Das Weltentor
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Autor Thema: [FW] Ein Wald - zwei Berufungen  (Gelesen 781 mal)
Anubis
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« am: 15. März 2006, 22:58:20 »

Die Nächte waren noch kalt, in den frühen Morgenstunden lag sogar noch Reif auf den Gräsern und Blättern. Alles schlief noch, bis zum Sonnenaufgang waren es noch einige Stundengläser. Doch schlief wirklich alles in den Wäldern rund um Fürstenborn? Zwei Gestalten huschten durch den Wald, ihre leisen Schritte hörte man nur in unmittelbarer Nähe. Scheinbar ziellos schienen sie durch den Wald zu schweben. Vorbei an Felsen und Schluchten, über kleine Bäche. Selbst am Lager der Orken schlichen sie sich vorbei, unbemerkt von den Augen der Grünlinge. Ihr Weg führte sie von einem Baumhaus mitten im Wald bis hin zum kleinen Dorf Namens Hammerhütte. Dort sahen sie den wenigen Milizen bei ihrer Arbeit zu. Doch auch hier hielt es sie nicht lange und sie verschwanden wieder im Wald.

Der Wald. Hier konnten sie ungestört umherstreifen. Hier spürten sie den Herzschlag der Natur. Hier verbrachten sie den größten Teil ihrer Zeit, abseits vom Trubel der Stadt. Und auch ein wenig abseits von den Bewohnern der Stadt und denen die sich sonst noch dort herumtrieben. Warum sollten sie nicht ihren liebsten Beschäftigungen im Wald nachgehen? Warum sollten sie nicht wie bisher durch die Wälder streifen und sich dort nach dem umsehen, was der Wald ihnen so bot? Wenn es nicht ihre Aufgabe war sich um ihre geliebten Wälder zu kümmern, wer sollte dann diese Aufgabe übernehmen?

Für den Fuchs war es klar. Er würde sich eine Aufgabe suchen die direkt mit dem Wald und seinen Bäumen in Verbindung stehen würde. Doch wie würde seine Gefährtin darüber denken?
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Tavanahal - der Fuchs, der Puma, das Kätzchen und ein Engel

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Anubis
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« Antworten #1 am: 17. März 2006, 02:59:13 »

Nach einigen interessanten Gesprächen mit Neuankömmlingen seines Volkes im Wald stand sein Entschluss fest: Er würde wieder damit beginnen Bögen zu schnitzen, auch wenn er aus unerfindlichen Gründen zurzeit Probleme damit hatte, sich allein an das nötige Werkzeug zu erinnern. Sicher waren dies noch Nachwirkungen seiner seltsamen Reise, die letztlich in diesem Portal geendet hatte. Aber von einer Sache war Tavanahal überzeugt. Wenn er erst wieder damit anfing Bögen zu schnitzen, so würden sicher auch seine Gedanken an diese Beschäftigung zum Zeitvertreib wieder kommen. Und so machte er sich frohen Mutes auf nach Fürstenborn um sich dort Rat beim Bogner einzuholen.
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Tavanahal - der Fuchs, der Puma, das Kätzchen und ein Engel

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Eulchen
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« Antworten #2 am: 17. März 2006, 04:35:48 »

A'nias Herz öffnete sich, wenn sie mit ihrem Gefährten durch den Wald streifte. Die Natur war ihnen nah, und sie selbst fühlte sich ihr noch näher als im Hochwald. Ihr Entschluss war der richtige gewesen. Sie sammelte wieder Kräuter und Beeren mit dem Ziel aus ihnen Tränke zu machen.  So wie sie es immer getan hatte. Der Kräuterkundige im Baumhaus war bereit ihr seine Gerätschaften zur Verfügung zu stellen und sie hatte sich würdig erwiesen indem sie ihm die Kräuter brachte, die er verlangt hatte.

Noch bekümmerte es sie, dass sie ihr Buch mit den vielen Rezepten verloren hatte. Sie hatte gerne Tränke gebraut, froh sie ihrer Gemeinschaft zur Verfügung stellen zu können. Denn sie selbst brauchte damals nur wenige, da die Götter ihr die Kunst geschenkt hatten.

Ihr Kräuterbeutel war schon gut gefüllt. Fleissig hatte sie gesucht und ihr Gefährte und auch andere hatten ihr geholfen. Doch das Brauen unter den veränderten Bedingungen war noch schwer. Aber sie würde nicht aufgeben und das wichtigste konnte sie schon. Tränke herstellen, die Blutungen zum Stillstand bringen und Wunden schneller heilen ließen. Bereitwillig gab sie diese weiter.

A'nia sah die Blicke, mit denen ihr Gefährte die Bäume betrachtete, sah wie liebevoll er seinen Bogen trug. Und sie freute sich später zu erfahren, dass er sich entschlossen hatte, Bögen zu schnitzen und sie bestärkte ihn mit einem warmen Lächeln in diesem Entschluss.

Sie wollte ihm helfen, so sie konnte, und während sein Weg in die Stadt führte, führte ihrer zum Baumhaus zurück. Sie würde fleißig sein und Tränke brauen um denen zu helfen, die sie brauchten, sie denen zu geben die ihr halfen, die Gaben der Natur zu finden. Sie würde versuchen neue Rezepte herauszufinden. Einige der Kräuter und Beeren hier waren ihr noch fremd. Sie würde den Kräuterkundigen bitten ihr zu helfen. Gerne würde sie dem Alten einen Teil ihrer Kräuter dafür geben. Gerne würde sie auch für ihn Tränke brauen.
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Eulchen
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« Antworten #3 am: 19. März 2006, 00:41:06 »

Tief konzentriert widmete sie sich ihrer Arbeit. Intuitiv erinnerte sich an die Eigenschaften und Wirkungsweise, der ihr bekannten Kräutern. Sie versuchte sich alles in Gedächnis zu rufen, was sie einst gelernt und lange ausgeübt hatte.

