Das Weltentor
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Autor Thema: Bürger/Nichtbürger  (Gelesen 953 mal)
Amilcare
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The Face of Pan


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« am: 06. Dezember 2012, 03:29:54 »

Um das mal anzustoßen: Ich denke das Bürgersystem müsste nun einmal überarbeitet werden. Mit derzeit sowenig Spielern ist es eher destruktiv, denn wirklich sinnvoll. Neue Spieler werden ohnehin gleich von allen aufgenommen und an der Hand geführt, die Gefahr der Isolation besteht also in meinen Augen nicht.
Zumindest sollte man das Arbeitssystem auskoppeln: Selbst der letzte Fürstenborner dürfte, bei all den tollen Erfindungen wie Schulen, Armenküchen, Waisenhäusern und Moral, bemerkt haben, dass Fortschritt nur durch Arbeit geschieht, und Arbeit atm nicht möglich ist, wenn man sich nicht der kleinen Gruppe anbiedert. Soll heißen: In meinen Augen ist das Arbeitssystem mit den Bürgen ziemlich veraltet (ich fand es schon damals nicht gut, weil es eine Pyramide war, die jederzeit hätte zusammenbrechen müssen) und sorgt eher dafür, dass gewisse Charkonzepte nicht spielbar sind.
Natürlich kann man das auch so gestalten, dass man die Bürgerrechte trotzdem gesondert macht, hätte ich kein Problem mit. Andererseits, die Fürstenborner "Tea-Party" spielt ja atm mehr in der Renaissance (und später, eigentlich nur viel viel später mMn.), als tatsächlich im Mittelalter... dann sollten wir auch keine mittelalterlichen Verhältnisse mehr bei soetwas haben (und selbst die haben niemals die Arbeit eingeschränkt, nur die Rechte).
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Nutmeg
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« Antworten #1 am: 06. Dezember 2012, 03:45:37 »

Ich weiß nicht, ob man das nun als dazugehörig sehen könnte...aber da du die Einschränkung der Rechte ansprichst, ich fände sowas wie bei bei DSA toll, wo der Sozialstatus eine Rolle spielt, welche Rechte man hat und wie man behandelt wird.
Natürlich kann man sagen, dass das mit der Arbeitsgenehmigung und der Bürgerschaft schon abgehakt ist, ist es aber eigentlich nicht, weil wir ja dadurch im Grunde nur ein Zweiklassensystem haben, mit wenig Variation bei den Charakteren.
Dabei, wenn man sich einmal die Charaktere anschaut, findet man ja doch eine ganze Bandbreite von unterschiedlichen Schichtzugehörigkeiten: eine Alena ist schon sehr gehobene Mittelschicht; Clara und Mia z.B. die "normale" bürgerliche Mittelschicht, Charaktere wie Sergej und Langiva sind sogar genaugenommen die Unterschicht (weil am Ende des Tages halt mehr oder minder bessere Tagelöhner).
Macht aber im Spiel eigentlich gar keinen Unterschied, dabei wäre z.B. Trudi schon richtiger, echter Adel. Wird aber trotzdem behandelt wie jeder andere auch. Damit meine ich nun gar nicht, dass jeder Charakter nun plötzlich anders behandelt werden sollte, wie vorher; und die Unterschichtchars nun der Dreck am Stiefel sein sollen oder die höheren Schichten wie die Könige von jedem angesehen werden sollten, der niedriger steht. Eine gewisse Differenzierung sähe ich da aber trotzdem als Möglichkeit, alles etwas individueller/realisitischer zu machen. Vielleicht mit verschiedenen Sozialstati oder dergleichen, und dafür das Recht zur Arbeit für alle, die in Seldaria wohnen: in welcher Schicht man am Ende ist, kann man sich ja ganz natürlich durch die Berufswahl und das Einkommen erarbeiten.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2012, 03:47:15 von Nutmeg » Gespeichert
Amilcare
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The Face of Pan


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« Antworten #2 am: 06. Dezember 2012, 04:10:11 »

Es spielt auch das Steuerrecht eine Rolle. Imo müsste das Fürstentum schon längst pleite sein, gerade nach dem letzten, verheerenden Krieg: Jene, die "schwarz" arbeiten, zahlen keine Steuern, ergo keine Einnahmen für den Staat, was wiederrum mehr als kurzsichtig ist.

