Das Weltentor
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Autor Thema: [Kelrath/Schattenauge] Schatten  (Gelesen 1540 mal)
Algarond
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« am: 23. Dezember 2010, 16:33:42 »

Die Sache war völlig schief gegangen. Eine einfache Reise sollte es sein, rein in den Schatten und wenige Meilen später wieder raus. So war es zumindest angedacht, die Wirklichkeit sah allerdings anders aus. Leise wie die Nacht und verstohlen wie die Dunkelheit schlängelte er sich wie immer gleich dem Wind, der sich zwischen den Bäumen seinen Weg sucht, durch das Zwielicht der Schatten, dem düsteren Abbild der wirklichen Welt. Anfangs lief alles gewohnt gut. Er hatte etwa ein Viertel des Weges zurück gelegt, als er aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahrnahm. Zu spät allerdings, nahezu zeitgleich traf ihn etwas hart an der Schulter und riss ihn herum, so dass er einen der Angreifer erblicken konnte. Wegelagerer! Welcher Narr ist dumm genug, einen Diener Shars in den Schatten anzugreifen? fragte er sich stumm, während er stumm einige einfache Gesten vollführte um sich selbst um fünf Schritt zu versetzen. Noch während der üblichen Benommenheit, die eine Versetzung zur Folge hatte, brachte er all seine Konzentration auf und zwang seine Hände zu komplizierten Gesten und seinen Mund zu komplexen, geflüsterten Versen in einer seltenen, geheimen Sprache. Fertig mit dem Zauber, deutete er mit dem Zeigefinger auf den ersten Angreifer und formte in Gedanken Stirb!, woraufhin dieser ohne den geringsten Laut tot umfiel. Unmittelbar darauf traf ihn schon das nächste Geschoss, diesmal ein Bolzen. Dieser durchbohrte seinen rechten Oberschenkel und die Wucht warf Kelrath nach hinten um. Der Wunde brannte schlagartig wie Kossuth's verfluchtes Feuer und der Schmerz frass sich wie Säure in sein Hirn. Konzentriere dich, Narr, oder es ist dein Ende! Er schaffte es gerade rechtzeitig den Schild aus Schatten um sich zu erreichten, um die Keule abzufangen, die für seinen Kopf bestimmt war. Und so konnte er das erste mal seinen Angreifer erkennen. Die in Lumpen gehüllte Gestalt vor ihm war ein Schattenmensch. Er benötigte nur einen Bruchteil einer Sekunde um den richtigen Zauber zu wählen und zu beginnen. Kurz darauf erstarrte der Angreifer, was dem 'Opfer' die Gelegenheit gab ihn mittels eines weiteres Zauber buchstäblich in Stück zu reissen. Narren! dachte er bei sich und sammelte seine Wut um den Bolzen ganz durch den Oberschenkel zu stossen, damit der Wunde Heilung zuteil werden konnte und rappelte sich auf, das verletzte Bein schonend. Shar Majestät, ich danke... und der Gedanke war noch in der Entstehung als er etwas spürte...etwas....Dunkles und Grausames...etwas das die Bezeichnung 'böse' tatsächlich verdiente. Es krallte sich in seinen Rücken wie ein wildgewordener Affe, ein überwältigendes Gefühl, ein Druck ín der Seele. Zerren, reissen - gierig und besitzergreifend. Verzweifelt kämpfte er dagegen an. So verzweifelt, dass er 'blind' die Schatten verliess und irgendwo im Gebirge auf harten Felsen schlug. Blutend, zuckend und um sich schlagend führte er einen heftigen Kampf, indem er irgendwann -halbwegs- die Kontrolle gewann. So schaffte er es die kleine Phiole mit Schattenseide in seiner Robe zu greifen, und sich mittels seiner letzten Kraft und des darin gespeicherten Rückrufzaubers in seine kleine Höhle zu versetzen, die Höhle, die er der Drow abgeschwatzt hatte, ein Ort an dem ihn nie jemand finden würde.
« Letzte Änderung: 27. März 2011, 22:17:09 von Algarond » Gespeichert

