Das Weltentor
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Autor Thema: Teraluna Eria - Eine Reise durch die Welt  (Gelesen 1138 mal)
Elessa Elessar
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Beiträge: 13.880


Woher komme ich - wohin gehe ich?


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« am: 27. März 2012, 16:43:12 »

Teraluna hatte beschlossen diese Reise anzutreten. Eine Reise welche sie durch die bekannten Länder rund um Seldaria führen würde. In Begleitung ihrer kleinen Freundin Zoe, wollte sie aufs ich allein gestellt dieses Wagniss eingehen, denn immerhin brachte eine solche Reise, nicht wenige Gefahren mit sich. Schon gar nicht für zwei allein reisende Frauen.

Doch es war ihr wichtig, diese Reis ezu unternehmen. Mit einem Schiff von Fürstenborn aus zu starten, über die Meere zu fahren um die Länder, die Menschen, Kulturen, Rituale und Tänze kennen zulernen, die sie unterschieden. Und die doch von nun an zu ihrer Welt gehörten. Denn zurück nach Faerun, das wusste sie schon sehr lange, wollte sie nicht mehr. Ihr zu Hause war hier.

Hier hatte sie ihre Freundinnen, eine Arbeit die sie liebte und Dante.

Ihre Augen fielen auf das, was er ihr geschenkt hatte und was sie nun auf den Knien hielt. Ihre Finger strichen über das dunkle, edle Leder des kleinen Büchleins und sie musterte die Goldstickereien, welche die Ränder verzierten und wie Bootstaue aussahen. Ihr Name, der dort in der Mitte des Buchdeckels stand, zog sehr lange ihre Aufmerksamkeit auf sich und ihre Finger strichen darüber. Dann lächelte sie und schlug die den Deckel bei Seite.
Gespeichert

Teraluna Eria- "Das Leben ist wie ein Seil, nur wenn du es mit Freude annimmst, lernst du darauf zu tanzen."
Valen Telfuin- "Solange du den Zeitpunkt deines Todes nicht kennst, lebst du in der Ewigkeit...und die mach ich mir so angenehm wie möglich!"
John Nachtigall- "Spiel dein Spiel und mach die Regeln."
Rubera Dunkelklamm- "Andere zu besiegen heißt Macht auszuüben, sich selbst zu besiegen heißt den Weg zu kennen."

Nebenchars: Indra vom Rabenmoor, Ferrante, Elessa Elessar, Chinaska Mellefer
Elessa Elessar
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« Antworten #1 am: 27. März 2012, 17:05:22 »

Auf der Innenseite des Buchdeckels, lass sie noch einmal die Worte, welche Dante dort hinterlassen hatte für sie. In seiner unverkennbar klaren und geschwungenen Handschrift. Worte die sie an jenem Abend, als er ihr dieses Buch schenkte sehr berrührt hatten.


Die du fliegst in hohen Lüften,
Kleine Schwalbe, komm herab,
Weil ich dir ein Wort im Stillen
Unten zu vertrauen hab.
Sollst mir eine Feder schenken
Aus den schwarzen Flügeln dein,
Will an meine Liebe schreiben:
Herz, es muß geschieden sein!
 
Morgen fahr ich auf dem Meere,
Wind und Woge weiß, wohin,
Und es fragen mich die Freunde,
Was ich doch so traurig bin.
Aber Wind und Woge sprechen
Viel von Unbeständigkeit,
Und der Sklave singt zum Ruder:
»Mächtig, mächtig ist die Zeit!«
 
Gott, und soll ich untergehen,
Sei es in dem tiefen Meer,
Nur nicht in der Liebsten Herze,
Wo ich gern geborgen wär.
In dem stillen klaren Spiegel
Male sich mein treues Bild,
Wann um mich in Ungewittern
Die empörte Woge schwillt.
 
