Das Weltentor
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Autor Thema: [Eowen] Ein Kind des Waldes  (Gelesen 3778 mal)
Skyrider
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Vorsicht! Stille Wasser sind tief!


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« am: 14. Dezember 2007, 22:04:56 »

Prolog

Sie hatten sich gesehen und schon war es um sie geschehen. Die Anziehung war auf beiden Seiten sofort spürbar und doch war zwischen ihnen alles anders.

Lilia'derna aus dem Haus Hríve'oron - sie eine hohe Elfe aus alter elfischer Familie, geboren um den Fortbestand der Elfen zu sichern. Ihre glatte wunderschöne Haut, ihre langen wunderschönen gleichmäßigen Ohren, die grünen Augen wie Smaragde und ihr langes Haar, das rötlich in der Sonne schimmerte.

Willhelm von Duranum - er ein adeliger Mann im besten Alter. Schlank, aber nicht sehr groß für einen Menschen. Mit rotbraunen, gelockten Haaren, dunkelbrauner Haut, seine Augen sind so  saftig grün wie das Laub der Bäume.

Als ihre Familien nach vielen Monaten, hinter die Beziehung der beiden kommen, war der Schock groß. Wie hatten sie, das nur tun können. Doch gegen alle Widerstände bestand ihre Liebe. Schon bald nach der Vermählung wurde festgestellt, das Lilia ein Kind erwartete. Was beide, als ein Geschenk ansahen. Alle Warnungen, die eine solche Schwangerschaft mit sich bringen konnte, ignorierten sie einfach. Sie liebten einander sehr, auch wenn sie wussten, das sie nur wenige Jahre hatten. Denn Wilhelm war nun schon 31 Jahre alt, und Lilia mit ihren 234 Jahren war im Gegensatz zu Ihm noch jung.

Doch leider standen die Zeichen für ihre Zukunft unter keinem guten Stern. Die Elfen, die einst das Land bevölkerten wurden von den Menschen mehr und mehr verdrängt. Sie hatten zwar eine wesentlich kürzere Lebenserwartung, aber dafür erzeugten Sie schneller und zahlreicher Nachkommen.

Zu erst wurden die Menschen noch geduldet, da es nicht viele waren. Aber durch die starke Vermehrung benötigten sie schnell mehr Platz, und aus ihren Ansiedlungen wurden Dörfer und daraus schließlich kleine und größere Städte.

Warum und wieso schließlich ein Krieg zwischen den beiden Völkern ausbrach, dass weiß heute keine der Parteien mehr so genau. Doch dieser Krieg verbreitete sich in der Region, wie ein Lauffeuer und kam auch bei dem glücklichen Paar Wilhelm und Lilia an. Da Elfen angefeindet wurden. Verabschiedete sich Wilhelm von seiner Familie und ging mit Lilia zu ihrer Familie, dort war er nicht gern gesehen, aber er wurde geduldet.
 
Als die Niederkunft sich abzeichnete und Lilia schon starke Wehen hatte, wurde Alarm geschlagen. Alles ging schnell, die Elfen brachten sich in den Wäldern der Umgebung, in Sicherheit. Man brachte daraufhin die Hochschwangere, ihren Mann, und Skarn - Lilias Vater, einen der ältesten Druiden in eine nahe Höhle. Die den Elfen ab und zu als Unterschlupf diente, und nicht so schnell entdeckt werden konnte. Die Geburt war schwierig. Doch endlich hielt das Paar ihr Kind in den Armen und sie waren glücklicher als je zu vor.

Plötzlich standen Menschen in der Höhle, denn die Schmerzensschreie Lilias waren nicht ungehört geblieben.

Wilhelm versuchte mit Engelszungen auf die Eindringlinge einzureden. Doch diese sahen nur Lilia,  und das Kind. Schon waren die Fremden darauf versessen sie zu töten. Denn je weniger es von ihnen gab, um so mehr Platz hatten sie, und um so weniger standen ihnen im Weg. Er war tapfer - stellte sich vor seine Frau und sein Kind. Es half nichts. 


Als der Ansturm losbrach und der Angriff erfolgte, gab Lilia das Kind an ihren Vater und befahl ihm zu fliehen.

Dieser sprach einen Zauber, der erst das Kind und dann ihn selbst in eine Aura der Unsichtbarkeit hüllte. Er ging tiefer in die Höhle um dort zu warten, das Kind in seinen Arm. Es war ganz friedlich, als wüsste es das es ruhig sein musste, damit man sie nicht entdeckte.

Als die Kampfgeräusche verklungen waren, und der Elf nur noch den Atem des Kindes und seinen hören konnte, wagte er sich langsam wieder in den vorderen Bereich der Höhle. Mit entsetzen sah er das man sowohl Lilia als auch Wilhelm getötet hatte. Doch Wilhelm war ein guter Kämpfer gewesen. Er hatte einige der Menschen getötet, bevor er schließlich selbst den Tod gefunden hatte.

Skarn legte das Kind, dem seine Eltern den Namen Eowen gegeben hatten, in ein Binsenkörbchen. Brachte die Menschen, die nichts in der Höhle zu suchen hatten hinaus. Er überließ sie den wilden Tieren, die sich sicher um die Leichen kümmern würden.

Dann legte er Wilhelm neben Lilia und sprach einen Segen über die beiden. Denn er begleitete auch das Amt des Priesters wie es bei Waldelfen nun einmal war. So sprach er also ein Gebet für die Liebenden. Als alles vollbracht war, versprach er für Eowen zu sorgen und sie zu beschützen. Dann verließ er die Höhle mit dem Kind. Draußen sprach er erneut ein Gebet, und so fielen Steine vor die Höhle, denn keiner sollte die Ruhe der beiden Liebenden je wieder stören.