Der Sozialstatus wäre ok, am Ende wird er aber nicht durchzusetzen sein, da selbst unsere Bauern alle schreiben, lesen und sich in perfekter Sprache ausdrücken können. Adlige und gehobene Schichten erkannte man ja damals gerade daran, dass sie besser auftraten, bzw. über einen höheren Bildungsstandard verfügten. Das wiederrum ermöglicht Betrügern, die soetwas einstudiert haben, auch diesen Lebensstil zu pflegen (für eine gewisse Zeit, siehe Hochstaplerin als DSA Profession). Wenn allerdings eine Art Sozialsystem eingeführt werden würde, wäre ich schon dafür es auch mit realistischeren Mitteln durchzusetzen. Sprich: Natürlich sollten Leute, die keine Bürger sind und wie das zahnlose Lottchen aus dem Hafenviertel rumlaufen, dementsprechend auch behandelt werden. Sie _sind_ der Dreck an den Stiefeln.
Allerdings bringt es auch nichts, da der Adel unmöglich ist. Man kann ihn nicht erreichen, ich glaube in der ganzen WT Geschichte hat nur Trudi es geschafft, einen so wichtigen Titel einzunehmen? Und wohl auch nur, weil der Hammerhütte-Baron ohnehin nicht allzu viel Einfluss auf die Politik des Fürstentums hat, wie man ja deutlich in dem Antwortschreiben (das für mich schon recht dreist erscheint, Baron ist afaik schon Hochadel) der Fürstengarde an sie erkennen kann. Adlige, die aus anderen Welten stammen, haben ohnehin keinen Einfluss/Geld, da nützt ihnen (wie z.B. bei Finn) auch ein Adelsbrief nichts.

Btw.:

Die Einstufung halte ich für seltsam. Alena singt vor dem Pöbel, so wie ich es mitbekam, ist also meines Erachtens... nicht wirklich obere Schicht, selbst wenn sie (für mich auch nicht erklärbar, rein vom Realismus) wohlhabend ist. Man muss sich da halt auch einigen, an welchem irdischen Vorbild/Zeit man sich orientieren möchte. DSA ist weitestgehend Mittelalter. Die "Barden" des Mittelalters sind nie wohlhabend geworden, waren Streuner die von Dorf zu Dorf zogen, ergo konnten sie auch mit den paar Münzen der Bauern keinen Reichtum anhäufen. Hofmusikanten kamen meist später, afaik, und waren dann selbst ohnehin schon Mitglieder der höheren Stände (was ja auch der "Sinn" hinter dem Adel ist, es ist ein Geburtsrecht). Die wenigen Barden, die an Burgen gespielt haben... nunja, reich waren die nicht, ebenso wenig wie der Koch, der weit wichtiger war. Es gab natürlich noch den Ritterstand und die Minne, aber das ist eine andere Geschichte... Alena ist keine Ritterin, sie hat nur den Vorteil, dass DnD ein scheiß System ist und jeder Bauer dort schreiben kann ^^
Magier wie Mia und Clara sind für mich schon obere Schicht. Magier besitzen Macht, unglaubliche Macht, gerade wenn man die sehr, sehr laschen Magiegesetze Fürstenborns zur Hand nimmt. Es ist ein Wunder, dass die sich noch nicht in die Politik aktiv eingemischt haben, die könnten den Laden sofort übernehmen und ich bezweifle, dass die kleine "Berufsarmee" Fürstenborns da irgendetwas gegen unternehmen könnte. Beste Beispiele finden sich hier auch in DSA, wo dem Magierstand weltliche Macht komplett versagt wurde (zumindest im Mittelreich, wonach wir uns denke ich am ehesten richten würden) - im übrigen gilt dies auch für den Priesterstand dort. Aber auch in DnD gibt es sicher genügend Beispiele. Ergo: Magier sind mächtig, tragen tolle Kleidung, haben den höchsten Bildungsstandard überhaupt und wahrscheinlich auch die höchsten Einnahmen, wenn man bedenkt wie einfach Magie das leben machen kann (bzw. magische Artefakte).
Priester würden bei mir auf Fürstenborn auf keinen grünen Zweig kommen. Wir haben keine Hauptreligion, es gibt Religionsfreiheit und selbst der Hof hat afaik keinen Priester. Sie haben keinen Einfluss auf die Welt der höheren Schichten, zumindest keinen wirklich spürbaren, und werden vom Staat auch nicht wirklich in solch eine Position gehoben (wie z.B. in DSA), oder heben sich selbst dorthin (wie z.B. in DnD).
Bürger wurden deshalb so mächtig, weil sie sich in Zünften organisierten. Das wäre z.B. ein viel besseres "Steine in den Weg legen", sodass ein SC Schmied nicht sofort ein Monopol aufbauen kann, nur weil er aktiv ist (und NPCs nur reagieren).