Liebe, sieh, wie Well auf Welle
Ringt nach dem ersehnten Strand:
Aber manche wird verschlungen,
Eh sie küßt das grüne Land.
Wenn du an dem Ufer wandelst,
Hüpft die Flut nach deinem Fuß:
Wogen hab ich nur und Winde,
Dir zu schicken meinen Gruß.

Wann die fernen Höhen dämmern,
Jauchzet alles nach dem Land:
Nur zwei müde Augen bleiben
Still dem Meere zugewandt.
Wann die Segel wieder glänzen,
Wann die Winde heimwärts wehn,
Laß mich auf dem Maste sitzen:
Liebe kann durch Wolken sehn.

Auf dass die Götter die Hände schützend über Dich halten und Lliira Dich heil zu mir zurückbringt.

In ewiger Liebe, Dante



Teraluna lächelte als ihre Augen diese Zeilen wieder und wieder langsam entlang strichen und sie jede Zeile auf sich wirken ließ. Dann blätterte sie um.
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Teraluna Eria- "Das Leben ist wie ein Seil, nur wenn du es mit Freude annimmst, lernst du darauf zu tanzen."
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Elessa Elessar
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« Antworten #2 am: 27. März 2012, 17:25:55 »

Teraluna besah sich die beidne leeren Seiten eine Weile und holte dann eine Karte hervor, die sie auseinander faltete und sich die Länder und ihren Reisenweg noch einmal ansah. Dann faltete sie die Karte wieder zusammen und legte sie zwischen die Seiten.






In ihrer kleinen, eckigen Handschrift schrieb sie auf die andere Seite die Namen der Länder in der Reihenfolge, wie sie vor hatte jene zu bereisen.


Südlande
Balmir
Stamm der Inari
Empa
Persepone
Linaras
Usu-Wha
Antaras
Kinder des aufgehenden Mondes
Teonia


Einen Moment zögerte sie, dann setze sie etwas nach unten versetzt noch eine Zeile nach.

Zu Hause
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« Antworten #3 am: 31. März 2012, 15:21:43 »

Teraluna tauchte ihre Feder in das Tintenfass und überlegte einen Moment, ehe sie dann begann, trotz des Seeganges in ihr Buch zu schrieben.