Danach machte er sich mit Eowen auf den Weg zurück zu seinem Volk. Mit dem Kummer im Herzen eine Tochter und einen Sohn verloren zu haben.
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« Antworten #1 am: 21. Januar 2008, 19:19:00 »

Kindheit und Jugend

Die Zeit verging und aus dem Baby wurde ein Kind. Sie wuchs und wuchs.
Ihr Aussehen war sehr vom elfischen Blut geprägt, die Ohren waren lang und spitz zulaufend. Ihre Haut wurde mit der Zeit dunkler und blieb auch so. Wohl hatte sie ihres Vaters Augen, die wie saftiges Laub aussahen. Ihre Haare bei der Geburt noch dunkel, gingen nach und nach immer mehr in rötliche Locken über, welche manches Mal schwer zu bändigen waren.

Schnell wurde klar das sie in einige Dingen den Elfenkindern voraus war, doch anderes fiel ihr schwerer. Keiner in der Gemeinschaft hatte je offen Abneigung gezeigt, oder erkennen lassen das die Unterschiede störten. Als sie die Kindheit langsam abstreifte und zur Jugendlichen wurde, ging sie immer öfter eigene Wege.  Sie beschloss nach dem sie sich hier und da umgesehen hatte,  es  ihrem Großvater gleich zu tun und ließ sich von den Druiden unterweisen.

Den Unterricht bei ihrem Großvater genoss sie, doch waren es nur seltene Momente. Die restliche Zeit grenzte sie sich selbst aus. Doch vertiefte sie ihr Wissen um Pflanzen, Kräuter und Heilung. Aber auch Tiere waren ihr sehr wichtig. Meist Wölfe, vor allem jene, die aus irgendwelchen Gründen aus dem Rudel ausgeschlossen worden waren, hatten es ihr angetan. Diese Wölfe folgten ihr meist aus freien Stücken und man hätte sie für große Hunde halten können.

Doch egal wie behütet sie auch aufgewachsen war. Die Menschen breiteten sich immer mehr aus und bald war nicht mehr viel vom einstigen Elfenreich übrig, außer kleinen Waldelfendörfern in den hohen Baumkronen von denen die Menschen nicht einmal ahnten, das sie existierten.

Menschen – nein, man hatte den Elfenkindern nicht beigebracht sie zu hassen oder auch nur Abneigung zu empfinden. Man hat ihnen die Entscheidung selbst überlassen. Doch zeigten die Menschen ihnen meist selbst, das man vorsichtig sein musste und man ihnen besser nicht in die Quere kam.

Mit der Zeit begann Eowen die Menschen auszuspionieren, durch ihre angeborene Fähigkeit sich leise und unauffällig zu verhalten gelang ihr das meist sehr gut. Bemerkte man sie doch, hatten die meisten Menschen im Wald keine Chance. Denn wie will man jemanden finden, der sich durch reine Konzentration und die Kraft der Natur um sich herum in eine Tier verwandelte? Denn wie wollte ein Mensch einer Maus folgen, die im Unterholz verschwand?

Es machte ihr riesigen Spaß sich hin und wieder auch in Tiergestalt in die Menschensiedlungen zu schleichen. So lernte sie die Sprache der Menschen. Zwar konnte sie es zu Anfang nur verstehen, Adoch später in den Bäumen wiederholte sie was sie gelernt hatte, so lange bis sie es konnte.

Was sie nicht wusste, ihr Großvater Skarn hatte einen der Elfen, der Eowen mochte, immer wieder hinter ihr her geschickt. Denn er sorgte sich doch das ihr etwas passieren könnte und so konnte er sicherstellen, das sie immer wieder heil zu Hause ankam.
Nach einiger Zeit sagte Skarn, das er ihr nicht mehr folgen brauchte, er wüsste nun das sie vorsichtig war und keine unnötigen Risiken einging. Doch der Elf hatte Gefühle für Eowen entwickelt, wollte mit Eowen zusammen sein und in ihrer Nähe bleiben. Der Großvater verstand  und führte daraufhin ein ernstes Gespräch mit ihm.
Er machte ihm klar, das er das mit Eowen selbst besprechen müsste und das sie ,obwohl sie sehr elfisch wirkte, doch zur hälfte Mensch sei und nicht so lange leben würde wie er. Doch das war ihm egal, vorausgesetzt sie dächte ebenso.
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« Antworten #2 am: 16. März 2008, 19:15:51 »

Die Liebe und ein neues Leben

Der Elf mit Namen Ranefine stellte es äußerst geschickt an. Behutsam ging er vor ohne aufdringlich zu werden, ließ er Eowen merken, das er gerne in ihrer Nähe war. Stellte es immer wieder so an, das sie sich oft über den Weg liefen.

Eowen war inzwischen 23 Jahre alt und hatte schon erste Erfahrungen gesammelt, wusste was zwischen Mann und Frau passierte. Elfen waren darin freizügiger, als es die meisten Menschen es waren und ließen sich viel Zeit. So war es auch zwischen Ranefine und Eowen. Die beiden kannten sich schon ihr ganzes Leben.

Ranefine war schon 124 als Eowen geboren wurde.  Er hatte sie sozusagen aufwachsen sehen. Mit jedem Tag der verging merkte er mehr und mehr, das er mit jedem Tag seine Gefühle für sie wuchsen und er mehr für sie empfand. Das sie sich in seinen Gedanken befand egal was er tat, doch wollte er nichts tun, bis er wusste, das Skarn nichts gegen die Verbindung einzuwenden hatte.
Nun war es endlich so weit und Ranefine gestand Eowen seine Zuneigung.

Dadurch das er sich ständig in ihrer Nähe aufgehalten hatte, war auch Eowen ins Grübeln gekommen. Ranefine, der Elf mit den feinen Gesichtszügen, den ausdrucksstarken, rehbraunen Augen. Seine Haut war noch etwas dunkler als Eowens und hatte einen leichten Kupferstich. Als er ihr seine Gefühle offenbarte war es, als würden 1000de Ameisen über sie hinweg rennen, so sehr kribbelte ihre Haut von Kopf bis zu den Füßen.