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Algarond
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« Antworten #1 am: 23. Dezember 2010, 16:34:23 »

Wieder schlug der Priester hart auf dem Boden auf, wieder schoss heisse Pein durch seinen Körper. Nur unterbewusst wahrgenommen im Geiste, der immer heftiger von dem unbekannten Angreifer malträtiert wurde, schien die Wunde sein geringstes Problem. Trotz allem war er sich bewusst, dass er sich heilen musste, andernfalls war dies sein sicheres Ende. Was tun? fragte Kelrath sich. Düsteres Gelächter erklang in seinem Kopf. Der Unbekannte hatte begonnen in seinem Geist Fuss zu fassen, seinen Verstand zu besetzen um ihn anschliessend zu vernichten. Der Priester war sich sicher, dass es so kommen würde. Er hatte lange genug mit solchen Dingen zu tun, genügend Wissen gesammelt um zu verstehen, wie die wahre Macht der Schatten aussah. Unter allerlei Qualen, teilweise welche, die er bisher nicht kannte schleppte er sich liegend, eine Blutspur hinterlassend zu dem kleinen Schreibtisch um mühselig ein Fach zu öffnen und sich einen Heiltrank zu angeln. Da erklang wieder das Gelächter in seinem verstand. Stärker diesmal und gefolgt von Worten.

"Was denkst du was es dir nützt, kleiner Mensch? Ja, heil die Wunde und ich werde umso mehr Freude daran haben deinen Verstand zu zerreissen und deine Seele zu vernichten."

Und tatsächlich liessen für kurze Zeit die Attacken nach, die Welle mächtiger und unkontrollierbarer Gefühle ebbte ab, so als ob der neue Mitbewohner Kelrath die Gelegenheit geben wollte, sich zumindest körperlich zu heilen. Dies tat er dann auch. Die Phiole war schnell entkorkt und die kühle Flüssigkeit heruntergewürgt. Die Blutung stoppte und die Wunde begann brennend sich zu schliessen.

In aller Ruhe schaute er sich in seinem Refugium um. Hier, wo er einen Riss in der Realität erzeugt hatte um die Schatten einzulassen. Hier würde er sich diesem Kampf stellen. Hier wo er am stärksten war. Was aber wohl leider auch für die Wesenheit galt, die seinen Geist besetzte....
« Letzte Änderung: 28. März 2011, 12:00:59 von Algarond » Gespeichert

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Algarond
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« Antworten #2 am: 23. Dezember 2010, 16:34:59 »

'Die mächtigste Sicht ist die, die sich nach innen richtet.'

- Bruder Kahlren, Mönch und Psioniker vom Orden der Ruhenden Seele

Einige Minuten später, die Ruhe und Heilung brachten, setzten die Angriffe wieder ein. Erst traf ihn eine Welle des Hasses. Wie ein Streitkolben schlug sie auf ihn ein...alles hasste er. Sein Leben, die Schatten, sich selbst und auch Shar, seine Majestät. Sogar das Mobilar hasste er. Seine Rechte zuckte zum Gürtel, an dem seine lange gebogene Ritualklinge hing. Er riss sie aus der Scheide und jagte sie sich ohne noch einen Herzschlag zu zögern in die linke Hand. Ein stummer Schrei folgte, Tränen schossen ihm in die Augen. Fürchterlich war der Schmerz. Ein neutraler beobachter musste sich wie in einem Theaterstück, dass unter den Auswirkungen eines "Stille"-Zaubers aufgeführte vorkommen. Mehr als ein leises Rascheln seiner Roben war nicht zu vernehmen. Auch nicht, als er die Klinge wieder rausriss. Blut schoss aus der Wunde, dies bemerkte Kelrath allerdings nicht, war doch die Ablenkung, die der Schmerz bot schon wieder wie weggewischt, der Hass war wieder da. Raus aus meinem Geist, du Missgeburt! schrie er dem sadistischen Drecksack in seinem Kopf zu, was dieser nur mit einem Lachen quittierte.

Ich muss in meinen Geist! dachte er.