Es ist hier also wichtig zu unterscheiden: Reichtum allein nützt nichts. Erst wenn der Adel nichts mehr einnimmt, das Bürgertum das Geld hat und sich die Titel kauft (Geldadel eben), dann verschiebt sich das ganze und Geld spielt mehr und mehr eine Rolle. Wie gesagt, wir brauchen einen Orientierungspunkt. In einer Feudalherrschaft ist nicht das Geld unbedingt wichtig, sondern die Macht (durch Soldaten und Waffengewalt, durch Schutz). Jemand kann unglaublichen Reichtum einsacken, am Ende wird er alles dem Adel geben müssen, wenn der in ihm eine Gefahr sieht.

Alles in allem bringt das aber recht... wenig. Das habe ich heute deutlich gesehen. Atm werden NPCs ohnehin nicht mehr miteinbezogen, es sei denn sie sind für irgendeine Art Questfortschritt oder das Bierbringen wichtig (so habe ich zumindest das Gefühl). Und ohne eine belebte Welt, die auf die Charaktere reagiert, bringt auch das beste Sozialstatussystem nichts, denke ich.
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Alaska
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Sergej Danilow


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« Antworten #3 am: 06. Dezember 2012, 16:11:41 »

OT-Einwurf: Alena ist übrigens nicht nur durch das Singen vorm Pöbel wohlhabend geworden. Sie hat mehrere _Jahre_ damit verbracht sich einen Stand zu erarbeiten. Sie schreibt, produziert und führt Theaterstücke auf. Sie leitet das Marakesch, in dem sie vorher lange als einfache Mitarbeiterin tätig war und das sie nach Wegfall der Vorbesitzer übernommen hat. In der Anfangszeit war sie genauso arm wie jeder andere Musikant auch und hat in einem Zelt vor Weilersbach campiert.
Vergleich das mit ihrer Schwester, die eben nicht die ganze Zeit in Seldaria verbracht hat um sich etwas aufzubauen, die lieber die Welt bereiste. Aria ist relativ mittellos. Die lebt selbst jetzt mit eigenem Laden noch von der Hand im Mund, weil der gerade genug zum Kostendecken abwirft. Die wird dich nicht in ihre teuer eingerichtete Wohnung einladen, weil sie gar keine hat, entweder schläft sie im Laden oder schnorrt sich bei Freunden/Bekannten durch.
Wollt ich nur mal sagen, um das Schwesterchen zu verteidigen ^^
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Aria Fhirnriveien
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The Face of Pan


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« Antworten #4 am: 06. Dezember 2012, 18:12:52 »

Stimmt und mein Text liest sich sicher auch "härter", als ich es meine.
Trotzdem, oder gerade deshalb wäre vielleicht eine Festlegung wichtig, an was wir uns orientieren. Das ist dann ggf. auch für Neue wichtig, denn wenn jemad einen ultrakonservativen Ritter (oder irgendwas in der Richtung) spielen will, wir aber eben in renaissanceähnlichen Zeiten spielen, geht das nicht ganz auf. Zumal, bei aller Liebe, das Marakesch für mich nichts sinnvolles ist, mit dem man tatsächlich reich werden könnte, da dort jeder Stand verkehren kann (und die, die Geld haben gerne unter sich bleiben) und nicht einmal halbnackte, südländische Tänzerinnen dort zu betrachten sind. Theater, ja... nun, für eine mittelalterliche Welt ohnehin unpassend (wie vieles, davon ab), ich bezweifle auch, dass man damit reich werden kann, zumal Alena, soweit ich weiß, nicht mal einen reichen Mäzen hat, was wiederrum Grundvorraussetzung ist um mit Geld Geld zu machen.
Aber das war auch nur ein Beispiel, ich will ihr ihren "Reichtum" nicht absprechen (auch wenns manchmal furchtbar nervig ist, dass jeder davon ausgeht, dass die fünfzehntausend Einwohner Fürstenborns und darüber hinaus sie kennen Zunge ). Standesmäßig würde ich trotz allem die Magier weit vor ihr einordnen, nicht nur aufgrund des Wohnortes.