Sie fühlte sich geschmeichelt, doch wusste sie das es nicht fair wäre einen Elfen an sich zu binden, denn er würde ihre Lebensspanne um ein mehrfaches übersteigen und wenn sie alt und gebrechlich würde, wäre er noch immer jung und fit. Das wollte sie nicht und das sagte sie ihm auch. Doch er legte ihr zwei seiner Finger auf die Lippen und bat darum etwas sagen zu dürfen und so schwieg Eowen und Ranefine sprach mit ruhiger Stimme von einem Leben voller Erfüllung und Liebe, wenn sie die Zeit die sie hatten zusammen verbringen würden. Er sagte ihr, das wenn sie ihn nicht wollte, er fort gehen würde, doch würde er immer das Gefühl haben, das er hier einen wichtigen Teil von sich zurück gelassen hätte.

Noch während Ranefine sprach war Eowen näher an ihn herangetreten und hatte ihre Arme um seinen Körper gelegt, mit ihren Händen hatte sie seinen Rücken gestreichelt. Bis er schließlich verstummt war und sie sich endlich geküsst hatte.

Seit diesem Zeitpunkt waren sie unzertrennlich. Die Gemeinschaft sah sah es mit gemischten Gefühlen. Ein Teil freute sich für die beiden, denn sie wussten wie lange Ranefine auf seine Eowen schon gewartet hatte. Andere aber es waren nur wenige, dachten das Ranefine seine Gefühle besser einer reinblütigen Elfe geschenkt hätte, statt einem Halbblut.

Doch als Eowen schwanger wurden, war die Freunde denn noch groß, denn ein von einer Halbelfe und einem Elf geborenes Kind gilt wieder als Elf, da das Blut des alten Volkes vorherrscht. Eowen wurde umsorgt. Ranefine, wie auch Skarn lasen ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Doch Eowen ließ sich nicht einsperren. Sie ging weiter hinaus um die Menschen auszuspionieren. Selbst als sie die Bewegungen des Kindes spürte und es längst telepathischen Kontakt zu ihr aufgenommen hatte. Die Drei hatten eine enge Verbindung zueinander. Gingen sie doch gemeinsam, in Gedanken auf  Reisen – in eine friedliche Welt ohne Krieg und Tod.  Zu dritt hatten sie so gar schon einen Namen für das Kind gesucht. Der kleine Junge hatte sich für den Namen Ilweran entschieden, was so viel wie Regenbogen bedeutete. Es ging ihr hervorrangend und sie fühle sich so gute wie wohl nie zu vor. Eowen strahlte mit der Sonne um die Wette und wurde von Tag zu Tag schöner.
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« Antworten #3 am: 15. Juni 2008, 13:47:31 »

Zwischen Leben und Tod

Die Zeit verging und selbst Eowen sah schließlich ein, das sie sich mehr um sich und Ilweran kümmern musste, als um die Menschen. So blieb sie in der Näheren Umgebung der Siedlung, doch auch hier gab es genug zu tun. So das es ihr nicht langweilig wurde.

Ranefine, ließ sich schließlich auch für den Wachdienst in unmittelbaren Umgebung einteilen, so das er wenn das Kind kam, er gleich da sein konnte. Denn keiner konnte wirklich vorher sagen wie die Geburt bei Eowen verlaufen würde. Denn Elfen hatten keine großartigen Schmerzen bei der Geburt, im Gegensatz zu Menschen. Deshalb wollte Ranefine auf jeden Fall bei ihr sein, wenn das Kind kam.

Eowen hatte sich an jenem Abend für Schlafen gelegt, schon den ganzen Tag hatte sie sich matt und ausgelaugt gefühlt und so schlief sie tief und fest.
Ranefine war zur Wache in einer der äußern Wachposten eingeteilt und bekam den Angriff, denn die Menschen sorgfältig geplant hatten, erst mit als die Warnhörner der anderen Seite erklangen und sofort machte er sich auf den Weg über die Bäume in die Siedlung.
Skarn hatte Eowen geweckt, als er die Warnhörner hörte. Er half ihr auf und wollte sie fort bringen, als direkt neben den beiden Brandpfeile und - bolzen ins Holz einschlugen. Ohne weiter nachzudenken, blieben beide und halfen dabei die entstehenden Brände zu löschen. Doch dann waren die Menschen irgendwie auf die Plattformen der Siedlung gelangt und begannen unbarmherzig die Elfen abzuschlachten wie Ungeziefer. Eowen griff nach ihren Zaubern und ließ Zauber um Zauber auf die Menschen nieder gehen, ebenso ohne an die Leben zu denken, die dabei verloren gingen. Sie wusste nur das sie alle in großer Gefahr waren und sich schützen mussten. Der Kampf entfernte Skarn und Eowen von einander und so bekam sie nicht mit das ein Mensch sich ihr im Rücken näherte und als er die Chance sah, zu schlug. Der Schmerz durch fuhr Eowen wie ein Blitz. Die Waffe des Menschen war ein Speer gewesen und er hatte ihn von hinten nach Vorne durch getrieben. Eowen spürte wie das Leben aus ihr zu weichen begann und nicht nur ihres, sondern das dieser Speer auch Ilweran verletzt hatte. Sie fiel zu Boden und konnte sich nicht mehr rühren. Sie versuchte ruhig zu bleiben, um Ilweran zu schützen und verwandt ihre restliche Magie darauf ihrer beiden Wunden zu heilen, aber der Schmerz war zu groß und der Speer steckte noch immer in ihrem Körper.
Skarn konnte erst zu ihr, als er seinen Gegner besiegt hatte und ihren gleich danach ausschaltete. Er zog den Speer heraus und begann ihren Körper zu heilen. Doch für Ilweran war es zu spät gewesen. Eowen spürte wie ihr kleiner Junge in ihr starb und der Schmerz entsetzlich wurde.
Doch dann wurde ihr klar, das nicht nur Ilweran gestorben war, sondern auch Ranefine den Tod in jenem Moment ereilt hatte. Nieder geschlagen von vier Menschen, in einem erbarmungslosen Kampf um Leben und Tod. Der Schmerz war so groß das Eowen sich nur zu gerne der Dunkelheit der Bewusstlosigkeit hingab.

