leon? Sollte ich nicht eher Herrn von Hohenfels fragen? Das ist eine gute Idee, ich werde ihn fragen ob er dies nicht auch tun kann.

Desweiteren hatte ich allerdings ein... nein, ich werde das hier nicht vollends aufschreiben, da wird man ja rot bei.
Jedoch .. man darf die Welt nicht zu ernst sehen! Nicht was Beziehungen angeht.. oder ähnliches.
Ich freue mich!
Vielleicht sollte ich einmal mit Hilda darüber reden, ich denke ich habe in ihr eine gute Zuhörerin bei diesem Thema gefunden und sie steckte einst in einer ähnlichen Lage. Ich hoffe, sie wird mir mit Verständnis begegnen.

Was ist mit meinen Kopfschmerzen?
Ich habe angefangen etwas dagegen zu nehmen. Jeden Tag. Es ist nichts gefährliches und ich werde nicht abhängig.. aber ich habe auch nicht das Gefühl, dass mir immer bei jedem Geräusch der Schädel zerbricht. Ich verliere im Moment leichter meine Kontrolle, ich spüre wie es stärker und stärker in mir heran wächst und mich langsam verschlingt.
Es ist mir jedoch noch zu früh, um mir dafür Hilfe zu holen. Richtige Hilfe meine ich. Nicht die, die ich von außen durch das alleinige Ablenken bekomme.
Mein schlechtes Gewissen über Lillythen wäscht stetig an. Nicht nur die Sachen mit Vico, auch dass ich sie nicht mal mehr richtig ansehen kann ohne das der Schatten in mir schlagartig seine Macht auf mich konzentriert und die Überhand will.. nur um ihr zu schaden. ich weiß nicht, ob es helfen würde ihr die ganze Wahrheit zu erzählen, über alles meine ich. Ich denke eher, sie würde sauer werden und die Sache würde sich nur noch mehr verschlimmern.
Ich muss ihr beizeiten nur einfach die volle Wahrheit erzählen, nicht nur die über den Schatten. Vielleicht kann ich dann doch noch etwas retten.

Es wird Zeit zu handeln..
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« Antworten #11 am: 05. August 2011, 12:54:44 »

Sie lief aus dem Hafen hinaus, in aller frühe und kam zu spät in die Schneiderei.
Orihime entschuldigte sich zu tiefst bei Amanda und auch Clara und zog sich schnell nach hinten zurück um zu arbeiten.
Die Stunden vergingen und nachdem auch dieser Tag vergangen war, lief sie aus der Stadt hinaus und setzte sich auf den Baumstamm in Weilersbach.

Ich kriege kaum Luft.
Ich kann nicht erklären, was genau da gestern passiert ist. Ich dachte wirklich ich hätte es endlich unter Kontrolle.. wer hätte denn ahnen können, das er gerade _DAS_ zu Lyllithen sagt? Gerade ihr?! Wieso?!
Ich hab die Kälte die von ihr ausging gespürt... diese unglaubliche Kälte. Mir blieb doch nichts anderes übrig als sofort weg zu rennen.. ihre Stimme in meinem Kopf,  was hat sie gemeint? Was werde ich verlieren? Will sie mir wieder wegnehmen, was ich bis jetzt gar nicht richtig hatte?

Ich bin so eine Idiotin. Er hatte es doch gesagt - er hatte gesagt, dass es nur schief gehen kann und es Besitz von mir ergreift. Wieso nur kann ich nicht einfach auf ihn hören? Er bot mir die Hilfe doch an! Aber alles was ich tue, ist zu ihm zu rennen und .... ich muss dringend etwas unternehmen, bevor es zu spät ist.
Ich muss zu ihm.. mich an seine Schultern heften und zumindest hoffen, dass er nicht zurück zieht.
Ansonsten.. bleibt mir nur die 'weiße' Wahl.. und er wird mir noch den Kopf dafür umdrehen, das ich überhaupt so lange gewartet hab. Doch vielleicht ist genau das der richtige Weg.