Die Südlande

Eine Name der zu seinem Land passt, denn es liegt einfach sehr weit im Süden. Die Schiffart war nicht so lang wie ich an Hand der Karte dachte und doch lange genug. Ich glaube ich habe sämtliche Fischbestände von Seldaria bis hierher ernährt. Verdammte Seekrankheit! Seis drum, wir kamen wohlbehalten in Theouxa an.
Eine ... Stadt will ich es eigentlich nicht nennen. Es war eben eine Ansiedlung von Lehmhütten, mit Reisig bedeckt. Braun und braun und braun. Irgendwie ist alle sind diesem Land braun. Auch seine Bewohner. Braune Haut, dunkle Haare, so ziemlich ohne Ausnahme. Und die Haar tragen sie lang.
Wir dachten eigentlich hier auf Lady Finja Fandango zu treffen. Die gute ... Lady
*Dieses Wort wurde, an Hand der Schrift, mit einigem Widerwillen geschrieben.* war nicht anzutreffen. Eine Führer brachte uns einen ganzen dreistündigen Marsch quer durch die Wüste. Sand ... überall nur Sand. So etwas habe ich noch nie gesehen. Am Anfang schien es, als würde dieses Land nur aus Gold bestehen. Es glitzerte und funkelte überall um uns herum. Wunderschön ... dachte ich zumindest am Anfang. Nach drei Stunden quer durch diesen Glutofen, bin ich zu der Überzeugung gekommen, das es nicht wunderschön sondern einfach nur sau heiß ist. Und schwül. Die Luft flimmert und man hat das Gefühl nur heißen Wind einzuatmen. Ich wünschte mir nichts mehr, als den Regen herbei und als er endlich kam, verfluchte ich ihn. Danach war es noch schwüler und unerträglich, den die Tropfen die fielen, linderten die Hitze nicht wirklich, im Gegenteil, der heiße Wasserdampf machte alles nur noch schlimmer.
Die drei Stunden Fußmarsch kamen mir wie eine Ewigkeit vor und als wir dann endlich einige Zelte in der Ferne sahen, fiel mir ein Stein vom Herzen. Nur um kurze Zeit später von einem nicht minder Großen ersetzt zu werden. Halborks, nicht viele, aber doch einige tummelten sich in der großen Zeltstadt aus Fellen und Leder vor uns.
Nun gut, ich war dorthin gereist, um die Länder und die Gebräuche kennen zu lernen, also folgten Zoe und ich unsererm Führer die Zeltstadt. Die Zelte waren zu anfangs sehr klein und unscheinbar. Je weiter wir uns in das Innere begaben, um so größer und reicher wurden sie.
In der Mitte der Zeltstadt angekommen, begrüßte uns schließlich eine Frau die ... sagen wir einfach mal ... wenig an hatte ... gelinde gesagt so gut wie gar nichts anhatte ... schon genug an hatte, außer das sie ihre Reize offen zur Schau stellte.
Die fragliche Dame entpuppte sich als Lady Finja Fandango. Sie empfing uns sehr freundlich ... zumindest was man nach dortiger Sitte eben freundlich nennen kann. „Kokiara“, wohl das Wort welches man dort benutzt um jemanden zu begrüßen. Zugleich wurden wir jedoch Zeuge eines sehr interessant