Was die NPCs angeht: Ich nehme mich da nicht raus. Früher habe ich z.B. gern mal Ambiente-NPCs ausgespielt, teilweise sogar ohne mit einem Char anwesend zu sein. Da aber meist ohnehin nur geringfügig darauf eingegangen wird...

Egal, wichtig wäre es für mich erst einmal die Arbeitserlaubnis abzuschaffen. Natürlich wird nicht einfach jeder, der aus dem untersten Stand kommt, gleich ein "Edelrestaurant" im Fürstenviertel eröffnen können, nur weil er frei arbeiten kann. Ich sehe also nichts, was dagegen spräche.
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Nutmeg
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« Antworten #5 am: 07. Dezember 2012, 15:53:01 »

Irgendwie haben wir nun drei Diskussionsthemen auf einmal.
Das Thema "Es ist unglaublich unrealistisch, dass Alena reich ist" finde ich irgendwie sinnlos. Weltentor hatte trotz allem niemals den Anspruch, eine korrekte Mittelalter-Simulation in gesellschaftlicher Hinsicht zu sein. Weltentor ist ein Produkt  des 21. Jahrhunderts, aus der virtuellen Feder von lauter Menschen aus dem 21. Jahrhundert, keiner davon ist ein Mediävist. Ich interessiere mich ziemlich für die mittelalterlichen Epochen, aber studiert habe ich es nicht.

Es ist nicht verwunderlich, dass die seldarische Gesellschaft ein Potpourri aus aufgeklärtem Gedankengut (was an sich nicht falsch ist, die Vergessenen Reiche sind verdammt aufgeklärt und aus der kommen nunmal die meisten Charaktere), früher Neuzeit (Theater, Buchdruck) und noch einigem mehr ist. Es ist keine Zeitepoche, die man hier darstellen will, es ist High Fantasy.
Man kann sich natürlich an eine irdische Epoche anlehnen, wie das die DSA-Leute m.E. nach ziemlich gut gemacht haben. Haben wir aber bisher nicht. Deswegen halte ich es für müßig, sich nun an Alena festzubeißen, was da alles falsch gemacht wird/falsch gesehen wird. Alaska hat es schon gut erklärt, wieso ein Charakter wie Alena so "reich" werden konnte. Alena ist kein grober Verreißer in der Logik der Welt per se, deswegen denke ich persönlich eigentlich darüber nicht mal nach, wieso das unlogisch sein könnte. Wenn ich da anfange, dann finde ich doch die _komplette_ Welt irgendwann unlogisch und würde nicht mehr so sehr in ihr spielen wollen. Natürlich fallen auch mir "grobe" Verreißer in der Stimmigkeit der Welt auf, ich bin auch kein Fan von...keine Ahnung, exotischen Nahrungsmitteln in einer Agrargesellschaft.

Wegen den NSCs: Du hast das Beispiel vorgestern genannt, dass da NSCs nicht beachtet wurden - bei welcher Gelegenheit eigentlich? Als Langiva Finn zusammengekreischt hat? Du bist Weltentor, dann musst du NSCs eben sinnvoll spielen und einbauen in das Geschehen. Und dann sollten sie eigentlich auch von jedem vernünftigen Spieler beachtet werden. Mehr kann ich da eigentlich nicht zu sagen...irgendjemand muss da halt den Anfang machen, solche Dinge rücken nicht von einem Moment zum anderen in das Bewusstsein der Spieler, wenn die Spieler 5+ Jahre ohne großartige NSC-Beachtung gespielt haben. Wobei es da natürlich Abstufungen gibt, manche Chars beachten NSCs gar nicht, andere denken im Spiel zumindest daran, dass es NSCs gibt. Ich bin ein Befürworter von NSCs, die in der Welt eine Rolle spielen - alle NSCs selbst übernehmen kann ich aber auch nicht. Smiley

Wegen der Arbeitsgenehmigung...ich wäre sogar dafür. Mit einem guten Alternativsystem, wieso nicht. Was war denn deine Alternative zur Arbeitsgenehmigung, wie hast du dir das vorgestellt?
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Amilcare
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The Face of Pan


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« Antworten #6 am: 07. Dezember 2012, 21:14:18 »