Ja, komm nur... antwortete der Dämon mit einem gehässigen Kichern.

Und so ging er ein grosses Wagnis ein und versetzte sich wieder in den Schatten, diesmal allerdings nicht physisch...nein, er projizierte sein eigenes Ich in seinen eigenen Geist.
« Letzte Änderung: 28. März 2011, 17:07:28 von Algarond » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 25. Dezember 2010, 12:25:20 »

Und so fand er sich, oder besser gesagt seine nichtphysische Essenz, in seinem eigenen Verstand wieder. Sich umsehend, stellte er fest, dass er sich auf einer weiten Ebene, die wie eine unendliche graue Einöde aussah. Wirklich nichts gab es hier, bis auf glatten, steinernen Boden und diffuses Licht aus einer unbestimmbaren Quelle.

Das muss dein Gewissen sein, Gabriel, denn so verwaist ist dein Verstand sicherlich nicht. dachte er süffisant und hielt dann inne. Gabriel...dein Geburtsname...wie lange dachtest du nicht mehr an diesen Namen. Warum ausgerechnet jetzt?

Kopfschüttelnd verdrängte er diese unnützen Gedanken und überlegte sich, was er nun tun konnte. Noch während er so dastand schossen Wände aus dem Boden um ihn herum in die Höhe. Bevor er reagieren konnte, fiel auch noch ein Dach von oben herab und schloss ihn in einen Raum totaler Finsternis ein. Wunderbar....Roym dy iy', Kron. Y cy' dy iy'n Ky'an orj 'ykjyz. Knord za dra Ky'an dy kaa yr Jongrakk. zischte er und sogleich konnte er in tiefster Dunkelheit sehen und somit das Gesicht, das ihn aus einer der Wände anstarrte. Und er starrte zurück, bis der Mund des Gesichtes zu sprechen begann.

"Der es macht, der will es nicht,
der es trägt, behält es nicht,
der es kauft, der braucht es nicht,
der es braucht, der weiß es nicht."


Das war ja wohl die Höhe, jetzt musste er schon Rätsel in seinem eigenen Ich lösen....

"Sarg." antwortete der Priester und die Wände erzitterten und versanken wieder im Boden, die Decke des Raumes flog einfach wieder nach oben.

'Welch ein lächerliches Rätsel, besonders wach kann der Verstand des Dämons nicht sein....' dachte Kelrath sich und dachte darüber nach, was er als Nächstes tun sollte.


« Letzte Änderung: 30. März 2011, 12:32:05 von Algarond » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 03. April 2011, 08:58:02 »

Wieder die Einöde. Wieder das...Nichts oder zumindest ein Ort, an dem es sehr wenig zu sehen gab. Hier rumstehen nutzte nichts, also machte der Priester sich auf den Weg in irgendeine Richtung. Irgendwo musste es etwas geben. Und er ging...und ging...und ging...und es hörte nicht auf.

Doch...aus dem Boden schossen Tentakel, die die Farbe von Feuer hatten und packten ihn. Bevor er noch reagieren konnte waren seine Arme und Beine festumschlungen, so dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Brennender Schmerz fuhr durch seinen Körper, begann Kelrath zu foltern, zu quälen...ausser Gefecht zu setzen.

So hing er da irgendwo in seinem eigenen Verstand...gefangen und gepeinigt, sich mit Mühe bei Bewusstsein haltend. Tränes des Schmerzes verschleierten seine Sicht und so nahm er das Wesen, das vor ihm auftauchte nur als grossen, verschwommenen Schatten wahr.

Es starrte ihn wohl an, wenn die tiefrot leuchtenden Dinger, die er sah, die Augen des Wesens waren. Es sagte nichts, es tat nichts, es war einfach nur da und starrte den vor Schmerz fast ohnmächtigen Mann an.

Bis ein Gelächter erklang. Teuflisch und triumphierend, siegessicher. Und voller Hass, tief und widerlich.

Das Wesen verschwand, liess den Priester alleine mit seinem Schmerz und seiner Angst.