Als sie erwachte lag sie auf einem Bett, in Skarns Hütte. Ihre Hand ging zu ihrem Bauch, doch da war nichts mehr. Leere – und sie wusste, das Skarn ihr das Kind genommen hatte um ihr weiteren Schmerz zu ersparen. Sie versuchte sich aufzusetzen, doch eine Elfe, die Eowen sofort als Ranefines Mutter erkannte drückte sie sanft, aber bestimmt zurück. Sie kümmerte sich rührend um Eowen, trotz ihres eigenen Verlustes oder vielleicht war es gerade deshalb für die beiden Frauen gut, denn beide hatten ein Kind verloren und Eowen noch ihren Mann.

Langsam kam Eowen zu Kräften. Bald hielt sie nichts mehr im Bett und so begann sie wieder zu trainieren. Alles was ihr von dem Überfall körperlich geblieben war. Waren die Narben auf ihrem Bauch, die ihr den Verlust tagtäglich vor Augen führten. Sie war voller Zorn, Wut und vor allem Hass. Diese Gefühle halfen ihr den Schmerz des Verlustes zu besiegen und neue Kraft für ihr Leben zu finden. Sie wollte jeden Menschen töten, egal ob Mann, Frau oder Kind. Sie würde nun kein Erbarmen mehr zeigen.

Doch Eowen war nicht wirklich ein Killer und so ließen die negativen Gefühle etwas nach mit der Zeit. Doch half sie die Menschen auszuspionieren und sie weiter zurück zu drängen. Durch den Überfall auf die Elfensiedlung waren alle nicht mehr so zimperlich und so kamen bei ihren Unternehmungen nun mehr Menschen zu Tode als zu vor, aber Eowen war es egal.

So blieb es die nächsten 33 Jahre, in denen Eowen niemanden mehr nahe an sich heran ließ, denn sie wollte nie wieder jemanden verlieren.
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« Antworten #4 am: 25. Juni 2008, 08:04:51 »

Der Tod, ist doch nicht das Ende – ein neues Leben beginnt!

Eowen hatte sich völlig der Rettung des Waldes und des Kampfes gegen die Menschen verschrieben. Ihr Schmerz des Verlustes ließ sie jeden Kampf gewinnen, denn sie trug ihre Kämpfe mit der Kraft einer Löwen aus, denn sie hatte nichts zu verlieren, man hatte ihr alles genommen, was ihr wichtig war.

Doch eines Tages stellten die Menschen ihr eine Falle und sie wurde gefangen. Nur wo die Elfen immer wieder Gnade walten ließen und die Menschen kurz vor ihren Siedlungen frei ließen, da machten die Menschen kurzen Prozess und so kam es das Eowen bald auf einem Pferd saß, mit gefesselten Füßen und Händen. Zusätzlich hatte sie einen Knebel im Mund, da man Angst hatte vor der Stimme der Elfen, diese sollte magische Kräfte haben.

Nichts half, kein Winden und keine Befreiungsversuche. So merkte sie wie man das Pferd antrieb und die Schlinge um ihren Hals sie zuzog, doch dann fiel sie. Denn hinter ihr, dort wo sie vorher mit dem Pferd gestanden hatte, dort war ein Portal erschienen und dort durch wurde sie nun geschleudert. Die Fesseln verschwanden, und auch der Schmerz am Hals, doch die Dunkelheit umfing sie und sie ließ sich vertrauensvoll fallen.

Als die Dunkelheit verging, landete sie recht unsanft auf den Knien. Ihr Kopf schmerzte und sie wusste nicht wo sie war, noch wer sie war. Sie sah sich um und vom Turm herunter erkannte sie eine Stadt. So ging sie durch die Falltür und folgte dem vorgefertigtem Weg. Unten vor dem Turm, dort fand sie einige Bewohner, die ihr erklärten was es mit dem Portal auf sich hatte. Doch je länger sie auf dem Marktplatz stand und die Häuser der Stadt sie anstarrten um sie eher wollte sie fort. Zum Glück führte man sie auch so gleich aus der Stadt und durch Weilersbach in die Wildnis des Landes. Eowen merkte wie sie ruhiger wurde. Inzwischen war ihr zumindest ihr Name eingefallen.

Eowen

Doch wusste sie noch immer nicht, wer Eowen war noch wo sie eigentlich herkam.  Doch bemerkte sie schnell, das Tiere, vor allem wilde Tiere positiv auf sie reagierten. Sie kamen zu ihr und hielten sich in ihrer Nähe auf. Doch griffen sie nicht an. Eowen blieb für einige Zeil im Wald. Tief im Wald. Sie ging in sich. Meditierte und zum Dank bekam sie einen Teil ihrer Erinnerung als Vision gezeigt. Auf diese Weise hatte sie erfahren, das sie eine Halbelfe war und eine Druide.  Es dauerte eine ganze Zeit lang bis sie sich in ihrer nun neuen Heimat wohl fühlte. Die Bewohner die sie traf beäugte sie mit Misstrauen, obwohl sie schnell begriff, das keiner von ihnen etwas damit zu tun hatte, das sie nun in Seldaria war.

Eine Zeit lang war sie mit einem Magier unterwegs doch jener verließ das Land wieder durch das Portal, weil er wohl sich in Seldaria nicht wohl fühlte.

