Das Weltentor
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Autor Thema: In der Abgeschiedenheit einer Höhle...  (Gelesen 453 mal)
Yalestra
Spieler

Beiträge: 994


"Die nackte Wilde"


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« am: 23. Februar 2006, 01:15:14 »

...feuchte, enge Stufen, inmitten von Höhlenwänden. Ein modriger Geruch zieht von unten herauf und wird am Eingang der Höhle fortgetragen.
Dunkelheit, undurchdringlich, angsteinflössend. Fast scheint es, als wäre gerade diese Dunkelheit nicht normal. Vorsichtig tastete der junge Mann sich weiter. Seit er aus Fürstenborn aufgebrochen war, war ihm schon einige Male diese dunkelhaarige Frau aufgefallen, meistens irgendwo am Waldesrand, wo sie dann wieder zwischen den Bäumen seiner Sicht entschwand.

Eine weitere Biegung, Fackelschein, schwach erkennbar unten in diesem unheilvollen Gewölbe. Seltsame Geräuche, Schnaufen, Klappern, Schritte, die über den Boden schlurfen, das Klirren von Metall auf Metall.
Den jungen Mann fröstelte.

Schritte, nun hinter ihm. Doch nicht von zwei Beinen, sondern von Vieren.
Er spürte, wie sich seine Nackenhaare aufstellten, wusste nicht, ob er sich nun schneller bewegen sollte oder inne halten.
Das, was vor ihm lag, musste ebenso unerträglich sein, wie die Gefahr, die er förmlich in seinem Nacken spüren konnte.
Ein leises Knurren, heiser Atem streifte über seinen Nacken und der junge Mann erstarrte. Der Fackelschein kam näher, die Geräusche aus dem Gewölbe verstummten wie von Geisterhand und er spürte seine Angst noch viel stärker. Langsam, unendlich langsam, wandte er seinen Kopf, nahm Schritte wahr, die sich von unten her näherten, ein Kinderlied, eine Frauenstimme, die leise, bedrohlich sang..

Rote Augen, eine schwarzbraune Bestie vor ihm, die ihn anknurrte. Von dem fauligen Atem wurde ihm übel und dann brach das Kinderlied ab, der Fackelschein verharrte, eine Stimme, so angenehm und doch so kalt wie Eis, ließ ihn frösteln. "Gut gemacht, Nareal."

Noch immer starrte der junge Mann vor Arisa den monströsen, kräftigen Höllenhund an, der da vor ihm stand und die Zähne bleckte. Er versuchte natürlich zu fliehen, machte einen Satz auf den Höllenhund zu. Es ging alles sehr schnell. Ein Biss, ein Aufschrei, Blut, das einen zertrümmerten Arm herablief und der Höllenhund ließ das wimmernde Häufchen Elend wieder los.
Unerbittlich schien die schmale Hand, die sich nun um sein Handgelenk schloß und ihn hochzog, ihn hinter der Frau die Treppen herab führte, tiefer ins Gewölbe. Der Höllenhund stetig hinter ihm, der heiße Atem des Externaren drohte dem jungen Mann die Beine zu versengen.

Die Treppe endete. In Reih und Glied standen sie da und fassungslos streifte sein Blick über die Skelette, die Zombies, die Waffen, welche einige der Skelette in den Händen hielten.

Arisa lächelte kalt. Sie hatte viele Übungsobjekte hier unten, um zu testen, wie sie vorgehen konnte. Die meisten waren nicht einmal zu untotem Leben erweckt.
Die hübsche Frau mit dem dunklen Haar wandte sich zu ihrem neuesten Opfer um und hob eine Hand, in ihrer Handfläche glühte rubinrot eine Kugel auf, schoß auf den Unglücklichen zu, der es gewagt hatte, sie zu verfolgen und ließ ihn mit einem Röcheln zusammensinken.

"Labe dich. Aber lass genug für unsere Studien übrig, Nareal."
Schon im nächsten Moment fiel der Höllenhund über den Toten her, um seinen Hunger zu stillen. Und so, als wäre nie etwas gewesen, steckte Arisa die Fackel zurück in die vorgesehene Halterung und wandte sich einem dicken Buch zu, in welchem sie einige Zeilen nachlas...
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Kaz Hiskari - "Was glotzt du so? Aufs Maul!?"
Ny'zara Kennyr'plith - *huscht in den schützenden Schatten der Bäume*
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