Nein.. es fängt wieder an... ich ka


Sie schmiss das Buch in ihre Tasche zurück.. bevor sich die Sicht verdunkelte und ein schwarzer Nebel sich um sie legte.
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« Antworten #12 am: 09. August 2011, 23:14:55 »

Ein durchatmen. Ein Blick über die den See im Umland und sie setzte den Kohlestift wieder an, um einige Zeilen in Shou zu verfassen.

Es läuft eigentlich gut. Es geht mir auch gerade eigentlich gut. Wirklich. Es geht mir gut.
Aber ich fange zuerst mit dem schlechten an.

Ich habe vor einigen Tagen meiner Seele freien Lauf gelassen und Yasmi alles erzählt. Ich meine wirklich alles. Von der Trennung mit Lenarius, den Sachen mit Vico, dem Schatten, der Sache mit Lyllithen und warum ich deswegen gerade so ungerne im Tempel bin.
Als es alles raus war, ging es mir doch wirklich besser. Wenn da nicht nur Lenarius genau in dem Moment vorbei gekommen wäre, als Yasmi die Präsenz in mir fühlen wollte. Es ist zum Mäusemelken. Nachdem ich erschrocken von ihr weg rücken musste, weil ich deutlich gemerkt habe wie der Schatten in mir wuchs und auch sie erschrocken los ließ, blieb mir also gar keine andere Wahl als Lenarius auch alles zu erzählen. Er machte sich große Sorgen und es wäre alles in Ordnung geblieben, wenn nicht auch noch Vico dazu gekommen wäre.
Ausgerechnet er. Yasmi wusste von Vico, ich wusste von Vico, Lenarius kannte ihn nur unter dem Grund "Fass zum überlaufen gebracht hat" und Vico wusste wer Lenarius war.
Das zweite mal in den letzten Wochen, das ich vor Nervosität fast hätte brechen können.
Es lief alles eigentlich ganz gut, bis zu dem Zeitpunkt als Vico, dieser blöde, idiotische, Volltrottel, Hornochse... zumindest in jenem Moment ... sich vorgestellt hat. Lenarius Reaktion war allerdings auch dürftig.
Ich meine, ich hatte mit allem gerechnet - oder zumindest einem bösen Blick, den er mir oder ihm zuwirft.
Aber was war? Nichts. Er hat ihm die Hand gegeben, sich vorgestellt und das war es.
Ich weiß nicht warum, aber ich war enttäuscht.

Man sollte ja meinen, das dieser Tag da ein Ende genommen hätte - aber nein. Lenarius musste gehen. Nein, er wurde gefragt ob er mitkommen könnte und er ging. Er ging und ließ mich stehen.
Woher sollte ich wissen, dass mich das so wütend macht? Ich verzog mich in den Wald und ab da weiß ich nicht mehr, was genau passiert ist. Ich bin einfach irgendwann hinter der Brücke zu Weilersbach aufgewacht. Nvidana, Vico.. und viele mehr rund herum.
Einige Momente brauchte ich doch um mich wieder zu orientieren und zu verstehen, was da gerade passiert war. Der Schatten in mir hatte wohl kurzzeitig etwas die Überhand übernommen, Vico angegriffen und ein wenig Unruhe verbreitet. Was für ein Dilemma.
Lyllithen kam auch dazu, mit ihr nahm es jedoch ein.. gutes Ende. Sie gab mir ihren "Segen" ich war so gerührt und meine Güte, mein schlechtes Gewissen wächst und wächst nur weiter.
Kurz darauf habe ich die junge stumme Elfe und Vico einen Augenblick lang belauscht - ich entschuldige mich dafür, das macht man nicht, aber es kam nichts dabei heraus, was ich nicht schon wusste. Was ist nur los mit mir? Ich muss mich wirklich mehr zusammen reißen. Neugierde ist nicht gut.