'Bei der Dunklen Maid. Was soll ich tun?' schrie sein Verstand unter den Schmerzen auf.

'Dein Leben lang sammeltest du Wissen, du Narr, und jetzt hilft dir nichts?' schrie er sich selbst in Gedanken an, dann kam der Geistesblitz. 'Der dunkle Mond....'



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« Antworten #5 am: 13. April 2011, 15:37:55 »

Der dunkle Mond...oder besser gesagt die meditativen Techniken des Ordens konnten ihm eine Hilfe sein. Einst besuchte er Jünger des Ordens und lernte, dass man durch schiere Willenskraft Dinge wie Gefühle und Gedanken aus seinem Kopf ausschliessen kann, vielleicht funktionierte das auch mit ungebetenen Besuchern. Leider hatte er aufgrund seiner Rast- und Ruhelosigkeit nie die Zeit gefunden, diese Techniken eingehender zu studieren.

Also zwang er sich seinen Willen zu stärken, ihn zu fokussieren auf eines der Tentakel. Besser gesagt, er zwang seine gedankliche Projektion dies zu tun. Mit geschlossenen Augen schottete er jegliche Wahrnehmung, die Dinge ausserhalb des Tentakels betraf ab. Nur noch das schleimige Ding, dass seinen einen Arm festhielt, existierte und er erschuf ein dünnes Schwert, dessen Klinge aussah, als sei sie aus poliertem Obsidian. Mit einem stummen Befehl liess er das Tentakel durchtrennen.

Ausgelaugt und erschöpft liess seine Konzentration nach und der brennende Schmerz drang wieder zu ihm durch.

'Deine Gedanken werden manipuliert, du Narr.' und es stahl sich ein kaltes und von einem Hauch Irrsinn gezeichnetes Grinsen auf sein Gesicht. 'Aber das kannst du ebenfalls.'
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« Antworten #6 am: 14. April 2011, 14:38:12 »

Einige Zeit und Anstrengungen später stand er unversehrt und ungebunden in der grauen Einöde, die sich irgendwo in seinem Verstand befand. Die Tentakel waren fort und Schattenauge hatte Gelegenheit selbst zu handeln. Dieses Wesen spielte mit ihm, verschwand und kam wie es gerade wollte. Dies galt es zu ändern. Dies war des Priesters Festung und hier bestimmte er die Regeln. Zumindest sollte das so sein. In der Theorie...

'Kyrkan yv rykrd, vymm zi zyrj 'ydr zykdi krojy'k. Rmyog zi ordyyrk, ryran zi kdakk, yr kyrkan yv rykrd.' zischte er in der infernalischen Sprache der Höllen und das Grau füllte sich mit einem schweren Nebel aus undurchdringlichen Schatten. Eine Abart eines Zaubers, der den Geist des Ziels vernebelte.

Zugleich zerfloss Schattenauge ebenfalls zu Schatten und verschmolz mit der Umgebung. Nun würde sich zeigen, wer die Schatten beherrschte. Nun hiess es Jäger oder Gejagter. Wer was war, würde sich nun zeigen.

Und so orientierte sich der Schattenzauberer in irgendeine Richtung. Welche das war, konnte er nicht sagen, aber es spielte wohl auch keine Rolle. Das Spiel hatte begonnen.


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« Antworten #7 am: 17. April 2011, 11:54:02 »

Da stand er...der Schattendämon und lauerte. Sein, ihm noch unbewusstes, Problem war nur, dass der Sharit knapp hinter ihm stand und ihn unbemerkt beobachtete. Wie einfach wäre wäre es für Schattenauge ihn einzukerkern. Mittels eines durch Gedanken erschaffenen Käfigs, eines Haltezaubers oder Fesseln. Doch dies war nicht der richtige Ort. Nicht, dass der Priester inzwischen wusste wo sie sich hier genau befanden, doch ein Gefühl sagte ihm, dies wäre nicht der richtige Ort, noch war es die richtige Zeit. Also stahl er sich davon, fort von dem Wesen und hinterliess eine Spur, die gesehen werden musste. Die Jagd ging weiter - tiefer in den Schatten.