Jou, das sollte auch kein Alena-Fanboy-Thread werden, aber anscheinend wurde das Argument, das _du_ gebracht hast und ich aufgenommen habe, nicht wirklich verstanden? Ich wollte anhand Alena verdeutlichen, gerade weil sie eigentlich, so wie ich es ihrer Hintergrundgeschichte entnehme, aus den "niederen Schichten" stammt, sie in Fürstenborn diese Schichten aufgebrochen hat. Das ist nicht nur sie, das Beispiel verdeutlicht aber schlicht, dass wir keinerlei solche Schichten mehr haben. Weder unter SCs, noch wirklich unter den NPCs, da Adlige selten (mit ihrer Macht) einmal ausgespielt werden. Der Adel ist aber dahingehend sinnlos, wenn die "Unterschicht" selbst so einflussreich werden kann - so sehr kann ich dann meinen Verstand doch nicht ausschalten, um den kompletten Werdegang unserer Geschichte zu ignorieren.
Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit sagen. Auch habe ich immer wieder betont, denke ich, dass man sich entscheiden müsse, ob man sich an einer Zeitepoche orientieren will. Die Renaissance bietet sich als Vorbild an, wie oben erwähnt, da dort angefangen wurde alte Strukturen aufzubrechen. Dass sich nicht alles 1:1 übersetzen lässt... ich hoffe meine Texte lesen nicht so, dass ich dermaßen dämlich bin. ^^
Wenn man aber demnächst dann das Wahlrecht einführt, die Kühlschränke zum Eis erfindet und den Armen Kekse und Kuchen schenkt, weil man überhaupt keinen Orientierungspunkt möchte - kein Server auf dem ich spielen wollen würde.

Fanboythread weswegen? Weil ich das Beispiel einfach aufgriff und nun zwei Leute den Thread, der eigentlich nur um die Arbeitserlaubnis/Bürgerschaft ging, dazu "missbrauchen" um Alena zu verteidigen, wo nicht einmal Verteidigungsbedarf besteht. Es ist auch wenig sinnvoll anzumerken, dass wir mehrere Themen auf einmal haben, wenn du das erste Fass neben meinem Thema aufgemacht hast. ^^
Am Ende widersprichst du dir selbst. Du kannst kein DSA System, auch nicht annähernd, einführen, wenn du das Ständesystem aus dem Mittelalter ablehnst und für nicht WT tauglich hältst (aus guten Gründen!), da es darauf beruht. Auch mir ist bewusst, dass WT auf den FR basiert... Grund genug das mal anzugehen, so toll sind die Reiche nicht und wir sind alles andere als High Fantasy (zumindest auf dem Server).