In den Tagen darauf hatte ich dann ein verfluchtes Erlebnis mit Untoten, einem brennendem Wagen, einer toten Frau deren Eingeweide mehr außerhalb ihres Körpers lagen als innerhalb, einer Leiche die einen Kinderarm fraß und einem Untoten Pferd, das dabei war einen noch lebendigen und schreiendem Mann seine Beine weg zu essen.
Mir wird noch immer schlecht bei dem Gedanken daran. Es sah absolut nicht gut aus für mich, doch kam mir Lyllithen zu Hilfe und ein, wie sich vor kurzem heraus stellte, Drow und ein weiterer Mann.
Im Grunde will ich nicht mehr über die Sache schreiben müssen, es liegt mir noch zu schwer im Magen und auch wenn meine Nerven relativ abgehärtet sind, so langsam geht mir die Puste aus.

Was dazu kommt ist, das Herr von Hohenfels erst als tot galt, dann Lylli in den Bergen verschwand mit Herrn . . .ich weiß nicht wie er heißt und später erzählte, das er doch noch lebt. Wo er ist und was er macht steht aber wohl in den Sternen. Nur dieser Lich soll große Angst vor ihm haben. Wieso kommt er dann nicht einfach zurück, tötet den Lich und löst zumindest dieses Problem? Was stimmt denn da nicht?

Jetzt etwas positives. Ich war mit Vico unterwegs. Ja, auch das macht sehr viel Spaß, aber das ist nicht alles. Wir erkundeten eine Höhle in der er jede Echse einfach niedermetzelte. Eine Öffnung in der Höhle führte uns ins Unterreich und selbst da sagte er nicht nein und ging einfach mit mir weiter.
Wir kamen zu ein paar Ruinen, an denen wohl ein paar Grottenschrate lebten, oder einen Stützpunkt hatten. Zumindest überlebten auch jene nicht lange und unser kleiner, unterirdischer Ausflug lief noch ganz entspannt weiter. Da unten ist man leider nur nie alleine und so bekamen wir bald Besuch von einem Drow.
Wäre wohl irgendjemand überrascht, wenn ich ihm sagen würde das es darauf hinaus lief das Vico und der Drow kämpften? Wohl nicht. Seine Reitechse legte sich mit meinem Eber an und als ich eigentlich gerade Vico gegen den Drow helfen wollte, kam irgendeine Frau dazu die ich dann - es tut mir leid, auch das sollte ich nicht tun - mit magischen Geschossen angriff. 
Es gab ein wildes hin und her, kurz darauf umschloss uns Dunkelheit und unsere Zauber erloschen alle. Der Drow nannte diesen Kopf, mit den vielen Augen "Betrachter".
Würde es hier jemanden überraschen, wenn ich sagen würde das Vico ihn angriff? Nein - wohl auch nicht.
Es ging jedoch gut aus und keiner starb dabei. Der Drow und die Frau flohen nur zwischendurch. Diese Angsthasen!
Ich gestehe hier jedoch, das ich wirklich viel Spaß hatte bei diesem Abenteuer.

Ich führe auch im Moment ein ziemlich unbeschwertes 'Liebesleben' das kein richtiges 'Liebesleben' ist. Es ist so wunderbar locker und so frei und es gibt keine Verpflichtungen und keinen Schmerz und ich fühle mich so gut dabei. Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann verletzt werde, aber dann beende ich es eben und lebe weiter. Aber solange es mir doch im Moment so gut tut, will ich es auch genießen. Ich kann mit ihm ganz freundschaftlichen Spaß haben und mit ihm reden, aber auch.. es ist einfach so entspannend. Ich hoffe einfach, dass es noch eine längere Zeit so bleibt und ich in naher Zukunft dabei nicht verletzt werde. 
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« Antworten #13 am: 24. August 2011, 11:14:33 »

Sie verkroch sich wirklich sehr, sehr gerne im Tempel. So auch heute.
Orihime hatte sich in die Bibliothek des Tempels gesetzt, möglichst in die hinterste Ecke und schrieb frustriert in ihr Buch.