Einige Zeit später spürte er das Wesen immer noch hinter sich, es folgte brav der Spur, die er legte. Alles lief glatt, genau nach Plan. So steuerte er weiter auf sein Ziel zu, welches das auch immer sein mochte. Es zog ihn in eine bestimmte Richtung, dort genau lag es, was es aber war, das wusste er nicht.
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« Antworten #8 am: 17. Mai 2011, 18:34:14 »

Eine unbestimmte Zeit lang ging das Spiel "Räuber und Gardist" weiter, bis Kelrath schliesslich auf einer Art 'Lichtung', genauer gesagt einen Kreis in Form einer Art Marmorplatte mit etwa 13 Schritt Durchmesser, ankam. Dort dreht er sich um und wartete, es konnte nicht lange dauern bis sein Verfolger ankam. Und da war er auch schon, kam schleichend durch die Schatten und suchte nach dem Priester...und betrat den kleinen Bereich.

Kelrath zögerte nicht lange und sandte seinen Willen aus um mittels seiner mentalen Kraft eiserne Fesseln zu erschaffen, die sich um Arme und Beine des Wesen schlangen. Zufrieden betrachtete er sein Werk.

'Das ist das Ende, nun bist du mein Gast...für immer.' kommentierte der Schattenpriester das Geschehene und wandte sich um, er wollte diesen Ort verlassen, er hatte keine Lust hier Dinge zu finden, die er irgendwann mal gerne vergessen hatte.

Der Schattenunhold antwortete mit etwas, das wie ein wütendes Geheul klang, sich aber, nachdem Kelrath schon einige Schritte gegangen war, in unheilvolles Gelächter verwandelte. Der Nekromant fuhr herum und fühlte sich zuerst erleichtert, dass die Fesseln noch da waren. Dies änderte sich schlagartig, als er sah, das diese sich veränderten, ihre eiserne Schlichheit wurde ersetzt durch schwarzen Glanz und der Unhold blickt triumphierend zu Kelrath hinüber.

"Nun, ich würde eher sagen, du nennst mich...Freund. Denn ich bleibe, ob du es willst oder nicht."

Und da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen...er war in eine Falle getappt.
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« Antworten #9 am: 20. Mai 2011, 17:12:53 »

Schritt für Schritt - leise, um das Zwielicht nicht zu stören - ging es durch die Schatten. Gerade lief er den Kreuzweg entlang, oder vielmehr gesagt das Echo, dass der Kreuzweg in den Schatten erzeugte und dachte nach. Begleitet von dem irren Gelächter in seinem Verstand, das von seinem Mitbewohner stammte und die Reaktion auf den derben Witz war, den dieser gerade mehr oder weniger sich selbst erzählt hatte, ging er weiter und weiter, bis er plötzlich mit dem nächsten Schritt aus den Schatten trat und plötzlich direkt vor einer Gruppe Reisender auftauchte und hektische Panik auslöste. Wütend schüttelte der Priester einfach nur den Kopf trat zur Seite und setzte seinen Weg fort.

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Immer mehr Schattenessenz floss in den dunklen Stoff, der vor ihm lag. Nicht mehr viel und die Schäden durch die Sonneneinstrahlung waren repariert, noch einen Moment und....
Nichts mehr. Der Fluss der Dunkelheit war unterbrochen, seine Verbindung zum Schatten dahin. Der Nekromant wusste wer dafür verantwortlich war. Er wusste es ganz genau. Begleitet von Worten des Spottes und des Hohns, warf er den Umhang achtlos beiseite und verliess sein kleines Heiligtum.

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Zuerst öffneten sich die Augen, dann regte sich eine Hand. Sein neuestes Werk, ein Zombie aus dem Leichnam eines Orks zu erschaffen, war beendet. Die Beine schwangen sich hölzern über die Tischkante, das Wesen versuchte zu stehen. Doch dann, ja dann, brach es einfach reglos zusammen. Etliche Stunden der Arbeit war dahin. Es nahm kein Ende, es wurde schlimmer. Er musste etwas unternehmen.
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