Was die NSCs angeht:
Komm schon, es muss auch Spaß machen und einen gewissen gesunden Menschenverstand spreche ich, überraschenderweise Zunge , jedem Spieler hier zu. Dass die Leute nicht ständig ohne Konsequenzen polternd und randalierend durch das gut bürgerliche Viertel ziehen können, dann noch von scheinbar mordlüsternen Gesellen aus dem Wald unterstützt werden, sollte jedem klar sein...
Dass es dann keinen Spaß macht, wenn man gerade zu einem Text ansetzt und die Dame, die einen vorher noch misshandelte, plötzlich zur "Entschuldigung" ein Kind bekommt... tja, naja. Das riecht ein bisschen nach Konsequenzlosigkeit in der Art "Wir führen uns auf wie wir wollen, weichen keinen Schritt zurück, werfen dir aber etwas hin, damit wir uns nicht verbiegen müssen". Natürlich unterstelle ich dir das nicht in so großem Rahmen, dazu kenne ich dich zu gut, denke ich. Ich konnte aber genau das bei allen WT Chars in gewissem Rahmen bisher gut beobachten. Wo Finn teilweise sein komplettes Weltbild verbiegen muss (um nicht ständig niedergemacht zu werden für völlig legitime Ansichten) und stets auf NPCs einzugehen versucht (denk an deine Quest, da waren diverse Gelegenheiten... nicht nur das "wenig gute" Verhalten mit den Kobolden seitens der fast durchweg "guten" Chars), ignorieren andere die Welt ansich. Und nein, die Spieler haben definitiv nicht 5 Jahre ohne NSC-Beachtung gespielt. Allein in meiner (recht aussichtslosen, ich weiß) Zeit haben zumindest Durgi und Ich immer wieder NSCs im Hintergrund übernommen, teilweise standen wir sogar nur unsichtbar da, um NSCs als Reaktion auf die Handlungen der Chars auszuspielen.
Warum ich es dann nicht weiter ausgeschrieben habe, also an dem Abend? Nun, ich dachte mir am Ende, dass zum einen die stets dort rumrennende Wache, die dann in Hörreichweite von "Mord und Totschlag" ist, eigentlich nicht zu übersehen ist, zum anderen, wie wäre es abgelaufen? Die Wache hätte, mal wieder, einen deiner Chars berechtigterweise verhaftet, da sich Langiva nicht zurückhalten hätte können. Alle Chars würden dann die Wache, die Obrigkeit ansich und sowieso alle Strukturen aus irgendeinem Anfall von völlig unbegründeter Empathie beschimpfen, anzweifeln und angreifen, mal wieder. Dass am Ende die Chars eigentlich den Kürzeren ziehen müssten und dass du Langivas Kind sicher nicht am Pranger bekommen wolltest, ließ mich davon absehen weiter zu schreiben. Versteh mich nicht falsch, ich mag die Streitereien, das ist mal etwas anderes als alle fünf Minuten einen liebevollen Satz an sein Gegenüber zu bringen. Aber streiten und sich aufführen, als gehöre einem die Stadt, sind zwei völlig unterschiedliche Dinge (und letzteres ist weniger eine Chareigenschaft) - und wenn man sich so aufführt, dann auch bitte mit etwas mehr Konsequenz. Nun... aber ich denke, ich kann es ausblenden, ja, immerhin haben wir keine hochzivilisierten Waldis mehr, die mit wilden Wölfen über den Marktplatz rennen (nein, nicht ironisch) ^^

Gut, zurück zu meinem Thema bzw. meiner Bitte:

Mein Vorschlag bezüglich der Arbeitsgenehmigung? Weg damit. Einfach weg. Man kann eine Arbeitsgenehmigung ggf. im Fürstenviertel aufrecht erhalten, oder im Turmviertel wo Chars mit Adligen zu tun haben könnten. Sprich, eine Art polizeiliches Führungszeugnis, damit der Adel sich absichert. Hätte dann auch den angenehmen Nebeneffekt, so erwünscht, dass der Adel hier etwas aktiver wäre (auch wenn im Hintergrund). Man könnte auch eine Art Ersatz für Leute erstellen, die z.B. einen eigenen Laden eröffnen wollen, oder, vllt noch wichtiger, eine Lehre bei einem Meister anfangen möchten. Man kann da sicherlich weit mehr RP rausholen als aus der Arbeitsgenehmigung, die für "like Chars" ohnehin "instant" vergeben wird, also die Bürgschaft. Hinzu kommt noch, die Bürger sterben langsam aus, weniger Bürger rücken nach, zumindest seitens der SCs. Daher müssten am Ende drei, vier Chars für alle anderen bürgen.
Mit der Lehre denke ich da z.B. an Gothic 2, war recht lustig. Man musste dort die Handwerksmeister einzeln davon überzeugen, dass man seine Lehre z.B. beim Schmied anfangen möchte. Jeder von ihnen stelle einem eine kleine Aufgabe (und intrigierte ggf. rum), am Ende konnte man die Lehre anfangen und wurde damit sogar Bürger. Man muss das nicht ganz übernehmen, sicher, aber es wäre ein netter Ansatz.
Die Bürgerschaft würde ich auch überdenken, sie ggf. von Bürgen unabhängig machen und viel mehr im ursprünglichen Sinn umsetzen: Wer Geld, Einfluss oder Besitz (vor allem letzteres) hat, besitzt die Bürgerrechte (nach einer dicken Spende an die Stadt).
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« Antworten #7 am: 07. Dezember 2012, 22:19:20 »