Es ist mal wieder an der Zeit.
Gut, ich gestehe.. einige meiner Probleme scheinen sich langsam zu lösen. Zumindest sah es danach aus, nachdem Herr von Hohenfels mich gestern auf dem Marktplatz ansprach.
Er weiß um was es geht, er kennt die Lösung. Für mich bedeutet das also, dass ich bald wieder nur ich bin und niemand anderes.
Ein richtig guter Grund zur Freude.

Ich hab kurz gelesen, was mein letzter Eintrag war und bin ein wenig hin und her gerissen. Von Lenarius habe ich schon wieder längere Zeit nichts mehr gehört. Ich denke also, der Entschluss es mit ihm zu beenden war gut. Es ist.. irgendwie eine Enttäuschung, das er nicht mehr aufgetaucht ist. Ich hatte mir anderes gewünscht, oder erwartet.
Was diese ganzen anderen unbeschwerten Liebesleben Dinge angeht, darüber kann ich im Moment doch nur noch müde lächeln.
Dieser wirklich dämliche Idiot hat es gestern Abend einfach geschafft, alles was wir wirklich schön, locker, leicht, unbeschwert und toll hatten, zu zerstören.
Wieso muss dieser verblödete Riese auch nur so eine dumme Frage stellen?! Konnte er sich die Antwort nicht stillschweigend denken und einfach so weiter machen wie bisher?!
Was wäre passiert, wenn ich einfach nur "Nein" gesagt hätte? Wäre er enttäuscht gewesen? Verletzt? Wütend? Wäre es ihm egal gewesen?
Von ihm und mir, habe ich nicht gesagt dass ich ihm beim Atmen zusehe!
So zwischenmenschlich inkompetent kann doch selbst er nicht sein, dass er dann nicht merkt, was bei ihm los ist!
Er hat es alles kaputt gemacht und jetzt bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, als einfach genau so weiterhin auf ihn zu reagieren, wie sonst auch.. oder doch nicht? Ich hab absolut keine Ahnung. Am besten ich denke einfach nicht darüber nach und lasse es einfach auf mich zukommen.
Wer weiß, vielleicht legt es sich ja von selbst.

Ein nächste Abschnitt - Airaksela hat gesagt, Kjara ist wieder da.
Ich weiß im Moment nur nicht, wen von den beiden ich als schlimmer empfinde. Kjara ist für mich der Inbegriff des schmerzhaften Wahnsinns, Airaksela wirkt jedoch eher wie der Inbegriff, des etwas organisierterem, immer noch schmerzhaftem aber nicht ganz so riesigem Wahnsinns.
Wer muss mir also mehr Angst machen? Die Frau die wirklich nur nach ihren Instinkten handelt und damit unberechenbar ist, oder die, die es anscheinend schafft noch halbwegs organisiert zu handeln?

Eines steht fest, nach der ganzen Malar Geschichte und nachdem mich gestern noch ein offensichtlich magischer Fuchs in die Hand gebissen hat, will ich nichts mehr, nie wieder mit irgendeinem hundeartigem Tier zu tun haben. Nicht in dieser Welt. Alles was hier die Gestalt von einem Vierbeiner mit Hundeähnlichkeit hat, hat grundsätzlich etwas gegen mich.
Orihime - alles was mit Hunden zu tun hat, ist für dich gestorben.

Zu diesen ganzen negativen Sachen, habe ich aber gestern zwei doch sehr interessante Persönlichkeiten kennen gelernt.
Da wäre einmal der hübsche Elf Kan'ethil und die nicht minder hübsche Dame, wenn auch sehr auf Elfen fixierte Dame Marie.. Ro.. wie schreibt sich bloß ihr Nachname?
Der Herr Elf ist ein sehr netter und charmanter Herr seiner Rasse, aber eigentlich erwartet man auch nichts anderes von seinem Volk.
Sie hingegen wäre glaube ich eine sehr kompetente Heilerin. Ich hoffe, sie wird Del'aila einmal antreffen.. vielleicht gibt es dann wieder mehr Personal im Tempel.