*Die letzen beiden Wörter waren sehr sehr dick durchgestrichen.* verstörenden und irritierenden ... für die dortigen Bewohner, wohl normalen Schauspiels. Ein großer Halbork, er war bestimmt größer noch wie Dante, „kämpfte“ mit einer kleinen Frau, sie schuppsten sich und er warf sie in den Sand *Die Schrift wurde ein wenig unleserlicher, weil Terluna wohl begonnen hatte immer schneller zu schreiben.* und nahm sie von hinten, ritt sie, drang in sie *Die letzten drei Wörter sehr verzweifelt kreuz und quer durchgestrichen.* b e g a n  s i c h  m i t  i h r  z u  v e r e i n i g e n.
Nach der Frage was dort nun geschehen würde, erklärte uns Finja das dies der Tanz „das Pferd nimmt das Lamm“ sei. Und dieser Tanz immer so enden würde, weil das wäre nun mal so und der Kahl, wohl der Begriff für den stämmigen Halbork der Anführer, König ... wie auch immer sei und bekäme was er wolle.
Allerdings wollte dann ein anderes ... Mitglied dieser Vereinigung eben jenen Tanz mit Zoe tanzen. Es war nicht einfach sie davon zu überzeugen, das Zoe das garantiert nicht wollte, ich jedoch schon.
*Und die Schrift wurde immer krakeliger als Teraluna wohl wieder wesentlich schneller begann zu schreiben.* Ich schubste also ihn, er schubste mich, ich trat ihn, er schubste mich wieder, dann packte er mich, beugte mich vor und rieb *Und der restliche Absatz ist nun wirklich so ziemlich für jeden unleserlich, den es hatte den Anschein, als hätte Teraluna einmal das Tintenfass genau über dieser Stelle ausgekippt.*
Der Tanz endete zumindest damit das der gute Mittänzer meinen Dolch im Oberschenkel hatte und ich der Khaleesi, Fanja, den sie war wohl so ein Art Königin, erklärte das in unserem Land die Khaleesi und der Khal „das Pferd nimmt das Lamm“ nur mit ihrem Khal oder Khaleesi bis zum Ende tanzt.
Das Ganze schien ihr sehr abwegig vor zu kommen und ich erklärte ihr, das dies nicht eintönig sei, da es bei uns auch den Tanz „das Lamm nimmt das Pferd“ gibt. Sie sah mich sehr argwöhnisch an und so zeigte ich ihr diese Art des ... Tanzes. Sie schien nicht begeistert zu sein, auch ihr Khal war wohl mehr als irritiert von der Sache.
Nun ja, das ist nicht jedermanns Sache sicherlich. Wir saßen noch einen Abend lang bei getrocknetem Pferdefleisch am Feuer und tauschten Dinge über die verschiedenen Kulturen aus, ehe wir uns am nächsten morgen wieder auf den Weg zurück nach Theouxa machten.
Unterm Strich ein sehr raues und urtümliches Völkchen und ich möchte nicht unbedingt ein zweites Mal in dieses Land reisen, aber in ihrer ... Rauheit sind sie doch geradezu charmant und gastfreundlich.
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« Antworten #4 am: 07. April 2012, 07:57:53 »