Mein Vorschlag bezüglich der Arbeitsgenehmigung? Weg damit. Einfach weg. Man kann eine Arbeitsgenehmigung ggf. im Fürstenviertel aufrecht erhalten, oder im Turmviertel wo Chars mit Adligen zu tun haben könnten. Sprich, eine Art polizeiliches Führungszeugnis, damit der Adel sich absichert. Hätte dann auch den angenehmen Nebeneffekt, so erwünscht, dass der Adel hier etwas aktiver wäre (auch wenn im Hintergrund). Man könnte auch eine Art Ersatz für Leute erstellen, die z.B. einen eigenen Laden eröffnen wollen, oder, vllt noch wichtiger, eine Lehre bei einem Meister anfangen möchten. Man kann da sicherlich weit mehr RP rausholen als aus der Arbeitsgenehmigung, die für "like Chars" ohnehin "instant" vergeben wird, also die Bürgschaft. Hinzu kommt noch, die Bürger sterben langsam aus, weniger Bürger rücken nach, zumindest seitens der SCs. Daher müssten am Ende drei, vier Chars für alle anderen bürgen.
Mit der Lehre denke ich da z.B. an Gothic 2, war recht lustig. Man musste dort die Handwerksmeister einzeln davon überzeugen, dass man seine Lehre z.B. beim Schmied anfangen möchte. Jeder von ihnen stelle einem eine kleine Aufgabe (und intrigierte ggf. rum), am Ende konnte man die Lehre anfangen und wurde damit sogar Bürger. Man muss das nicht ganz übernehmen, sicher, aber es wäre ein netter Ansatz.
Die Bürgerschaft würde ich auch überdenken, sie ggf. von Bürgen unabhängig machen und viel mehr im ursprünglichen Sinn umsetzen: Wer Geld, Einfluss oder Besitz (vor allem letzteres) hat, besitzt die Bürgerrechte (nach einer dicken Spende an die Stadt).

Man konnte schon immer auch NSCs anspielen. Aber es muss eben mehr als "hui, bürg für mich" sein. btw. reicht für die Arbeitsgenehmigung ein Bürge mit Arbeitsgenehmigung. Es kann also ein SC oder NSC sein. Sprich: Das ist ehrlich keine Hürde. Im Endeffekt muss man halt was machen. Das war schon immer das WT-Prinzip. Ob nun einen NSC emoten (natürlich nicht vollkommen sinnfrei), eine Lehre bei einem NSC fokussieren oder sich eine Arbeitsgenehmigung erpressen oder oder oder. Als erstes wird man natürlich immer an Spieler verwiesen. Klar, man soll ja mit den anderen Spielern interagieren, aber man kann es auch via NSC machen.

Bring ein gutes und alternatives System und wir können drüber reden. Manche werden sich nie auf einer Welt, die von unterschiedlichsten Menschen bevölkert werden, durchsetzen. Aber vielleicht geben sie Anregunungen. Und ich will jetzt keine Zusammenfassung der historischen Bürgerschichten :-)
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« Antworten #8 am: 08. Dezember 2012, 01:07:04 »

Ok, da stürzt es wie ein Kartenhaus zusammen *g*

Ich war immer fest davon überzeugt, weil es mir von allen Seiten irgendwie immer auf Nachfrage hin bestätigt wurde, dass _nur_ SCs bürgen können. Das war soweit auch der Kern des ganzen...
Wenn natürlich das entfällt, dann entfällt auch für mich eigentlich soweit das ganze Anliegen, außer von anderer Seite her mag das jemand anders haben.

Damit der Thread nicht ganz umsonst ist, können wir ja gern Nutmegs Vorschlag diskutieren. Ich finde ein Sozialstatussystem gut, so es sich irgendwie ansatzweise einbauen lässt. Obiges (was sich auf meiner Seite fast schon wie Geflame liest, sorry dafür, das war es nicht) sollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich atm für ein reines DSA Sozialstatussystem (also das typische Hochadel, Niederadel, Patrizier, Bürger, Bauern/Arbeiter, Mittellose) keine Möglichkeit sehe dies einzubauen, da wir ja alle, und ich nehme da meine Chars nicht raus, eigentlich keinerlei Standesbewusstsein untereinander ausspielen. Es ist also egal, zumindest unter den Chars, da eine reiche Alena keinerlei Vorbehalte gegen z.B. eine arme Langiva hat, oder gegen einen rumnörgelnden Finn, der gern mal den Snob-Blick auflegt. Wenn soetwas eingebaut werden sollte, müsste man es eher auf die NPCs und ihre Reaktionen auf die Chars festlegen. Das war der Grund für meinen Schrieb dort oben: Atm werden Ambiente-NSCs kaum ausgespielt, auch nicht von mir, daher macht es so keinen Sinn (wobei ich es halt sicherlich schön fände, wenn es klappt).
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