Danach durchstreifte sie immer wieder alleine die Wildnis. Zu den Waldleuten – Druiden und Waldläufern hatte sie keinen wirklichen Kontakt, obwohl es sie zu Beginn sehr stark zum Druidenhain zog. Doch dann begegneten ihr die Leute der Tempelgarde und langsam befreundete sie sich mit ihnen an. Auf eine besondere Art und Weise, denn sie hatte ihre Fähigkeit,die Gestalt zu wandeln wieder entdeckt. Da sie im Gebirge immer wieder abgeschlachtete Schneewölfe fand. Lief sie oft als riesige Schneewölfin herum und so fand sie Anschluss und begleitete als “Lara“ die Tempelgarde, wann immer die bei ihren Patrouillen durch den Gebirgspass gingen.

Nach und nach ließ sie dann immer wieder Eowen auftauchen und machte klar das “Lara“ eine Freundin von ihr war. Nach einiger Zeit wurde sie dann in der Tempelgarde aufgenommen und fand so ein neues zu Hause.

In der Zwischen Zeit hatten sich immer mehr Erinnerungen eingestellt. Sie tauchten immer mal wieder auf und so wusste Eowen nun wieder wer sie war und wo sie herkam, doch wusste sie auch, das sie in ihre alte Heimat nie wieder zurückkehren könnte.
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« Antworten #5 am: 12. Juli 2008, 19:02:56 »

Wie das Leben so spielt..

Eowen lebte sich gut ein. Als Lara erkundete sie immer wieder das Gebirge und auch den Wald, aber auch begleitete sie immer wieder die Tempelgarde bei ihren Patrouillen und das nicht nur als Schneewolf, sondern auch in ihrer eigentlichen Gestalt. Schließlich wurde sie aufgenommen in die Tempelgarde und wurde ein fester Bestandteil der Tempelgarde.

Sie ging aber auch mit wenn Trudi wieder einen ihrer Transporte erledigte oder sonst ein Begleitschutz erforderlich war. So arbeitete sie eng mit Kendric vom Drachenmondorden zusammen und je länger sie sich kannten um so näher kamen sie sich. Bis Eowen über ihren Schatten sprang und ihm ihre Gefühle offenbarte.

Von da an sah man sie noch mehr zusammen hängen als vorher und die beiden bauten sich so gar ein Baumhaus in Hammerhütte und nahmen einen stummen Jungen bei sich auf.
Eine kleine glückliche Familie.

Doch Eowen trieb es mit wachsender Gefahr immer wieder in den Wald und war so immer wieder  lange Zeit fort von Kendric und Fem. Doch vertraute sie auf ihre Verbundenheit und ihre Liebe zu einander, das sie auch diese schwierige Zeit überstehen würden.

Leider hatte sie nicht mit einer Frau Namens Suna Serpentis gerechnet, welche alles dran setzte in ihrer Abwesenheit in Kendrics Nähe zu sein und ihn nach und nach auf ihre Seite zu ziehen.
Bis er eines Tages als Eowen nach einer langen Wanderung aus dem Wald glücklich wieder bei ihrer Familie zu sein zurückkehrte und er ihr so gleich offenbarte, das er sich von ihr trennen würde.

Für Eowen brach eine Welt zusammen. Sie verstand nicht wie er so etwas tun konnte. Tagelang streifte sie in Gestalt eines schwarzen Panthers umher und war völlig aus dem Gleichgewicht. Der Panther riss Goblins wie auch Wild... doch das Wild verspeiste sie im Gegensatz zu den Goblins, die sie zerfleischt und meist schwer verwundet einfach ihrem Schicksal überließ.

Immer wieder kam sie völlig erschöpft zum Hain hin und suchte jenen auf der ihr schon vorher beistand. Düsternis. Der Elf war einfach nur da. Er ließ sie gewähren, ließ sie toben, weinen und dann bei ihm wieder ruhe finden. Er gab ihr für einige Momente ihr inneres Gleichgewicht zurück, doch so bald der Schmerz wieder in ihr Bewusstsein kam ging es von vorne los.

Schließlich ging sie zu Kendric und sprach erneut mit ihm. Die Ruhe die sie ihm gegenüber an den Tag legte, überraschte sie selbst, wollte sie ihn doch am liebsten in der Luft in 1000 Stücke zerreißen und diese Frau gleich mit. Doch sie hielt es durch und blieb ruhig, freundlich und danach ging es ihr etwas besser. Doch ihre innere Unruhe blieb! Sie gab sich die Schuld daran, das sie ihr zu hause ein weiteres mal verloren hatte.

Ihr Sohn Fem kam zu einem Ritter als Knappe und sie verließ erst einmal Hammerhütte und zog in den Wald und auch aus der Tempelgarde zog sie sich zurück und auch Lara war erst einmal verschwunden.
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« Antworten #6 am: 22. Juli 2008, 18:01:19 »

Das innere Gleichgewicht ist lebenswichtig für Druiden!


Fast wäre sie an der verlorenen Liebe zerbrochen ohne zu merken, das es nicht die Liebe war, sondern der Verrat, der sie so sehr schmerzte.

In dieser Zeit, manchmal nicht sie selbst, ging sie zum Hain und brauchte dort in aller Heimlichkeit einen Zweig an, der von einem anderen Baum, doch zur gleichen Sorte gehörte. Etwas in ihrem Inneren sagte ihr, das dieser Zweig oder auch nur ein Ast davon sicher noch eine Rolle spielen würde. Denn die, die sich Auril nannte, hatte ihre Lakein ausgesandt und wollte unbedingt einen Ast des Baums, soviel konnte in Erfahrung gebracht werden.