So fand nach einigen Wochen das nächste Land, oder viel mehr der nächste Stamm seinen Eintrag.

Der Stamm der Inari

Lliira im Himmel war das eine Überfahrt! Mir ist ja schon bei normalem Seegang schlecht, aber dieses Unwetter in das wir hinein geraten sind ... Schlimmer kann es in den sieben Höllen auch nicht sein. Es ging nur hoch und runter hin und her. Das ganze Schiff hat sich bewegt wie ein bockendes Pferd. Ich saß in meiner Kabine und habe mich verzweifelt an meine Koje geklammert. Meine Güte, wie halten das die Seeleute nur aus?
Als sich der Sturm endlich legte und wir in seichtere Gewässer fuhren, erwartete uns ein Mann mit einer kleinen Barke in die wir umsteigen mussten. Dieser segelte mit uns ein ganzes Stück an der Küste entlang. Steile Felsklippen die hinab ins Meer stießen und hier und dort mal ein kleiner Strand. Die Küsten sahen rau und abweisend aus.
Schließlich hielten wir an einem Strand der sich ein wenig in die See erstreckte und unser Führer bedeutete uns, unsere Sachen zu nehmen und ans Ufer zu schwimmen. Ich hab ihn gefragt, ob dies sein Ernst sei und er erklärte mir, das Männer auf dem Land der Inari nichts zu suchen hätten. Ich fluchte vor mich hin und nahm schließlich meine Sachen um ins Wasser zu springen und mit Zoe an Land zu schwimmen. Ich gestehe, ich habe den Mann mit nicht gerade freundlichen Wörtern bedacht, als wir pitsch nass ans Ufer kletterten. Nun, im Nachhinein, muss ich allerdings eingestehen ... das ich den Mann verstehen kann. Zum Glück war es warm.
Am Ufer erwarteten uns drei Frauen. Eine von ihnen war sehr groß, muskulös ... ich schwöre dagegen sieht Leon aus wie ein kleines Männchen. Sie trug überall Narben und jene trug sie mit Stolz, wie auch sämtliche anderen Frauen. Ihre Kleidung war knapp und zweckmäßig aus Leder. Einen großen Speer hielt sie in der Hand. Ihr Name war Waka-Waka. Eine genauso große Frau, aber jünger und mit weniger Narben, die ebenfalls einen Speer trug rief man Nukaka. Die Letzte, die Kleinste war Albeni, die Frau zu der wir geschickt wurden.
Wir wurden mit dem offiziellen Gruß begrüßt: „Möget ihr euren Feinden das Herz aus der Brust reißen“ und einem Faustschlag der eigenen Hand auf die Herzseite der Brust. Nach dieser kurzen Begrüßung wurden Zoe und ich gefragt ob wir bereit seien für die offizielle Begrüßung, wir nahmen an. Nukaka, die Jüngste der Drei, zeichnete zwei Kreise in den Sand in die Zoe und ich uns stellen mussten. Waffen wurden abgelegt und dann entbrannte zwischen Waka-Waka und Zoe und Albeni und mir ein Faustkampf, Ringen.
Ich habe heute einige Wochen später noch das Gefühl, mir tun die Knochen weh. Diese Frauen sind unglaublich stark. Wenn man aus dem Kreis tritt, bekommt man von der Aufpassenden Frau mit einem Stock einen Schlag auf die Fersen, was nicht gerade weniger weh tut. Am Ende habe ich einen Zahn ausgespuckt, den Albeni mir ausgeschlagen hat. Das hat vielleicht geblutet. Es war der letzte Zahn oben rechts. Seltsamerweise tut mir mein Kiefer dort nun weniger weh als früher. Also sollte ich Albeni dankbar sein. Sie hat den Zahn als Trophäe behalten. Danach machten wir ein Lagerfeuer und fingen an einen Hirsch abzuziehen und auszuweiden. Waka-Waka bot Zoe das Herz an, damit sie wachsen und stark werden möge. Aber Zoe lehnte ab.
Während wir den Hirsch zubereiteten, kamen andere Frauen zu uns. Ausnahmslos Kriegerinnen und fingen an auf Trommeln einen Rhythmus anzustimmen. Ich erfuhr in mehreren schönen Gesprächen, das bei den Inari wirklich nur Frauen lebten. Sie leben in Hütten aus Palmblättern und ziehen oft durch den Dschungel in dem sie leben, da sie mit den anderen Stämmen verfeindet sind. Vor allem mit der Männer.
Auf Zoes Frage hin, wie sie denn Kinder bekommen würden, erklärten sie das es einmal im Jahr eine Zusammenkunft gibt. Wo sich beide Stämme treffen und in dieser Zeit herrscht Frieden um eben ... Kinder zu ... zeugen. Die Mädchen  bleiben bei den Inari und die Jungen gehen zu dem verfeindeten Stamm. Die Männer müssen stark sein und der letzte Mann, den sich eine Inari in der Nacht nimmt, wird umgebracht, so es nicht der Beste ist.
Ich muss gestehen, da sich bis auf das Umbringen, die Lebensweise der Inari gar nicht mal schlecht finde. Auf Dauer wäre es nichts für mich. Aber diese Selbstbewussten Kriegerinnen in ihrer rauen Umgebung haben einen starken Eindruck auf mich gemacht.
Während der Hirsch über dem Feuer briet, zogen sich die Frauen nackt aus und wir begannen zum Schlag der Trommeln einen rhythmischen Tanz um das Lagerfeuer. Alle Frauen wiesen Hautbilder auf ihren Körpern auf und nach einigen Fragen stellte sich dieses Muster heraus:

Dornen stehen für die Männer die eine Frau hatte. Jeder Dorn ein Mann.
Blumen für die Frauen.
Ein fallendes Blatt für einen Sohn.
Eine Knospe für eine Tochter.
Ein geknickter Ast für einen toten Vater.
Und ein Strich für die Männer die sie getötet haben.

Die Inarikrigerinnen waren alle sehr jung und ich mit meinen fast 30 Sommern gehöre dort schon zu den alten Frauen. Sie wunderten sich darüber das ich noch leben würde und auch das ich bisher nur zwei Männer gehabt hätte. Brüste und Oberschenkel wurden vor dem Tanz mit Erde von Mutter Erde eingerieben um uns stark und fruchtbar zu machen. Auch wurde das Blut des Hirsches getrunken und Symbole wie Speere und Schwerter auf den Körper gemalt. Ich wählte das Schwert und kostete auch von dem Hirschblut, einen kleinen Schluck zumindest. Doch da Nukaka mir etwas ... zur Hand ging, wurde aus dem kleinen Schluck einige mehr. Es war ein kaum zu beschreibendes Gefühl mit diesen Frauen nackt um das Feuer zu tanzen zu den Trommelschlägen und Erde wie den Regen zu begrüßen der einsetzte.
Zögerlich fragte ich noch einmal nach den Hautbildern und die Kriegerinnen gestatteten mir, so die Schamanin nichts dagegen habe, das auch ich ein solches bekommen sollte.
Jene Frau war etwas älter als ich. Sie war die dritte Tochter des Stammesoberhauptes. Eine Frau die in bunte lange Gewänder gekleidet war und einen Hirschkopf über ihrem Kopf trug. Als man ihr das rituelle Gewand abnahm, kam darunter ein Körper hervor, welcher über und über mit Hautbildern bedeckt war. Während ich mich zu ihr ans Feuer setzte und ihr meine Lebensgeschichte erzählte, wurden wir von den Inari eingeladen, doch bis zur nächsten Zusammenkunft zu bleiben. Wäre das Töten der Männer nicht, hätte ich gerne zugesagt, auch wenn ich nicht vor hatte direkt daran Teil zu nehmen.
Nach mehreren Tagen verabschiedeten wir uns dann doch von dem Stamm, mit dem Wunsch einmal wieder zu ihnen zu kommen. Ich für meinen Teil würde sie gerne einmal wieder sehen.
Das Hautbild das ich nun trage besteht aus zwei Dornen, einem kleinen, der nach unten zeigt und auf meinem Brustbein zu sehen ist, Eine Ranke schlängelt sich meine linke Brust herauf und endet in einem größeren Dorn der nach oben zeigt. Für die beiden Männer, welche mein Leben bestimmten. Um die Brustwarze sind wie Blütenblätter fünf Tränen zu sehen, jene sind die Zeichen für die fünf Jungs mit denen ich aufwuchs. Von meiner Brust laufen an der Seite meines Körpers bis zum Beckenknochen und dann an der Leiste entlang, bis unterhalb des Nabels Noten, für meine Musik und meinen Tanz.
Ich bin Stolz da sich solch ein Hautbild tragen darf, es gibt mir das Gefühl bei den Inari willkommen zu sein und es fällt mir sehr schwer, von ihnen Abschied zu nehmen.



Darunter war ein Bild gezeichnet, welches gar nicht mal schlecht war aber sehr schlicht in seiner Einfachheit.



Die Schamanin
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« Antworten #5 am: 19. Mai 2012, 19:04:38 »