So viel dazu, ich hoffe ich treffe die beiden schnell wieder. Diese angenehme Gesellschaft hat man in letzter Zeit nicht sehr oft.
« Letzte Änderung: 24. August 2011, 11:20:35 von Regenbogenfisch » Gespeichert

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« Antworten #14 am: 01. September 2011, 21:01:55 »

Wieder und wieder ging sie heute durch den Tempelflur. Es war immer der selbe Anblick... warum renovierte hier eigentlich niemand?
Zwei Schritte vorwärts, drei Schritte rückwärts.
Sie trat in das Badezimmer ein und stieg in das.. natürlich immer frische und heiße... Wannenwasser.
Einen kalten Waschlappen auf der Stirn, das Buch und die Zauberfeder in den Händen.

Das Wasser ist wirklich sehr heiß.. ich fürchte, gleich gibt es Hühnerfleisch ala Orihime.
Was soll ich zu den letzten Tagen sagen?
Es war.. anstrengend, aber auch erfolgreich.
Ich fange mit den negative Dingen an. Wobei.. vielleicht ist es gar nicht negativ? Vielleicht habe ich auch nur das gebraucht, weil ich es selbst sonst nicht erkenne? Vielleicht waren ihre Worte genau die, die mir endlich einmal vor Augen geführt haben, dass ich wieder an den "Falschen" geraten bin? Wieder nur Mist gemacht habe? Es wieder an der Zeit ist, endlich einmal einen klaren Schlussstrich zu ziehen und mich nicht ausnutzen zu lassen? Nicht wie "jede andere" behandelt zu werden... denn das bin ich verdammt noch mal nicht!
Ich bin und werde niemals auch nur im Ansatz mit einer der Frauen vergleichbar sein, mit denen er jemals etwas hatte, haben wird, oder sich vielleicht wünscht zu haben! NIEMALS!
Bei den Göttern.. ich bin so verletzt, jetzt wo mir jemand vor Augen geführt hat, was für ein... ja - doch, was für ein Arsch er ist! Ich bin wirklich so sehr verletzt! Ich kann es nicht mal in anständige Worte fassen! Doch anstatt zu jemandem zu gehen und mich einfach mal aus zu heulen, werde ich nur wütender und wütender, weil ich mir so ausgenutzt vorkomme!


Sie hielt inne und atmete einige Male sich schwer zusammen reißend durch.

Aber warum sollte ich mich deswegen aufhalten lassen..? Nein. Es gibt mir eher neuen Aufschwung.
Aufschwung für neue Taten, neue Arbeit, neue Experimente und mehr Motivation mich wieder vollkommen in meine Arbeit zu stürzen.
Es ist wahr - ich bin ohne ihn besser dran. Es wird Zeit, das mal jemand sich für mich interessiert und nicht umgekehrt.


Denn noch.. Alleria und ich haben diese Woche etwas neues ausprobiert. Eine neue Methode gegen Gedächtnisverlust. Wir sind _SO GUT_ ! Eigenlob stinkt, aber ich lobe ja nicht nur mich selbst. Die ersten positiven Ergebnisse sind da, hoffen wir auf mehr.
Oh ihr Götter, gebt mir mehr Arbeit.. gebt mir mehr unerforschte Krankheiten.. gebt mir mich zurück!
Gespeichert

*Orihime Manami Hanako* - *schwärmende Träumerin, Schneiderin der Flinkschere, freiwillige Heilerin im Tempel Fürstenborns*

+Elael'ryl Seraphine+ - +gelassene, Drogensüchtige Schwertschwingerin+

In brightest day, in blackest night...No evil shall escape my sight...Let those who worship evil's might...Beware my power... Green Lantern's light! *ohrwurm hat*
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