Doch kam nach einiger Zeit, die Frau in den Wald, die Kendric den Kopf verdreht hatte und Eowen sprach mit ihr. Ihre Abneigung gegen diese Frau war von Beginn an da gewesen und auch jetzt wäre sie ihr am liebsten an den Hals gesprungen. Sie sprach denn noch ruhig mit ihr, denn sie hatte Kendric in einem weiteren Gespräch freigegeben, so weh es auch tat. Doch tief im Inneren wusste sie, das sie ihm nie wieder völlig vertrauen konnte.

Nach dem Gespräch mit Kendric und nun bei diesem Gespräch mit Suna merkte sie, das ihre Wut noch nicht mal wirklich Suna galt, und auch nicht Kendric, der sie wahrlich tief verletzt hatte. Nein, sondern ihr selbst. Weil sie nicht da gewesen war um den Mann bei sich zu behalten, aber sie erkannte auch, welchen Unterschied Menschen und Elfen in Beziehungen machten.

Einige Zeit später, noch immer war Eowen nicht in der Lage sich in Lara zu verwandeln, war sie in Gestalt Arc'Felja unterwegs. Der schwarze Panther streifte gerne um den See zum Druidenhain und so begegnete sie Quilene. Im ersten Moment wollte sie verschwinden, denn Quilene war eine Drow und das bedeutete Gefahr. Doch benahm diese Drow sich anders, nicht aggressiv sondern freundlich und liebevoll. So ergab es sich das Quilene sich dem vermeintlichen Panther anvertraute.

Als Eowen von Quilene erfuhr, das sie und Düsternis einige Zeit zusammen verbracht hatten. Durchzuckte Eowen ein Gefühl, ungewohnt, denn so hatte sie noch nie empfunden. Doch war es nur einen Moment in dem das Gefühl auf flackerte und dann wieder verschwand. Seit dem war sie ohne das die Drow es wusste mit ihr verbunden, denn sie hütete im tiefen inneren ihre Geheimnisse.

Die Zeit die sie bei Düsternis im Wald verbrachte wurde für sie fast lebenswichtig. Er war das einzige was sie in dieser Zeit des inneren Unfriedens wieder zu dem machte was sie war. So erkannte Eowen, welche Gefühle es gewesen waren. Zuneigung und mehr, die sie für Düsternis empfand und auch das andere Gefühl erkannte sie welches sie kurz wie einen Stich in ihrer Seele wahr genommen hatte, als Quilene von der Zeit mit Düsternis erzählte - Eifersucht.

Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Mit Freude im Herzen wollte sie am Maar auf Quilene  warten statt dessen traf sie auf eine andere bösartige Drow, welche Fi'ami bedrohte und sie durch eine vergifteten Bolzen außer Gefecht setzte. Die Drow hatte eigentlich vor Fi'ami zu entführen , doch Eowen in Gestalt des Panthers ging auf die Drow los. Als sie merkte, das dies nichts half, wechselte sie vor den Augen der Drow die Gestalt und begann auf diese einzureden. Sie wollte Fi'ami nicht noch mehr in Gefahr bringen. Doch war die Forderung der Drow klar. Sie wollte einen Ast vom “heiligen Baum“ gegen das Leben von Fi'ami. Eowen wusste, das die Drow damit keine Scherze machte. Auch wenn sie ihr einziges Druckmittel verlieren würde, wenn sie Fi'ami töten würde. Doch Eowen tat was die Drow wollte. Sie ging mit ihr zum Hain, und rupfte einen Ast vom Baum und zwar so das die Drow das Ganze und sehen konnte. Sie sprach einige drudische Worte und der Ast verdorrte in ihrer Hand. Nun war es wahrlich nur noch ein lebloses Stück Holz von irgendeinem Baum. Doch das wusste die Drow ja nicht, diese nahm den Ast und zog sich zurück, Eowen verfolgte sie halbherzig und kehrte dann zu Fi'ami zurück. Heilte die Wunde die durch den Bolzen entstanden war und vorsorglich sprach sie auch noch einen Zauber gegen alle möglichen Gifte aus. Fi'ami wollte natürlich wissen was Eowen getan hatte und Eowen sagte der fast schon schlafenden Fi'ami das sie einen falschen Ast der Drow übergeben hätte und später alles erklären würde.

Dann verschwand sie im Unterholz, denn wieder einmal wurde sie von der Dunklen Seite angezogen. Die Drow hatte es offensichtlich durch die Energie des Hains nicht bemerkt, doch Eowen musste ihrem Instinkt folgen und so würde man wieder einmal eine Horde abgeschlachteter Goblins finden und einen schwarzen Panther der wie ein Schatten durch die heraufziehende Nacht jagte, doch Eowen blieb erst einmal verschwunden.
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« Antworten #7 am: 23. Juli 2008, 12:56:31 »

Der Ausgleich


Eowen hatte sich einige Tage verborgen gehalten, war weder bei Düsternis noch beim Hain aufgetaucht. Wieder glaubte sie große Schuld auf sich geladen zu haben. Doch dann trug der Wind ihr eine Kunde zu und so folgte sie dem Ruf, der zum Kampf gegen die Untoten bei den Ruinen rief.

Sie war mit einem Mal einfach zwischen ihnen, nahm war das keiner wirklich auf sie achtete oder einging, so tat sie das wozu sie gekommen war. Sie schützte sie und sich, und kämpfte an ihrer Seite um die Untoten endlich von dem alten Schlachtfeld zu vertreiben.

Wieder und wieder kämpften sie diese lebenden Toten nieder und gewannen an Boden. Doch dann mit einem Mal tauchte aus den tiefen eine untoter Leichnam auf und griff an. Er versuchte es bei Quilene und auch bei Clara, die recht weit vorne standen. Aber sie wurden durch einen Zauber gegen den Angriff dieses Monstrums geschützt, als er sich auf Düsternis stürzen wollte der ihn ja nicht kommen sah, stellte sich Eowen tapfer dazwischen und versuchte gegen die unbarmherzige Kraft des Untoten anzukommen. Doch durchbrach er alle ihre Zauber und nahm mit einem Atemzug all ihre Lebensenergie in sich auf und sie fiel tot zu Boden. Ihr letzter Gedanke galt Düsternis, dem sie so gerne noch gesagt hätte, was sie bewegte. Doch sein Schutz ging ihr in jenem Moment über alles – ihm durfte nichts geschehen! Nichts!