Das Fischerdorf Empa

Diesmal war die Überfahrt nicht so stürmisch, aber ich konnte sie trotzdem nicht wirklich genießen. Ich weiß wirklich nicht wie alle das aushalten, selbst Zoe scheint der Seegang nichts auszumachen. Zum Glück hab eich die Tränke gegen Seekrankheit dabei, aber bei dem verbrauch hoffe ich wirklich das sie reichen.
Unser nächstes Ziel auf der Reise war Empa. Das keline Fischerdorf nördlich von der Insel auf den die Inari leben. Es ist wirklich nicht mehr als eine Siedlung, Hammerhütte gleich. Ein ländliches Dorf, welches aus Holzhütten mit Ried und Strohdächern besteht. Die Menschen dort leben in einer engen Gemeinschaft und haben sich auf den Fischfang und die Verarbeitung von Fischerzeugnissen spezialisiert.
Wir wurden von einer älteren Dame Namens Scholastika Gamel am Pier abgeholt. Sie stellte sich als Tanzmeisterin des Dorfes vor und zeigte Zoe und mir wo wir uns von der Reise etwas ausruhen konnten.
Danach machte sie mit uns eine Führung durch das Dorf. Überall roch es nach Fisch und Fischöl, an den Klippen lagen die sogenannten Klippfische, die im Salz des Meeres gedörrt wurden. Nach dem Stockfisch ist dies die beliebteste Delikatesse des Ortes.
Die Menschen die dort leben, leben schon seit über 200 Jahren, so glaubt Scholastika dort. Aber die Vergangenheit ist den Menschen in dieser Siedlung nicht so wichtig, für sie ist es die Zukunft die zählt. Ein schöner Gedanke finde ich, auch wenn man aus der Vergangenheit sicher viel lernen kann, ist es doch wichtig nicht immer nur auf alten Fehlern herumzureiten.
Auch der Glaube an die Götter ist den Bewohnern von Empa, wenn nicht fremd, so doch ein wenig zu abwegig. Sie glauben an einen Gott, der für alle Dinge steht im Leben. Den Gott mit den 1000 Gesichtern.
Am ersten Abend brachte sie uns an den Strand, eine hübsche kleine Bucht, umgeben von Felsen und blauem Meer. Dort saß das ganze Dorf friedlich zusammen an verschiedenen Lagerfeuern und briet Fische. Scholastika erzählte uns, dass das Dorf so jeden Abend das Abendessen zu sich nahm.
Wir setzen uns dazu und brieten uns die Fische, die sehr salzig, aber wohlschmeckend waren. Ich habe ein Fässchen Klippfisch und viele Rezepte mitgenommen. Außerdem kann ich immer noch nicht kochen, aber Fisch, das klappt nun nach den Wochen in Empa. Aber ich bin ganz ehrlich ... ich kann keinen Fisch mehr sehen! Wie die Leute dort das ihr ganzes Leben aushalten ist mir wirklich ein Rätsel.
Scholastika erzählte uns eine der wenigen bekannten Geschichten aus Empa die überliefert wurden. Die Geschichte von „Glubschi“. Darin geht es um einen Fischer der seit weit hinaus auf das Meer fuhr, da die Fische aus den Ufernahen Fischgründen verschwunden waren. Dort draußen fand er einen wahrlich großen Fisch und kämpft Tag und nacht mit ihm um ihn zu fangen. Schließlich gelang es ihm auch und er band den Fisch an sein Boot um wieder zurück zu rudern. Doch auf dem Weg in den sicheren Hafen kamen immer mehr und mehr Fische und begannen an dem großen Fisch des Fischers zu fressen und alle Versuche sie davon abzuhalten misslangen. Schließlich als der Fischer in Empa ankam, war von seiner großen Beute nichts mehr übrig. Doch die Fische waren ihm zurück in die Fischgründe nahe des Ufers gefolgt. So hatten die Leute in Empa wieder etwas zu essen.
Nach dieser Geschichte holten die Leute selbstgebaute Musikinstrumente heraus. Trommeln, Stöcke und Panflöten. Eine davon habe ich gekauft. Für Alena oder Yasmina, ich hoffe sie freuen sich darüber. Eine einfache Melodie wurde gespielt und die Menschen stellten sich in zwei Kreisen auf. Ein Äußerer und ein Innere. Sie stampften mit ihren Füßen und begannen miteinander zu tanzen. Einer versuchte eine Umarmung, der andere wich aus, dann ging der Kreis weiter und tanzte mit dem nächsten Partner, diesmal war es ein Tritt und ein ducken, beim nächsten mal wurden die Füße gehoben und man klopfte sich auf die Fußknöchel. Immer wieder wurde der Partner getauscht indem sich der Kreis weiterbewegte und immer wieder änderte sich ein wenig etwas an den Figuren. Doch das Stampfen und die Melodie blieben gleich. Es war sehr erfrischend und entspannend einem solchen Gemeinschaftstanz beizuwohnen. Man fühlt sichtzugehörig und scheint einfach alles um einen herum zu vergessen während man die gewohnten Bewegungen und Schritt ausführt.
Ich verlasse diese kleine Gemeinschaft in der Zoe und ich aufgenommen worden sind nur ungern. Irgendwie fühle ich mich zurückversetzt in meine Jugend, die Zeit als ich mit der Eria-Gauklergruppe durch Faerun zog. Wir waren nicht viele, doch wir waren eine Familie, wo jeder jeden kannte und wir aus dem schlechtesten das Beste machten.
Nun geht es nach Persephone ... von dort sollen ja die Untiere gekommen sein. Ich hoffe da sie nicht mehr da sind und bin gespannt das Land kennen zulernen.

« Letzte Änderung: 19. Mai 2012, 19:11:21 von Elessa Elessar » Gespeichert

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