Daneben lag ihr neues Kräuter und Alchemiebuch. Sorgfältig notierte sie ihre Vorgehensweise, mischte, braute und studierte das Ergebnis. Dabei wurde sie immer sicherer und die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Lächelnd und voller Eifer arbeitete sie weiter.
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Anubis
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« Antworten #4 am: 30. März 2006, 01:10:16 »

Und so begann Tavanahal sich Gedanken über seinen Bogen machen. Vor etlichen Sommern hatte er ihn selbst geschnitzt, damals noch unter der Anleitung seines Vaters. Sicher war dies bereits ein Bogen, der wohl qualitativ mit den allermeisten mithalten konnte, die durch menschliche Hände entstanden waren. Doch Tavanahal wusste dass es noch besser ging.

Er begann den Bogen kräftig zu spannen. Genau achtete er dabei auf die Verformung des Holzes. Er ließ den Zug wieder locker und markierte die Stellen mit etwas Kreide, an denen offensichtlich die größten Veränderungen aufgetreten waren. Er würde sich diesen Stellen besonders widmen müssen, wenn er seinem Bogen einen weiteren Schliff in Richtung Perfektion verpassen wollte.

So begann er die markierten Stellen mit Schleifpapier nachzuschleifen. Er feilte etliche Fingernägel Breite weg. Jetzt war der Bogen bereit um nachgebessert zu werden. Mit etwas Harz brachte er auf die abgefeilten Stellen dünne Hornplatten auf. Sie waren trotz ihren geringen Dicke wirklich sehr stabil und würde sicher einiges an Kraft an den besagten Stellen aufnehmen können. Mit viel Geduld verleimte er die Hornplatten mit den Stellen des Bogens. Nun würde es noch einige Stundengläser dauern bis alles getrocknet war.

Diese Zeit ließ Tavanahal nicht einfach verstreichen, auch wenn er es sich durchaus leisten könnte. Als nächstes musste die Bogensehne ersetzt werden. Auf seinen Wanderungen durch den Wald hatte er einen achtlos liegen gelassenen Bären gefunden. Nur das Fell war stümperhaft abgezogen, einige Brocken Fleisch hatte der Wilderer mitgenommen. Nachdem er seine Wut kontrolliert hatte, sah er ein dass dieser Bär nicht völlig nutzlos sein Leben lassen musste, wenn er ihn besser verwerten konnte als sein Vorgänger. Relativ zügig hatte er sich einige Rationen an Fleisch besorgt, die er in den nächsten Tagen braten und essen konnte. Doch auch einige der langen und sehr kräftigen Sehnen konnte er retten. Und genau diese Sehnen würden seinem Bogen noch mehr Durchschlagskraft verleihen. Er nahm die Sehne, kochte sie in einem Sud auf um sie geschmeidig zu machen. Als dies geschehen war schnitt er sie auf die richtige Länge zurecht, gerade so lang wie der Bogen es verlangte. Wenn sich das Weichkochen wieder in Luft auflösen würde, sollte der Bogen dann durch die kürzere Sehne unter mehr Druck stehen.

Schließlich war der Moment gekommen. Der erneuerte Bogen war getrocknet, der Leim war eine sehr gute Verbindung mit den Hornplatten und dem Holz eingegangen und hatte alles zu einer festen Einheit verbunden. Die Sehne war kein Finger zu kurz oder zu lang. Mit der verstrichenen Zeit hatte sie sich zusammengezogen, genau wie er es erwartet hatte. Ein letztes Mal rieb er die straffe Sehne des Bogens mit Wachs ein. Nun war sein Bogen bestens präpariert, auf das er damit die Bewohner des Waldes beschützen konnte, vor jedem gierigen Wilderer den er finden würde.
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Eulchen
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« Antworten #5 am: 30. März 2006, 18:52:12 »

Über zehn Sonnenläufe waren vergangen. A´nia gönnte sich keine Ruhe. Sie streifte weiter durch die Wälder und sammelte Kräuter. Anschließend verbrachte sie jeden Tag viele Stunden mit der Zubereitung und dem Experimentieren. Sie wurde immer sicherer. Neue Rezepturen fand sie und konnte sie eintragen. Missglückte ihr ein Versuch, ließ sie nicht locker um das Geheimnis zu entschlüsseln. Sie dachte an das was die Priesterin ihr gesagt hatte... nicht mit Gewalt zu versuchen sich zu erinnern, sondern neu zu lernen.  Und das tat sie auch.

Sie freute sich sehr, wenn ihre Brüder und Schwester Kräuter mit brachten, freute sich wenn sie ihnen Tränke, die sie benötigten, geben konnte. Freudig erklärte sie ihnen deren Anwendung und Wirkungsweise.

Doch einige Rezepturen entwickelten Prozesse, die sie nicht beherrschen konnte... die zu mächtig für sie waren. Aber gerade diese reizten sie.  Fast fiebrig versuchte sie es.. immer und immer wieder... diese zu steuern. Es war eine an ihr ungewohnte Eigenschaft. Ob ihr die Gründe für ihr Handeln bewusst waren?
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