Während alles um sie herum noch darum kämpfte am Leben zu bleiben, lag sie tot am Boden. Als man es bemerkte, war der Schrecken groß. Die Priester unter ihnen umgaben Eowen Körper direkt mit einem Zauber, der ihren Körper konservierte und ihre Seele am Aufstieg hinderte. Man brachte sie zu Quilenes Quartier am Maar, denn sie war die einzige die das Ritual der Wiederbelebung durchführen könnte und so sammelten ihre Freunde und Verbündeten Zutaten für das Ritual und Quilene sammelte die Kraft dieses durchzuführen.

Eowen - selbst hingegen befand sich weit fort. Doch hatte sie keine Angst, denn als sie wieder zu sich kam, war sie wieder einmal woanders. Sie erkannte in einiger Entfernung einen Feuerschein und da sie nicht wusste was sie anderes tun sollte, ging sie darauf zu.
Etwas sagte ihr, das ihr hier keine Gefahr drohte, beim Näher kommen erkannte sie eine männliche Gestalt, die am Feuer saß. Er war in naturbelassenem Leder gekleidet und trug einen Kapuzenumhang. Die Kapuze war so ins Gesicht gezogen, das sie das Gesicht aus ihrem Winkel nicht erkennen konnte, denn er schaute ins Feuer, und wirkte als würde er auf jemanden warten.
Mit einem Mal wurde Eowen klar, das er auf sie wartete. Doch wer war er? Und wo war sie? Wie war sie hier hergekommen? Etwas in ihr sagte ihr, das jener am Feuer die Antwort auf ihre Fragen kannte.

So ging Eowen weiter auf ihn zu.


Als sie näher kam hob er den Kopf. Er war wunderschön, ein Elf wie Eowen ihn noch nie gesehen hatte. Mit einer wahnsinnigen charismatischen Ausstrahlung. Ihr viel auf, das er von Innen heraus zu leuchten schien und das ihn dieses Strahlen auch umgab.

"Setz dich zu mir. Hier am Feuer ist noch Platz." so bot er ihr einen Platz an - mit seiner sanften und doch eindringlichen Stimme.
"Du weißt wer ich bin. Du warst dein Leben lang mir treu ergeben, obwohl du nur zum Teil das Blut Corellons Kindern teilst. Du hast dich tapfer für dein Volk eingesetzt, dem deine Mutter entsprang und deren Blut du in dir trägst. Ruh dich nun aus. Hier ist etwas zu Essen und zu Trinken. Wir werden später weiter reden, wenn du ausgeruht bist." mit diesen Worten erhob er sich und ging fort. Erst jetzt wurde Eowen klar, das sie hungrig und durstig war und das Essen war aus dem nichts erschienen. Auch ein kleines Zelt war unweit der Feuerstelle aufgetaucht.

Eowen wusste, das sie vor dem unbekannten Elfen keine Angst haben musste und so folgte sie seinen Anweisungen. Aß etwas, trank etwas und legte sich dann hin um auszuruhen.


... und es war als wenn Eowen noch nie so geschlafen hätte, tief und fest. Sie wusste nicht wie lange sie geschlafen hatte, aber als sie aufwachte war es gerade mitten in der Dämmerung und der Wald lag ruhig da vom Abendrot rot erleuchtet und durchflutet.

"Du bist schon aufgewacht? Hm.. vielleicht ist doch mehr von einem Elfenkind in dir als wir alle dachten." Eowen sah zur Feuergrube und dort saß der Elf wieder und bereitete offensichtlich ein Essen zu.
"Doch essen müssen auch die Elfenkinder, wie die Menschenkinder, darin sind wir alle gleich." ein Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht, was ihn noch charmanter wirken ließ.
Eowen setzte zum Sprechen an, wollte beginnen mit ihren Fragen, ihr Kopf war voll davon. Doch er unterbrach sie bevor sie einen Ton heraus brachte:"Ich weiß, du hast viele Fragen, die hat jeder wenn er hier ankommt. Bitte setzt dich doch erst einmal das Essen ist gleich fertig."
Und Eowen setze sich ans Feuer und sah dem Elfen, dessen Namen sie nicht einmal kannte, doch der ihr so vertraut vor kam, zu wie er das Essen zu bereitete.


Nach dem Essen - es gab eine herzhafte Gemüsesuppe - setzte sich der Elf bequem hin und saß zu Eowen.

"So, nun muss werde ich dir alle Fragen beantworten, die du mir stellst und die ich beantworten kann! Doch sage ich dir gleich, am Ende wirst du dich entscheiden müssen!"

Er sprach in Rätseln und doch Eowen musste nachdenken, welche Frage sollte sie zu erst stellen?

"Wo bin ich hier? Und wer bist du?" kam es ihr dann wie von selbst über die Lippen.
Eowen schaute ihn fragend an und war gespannt was er antworten würde.

"Du bist hier in einer Zwischen-Welt, zwischen Leben und Tod. Ich bin einer der Wächter. Wie empfangen jene, die zu Tode kamen und bereiten sie auf den Übergang vor. Doch manchmal werden sie auch zurück geholt. Ich glaube, das man es bei dir wohl auch versuchen wird. Aber es liegt ganz bei dir, ob du das willst oder nicht."
Eowen überlegte was das letzte war, an was sie sich erinnern konnte und sah deutlich ein Gesicht vor sich. Eines das ihr vertraut war und nach dem sie sich sehnte. Sie sah zu dem Elfen. "Was muss ich tun, damit ich zurück kann?"

Er lächelte und sah sie freundlich an. "Nichts, nur warten, das man dir das Angebot unterbreitet. Ich konnte spüren das man sich um dich sorgt und man deinen Körper für eine Wiederbelebung konserviert hat."

Dann trat Stille ein, Eowen versuchte sich in Geduld zu üben. Doch dieses Gesicht, an das sie sich erinnerte. So viel Sehnsucht...


..und dann war der Augenblick da.

Während Eowens Freunde und Verbündete mit aller Kraft versuchten Quilene dabei zu helfen mit einem mächtigen Zauber, zu Eowen durchzukommen. Waren für Eowen wenige Sekunden vergangen. Dann hörte sie Quilenes Stimme, in weiter Ferne und auch wenn sie Quilene nicht sonderlich gut kannte, war da noch etwas, ein Duft der Vertraut roch.

Der Elf sah sie fragend an: "Nun, wie entscheidest du dich? Für dein altes Leben oder gehst du mit mir?"
Eowen brauchte nicht lange zu überlegen, sie wollte zurück zu... und nun wusste sie den Namen zu jenem Bild in ihrem Kopf, als sie zu erinnern versucht hatte. Düsternis!

"Ich werde zurück gehen... aber wie? Was muss ich tun?"Eowen wirkte entschlossen und lauschte der Stimme Quilenes, die sie immer wieder rief.

"Du musst nur dem folgen was du zuhören, zusehen oder zu riechen glaubst. Ich werde auf dich warten bis du eines Tages dann zurückkehren wirst." er lächelt sie an und Eowen sprang auf und rannte der Stimme entgegen.


Dann merkte sie wie ihr Körper ganz schwer wurde, als wenn sie jemand zu Boden zöge und ihre Lungen nach Luft schnappten. Als sie die Augen aufmachte, sah sie Quilene, die sich über sie gebeugt hatte und nun lächelte. Ja, sie war zurück gekehrt.
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Skyrider
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Vorsicht! Stille Wasser sind tief!


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« Antworten #8 am: 10. April 2012, 15:56:41 »

Die Gischt schlug am Bug hoch und ihr tropfenweise ins Gesicht, doch ihr Blick blieb weiter Richtung Horizont gerichtet und das weiße Frettchen saß auf ihrer Schulter.
~Sieh nur, das was da am Horizont auftaucht ist Seldaria und wir laufen den Hafen von Fürstenborn an. Hier habe ich damals meine Reise begonnen.~ ihre Finger glitten durch das inzwischen wieder weiche Fell des Frettchens.

Eine ganze Weil war der kleine Kerl nun schon bei ihr. Eowen hatte ihn in einem Hafen aus seinem viel zu kleinen Käfig befreit und anschließend freigekauft.

Eowen hatte damals Seldaria verlassen, weil ihr Mann sich einer anderen Frau zu wandte und dies war eine grausame Hexe, doch niemand glaubte Eowen, statt dessen hielt man Eowen für Eifersüchtig.

~Na, ihr beiden, ihr könnt es wohl nicht mehr erwarten? Aber ein paar Stunden wird es schon noch dauern bis wir im Hafen einlaufen.~
ein drahtiger Mann hatte ihr seine Hand auf die Schulter gelegt und war bei ihr stehen geblieben.
~Ich war lange nicht hier. Ich weiß nicht, was mich erwarten wird. Ich habe damals viel zurück gelassen,~ ihre Stimme ist leise und wird von einem Seufzten begleitet. ~Ach was, du bist doch eine taffe Frau. Wie lange warst du weg? Zwei Jahre? Drei? Da wird sich einiges geändert haben...~ der junge Matrose lächelte sie charmant an und wie immer schaffte er es, ihre schlechte Stimmung zu vertreiben. Das zustimmende Kurren des Frettchens besiegelte das Ganze: ~In Ordnung, ihr habt gewonnen.~
Michael, der junge Matrose war einer von Eowens engsten Freunden, doch er wusste, um das was Eowen einst verlassen hatte und strich ihr nun mit der flachen Hand über den Rücken. Er mochte sie sehr, doch sie war unnahbar gewesen. Hatte sich auf kein Abenteuer eingelassen, weshalb die Matrosen sie heimlich die „eiserne Jungfrau“ nannten. Denn Michael zu widerstehen, war nicht leicht, mit seiner offenen charismatischen Art wickelte er auf Frauen, wie Männer um den Finger. Das er Sharess Anhänger war, dafür wurde er oft belächelt, aber kam auf jeder Seereise auf seine Kosten. Eowen war meist eine der wenigen Frauen an Bord, doch schnell hatte sie sich ihren Platz hoch oben im Krähennest gesichert. Ihre geringe Körperumfang, so wie ihre geringe Körpergröße und das ihre Augen besser waren als die eines Menschen, hatten es ihr leicht gemacht diese Position auf dem Schiff einzunehmen.
Doch Eowen war bei allen an Bord beliebt, jeder wusste, das sie gut zuhören konnte, verschwiegen war und das eine oder andere Mal mit ihren druidischen Fähigkeiten die Elemente beeinflusst hatte, wenn es denn nötig war.

Der junge Matrose bricht das Schweigen: ~Vielleicht ist es dein Schicksal und dein Frettchen wird sich auf den Landgang freuen, da bin ich mir sicher.~
Beide blickten zur dünnen Linie am Horizont und Eowen nickt nur: ~Du hast sicher recht, aber ich weiß, wenn ich von Bord gehe, werde ich wohl erst einmal an Land bleiben. Ich spüre wie es mich magisch anzieht.~
Michael drückt noch einmal ihre Schulter und Eowen sagte diese Geste mehr als 1000 Worte und er würde ihr auch fehlen, wie alle vom Schiff, immerhin waren sie in den letzten Jahren ihre Familie gewesen und so überließ sie sich ihre Gedanken.
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